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Neuritis vestibularis

Von

Lawrence R. Lustig

, MD, Columbia University Medical Center and New York Presbyterian Hospital

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2021| Inhalt zuletzt geändert Jun 2021
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Quellen zum Thema

Neuritis vestibularis ist eine Erkrankung, die durch einen plötzlichen starken Schwindelanfall (falsches Empfinden von Bewegung oder Drehung) gekennzeichnet ist. Ursache ist eine Entzündung des Nervus vestibularis, d. h. des Zweigs vom 8. Hirnnerv, der zur Kontrolle des Gleichgewichts beiträgt.

Der Vestibularapparat ist der Teil des Innenohrs, der die für die Kontrolle des Gleichgewichts zuständigen Organe enthält (siehe auch Das Innenohr im Überblick Das Innenohr im Überblick Das mit Flüssigkeit gefüllte Innenohr (Labyrinth) ist eine komplexe Struktur, die aus zwei Hauptteilen besteht: Dem Hörorgan (Cochlea) Dem Gleichgewichtsorgan (Vestibularapparat) Cochlea und... Erfahren Sie mehr ). Er ist über den Nervus vestibularis mit dem Gehirn verbunden. Vermutlich geht die Neuritis vestibularis auf eine Virusinfektion zurück.

Symptome einer Neuritis vestibularis

Eine Neuritis vestibularis kann als einziger, starker Schwindelanfall Benommenheit und Schwindel (Vertigo) Benommenheit ist ein unscharfer Begriff, der zur Beschreibung verschiedener Empfindungen dient, darunter: das Gefühl, das Bewusstsein zu verlieren, Benommenheit Dysäquilibrium (Gefühl, das Gleichgewicht... Erfahren Sie mehr auftreten, der 7 bis 10 Tage anhält. Viele Patienten haben jedoch noch wochenlang leichte Schwindelattacken. Der erste Anfall ist gewöhnlich der schwerste. Schwindel ist das falsche Empfinden, dass die Umgebung, man selbst oder beide in Bewegung sind oder sich drehen. Die meisten Betroffenen beschreiben dieses unangenehme Gefühl als „Schwindelgefühl“, obwohl das Wort „schwindelig“ auch für andere Empfindungen wie Benommenheit verwendet wird.

Mögliche Begleiterscheinungen einer Schwindelattacke sind Übelkeit, Erbrechen und Nystagmus (schnelle, ruckartige Bewegung der Augen in eine Richtung im Wechsel mit einer langsameren Rückwärtsbewegung in die ursprüngliche Position). Zu Beginn ist der Schwindelanfall stark und lässt dann im Laufe einiger Tage nach, wobei eine Reststörung des Gleichgewichts auch einige Monate anhalten kann. Die Betroffenen leiden nicht an Tinnitus (Klingeln im Ohr), und das Hörvermögen ist in der Regel nicht beeinträchtigt.

Diagnose einer Neuritis vestibularis

  • Hörtests

  • Untersuchung auf Nystagmus

  • Gadolinium-verstärkte Magnetresonanztomographie (MRT)

Behandlung einer Neuritis vestibularis

  • Medikamente wie Lorazepam oder Meclizin zur Linderung des Schwindels

  • Medikamente wie Prochlorperazin zur Linderung von Erbrechen

  • Manchmal kortikosteroidhaltige Medikamente wie Prednison

  • Intravenös verabreichte Flüssigkeit bei anhaltendem Erbrechen

  • Physiotherapie

Die Behandlung des Schwindels bei Patienten mit Neuritis vestibularis dient nur dazu, die entsprechenden Symptome zu lindern. Dazu werden Arzneimittel wie Meclizin oder Lorazepam verabreicht. Übelkeit und Erbrechen können durch Pillen oder Zäpfchen gelindert werden, die das Arzneimittel Prochlorperazin enthalten. Diese Arzneimittel sollten nur über einen kurzen Zeitraum verwendet werden, da eine längere Einnahme die Dauer der Symptome vor allem bei älteren Personen verlängern kann. Zudem kommen über kurze Zeit Kortikosteroide zum Einsatz. Bei anhaltendem Erbrechen müssen Flüssigkeit und Mineralsalze möglicherweise über einen Tropf (intravenös) verabreicht werden.

Während der starke Schwindel relativ schnell nachlässt (innerhalb von wenigen Tagen), haben viele Patienten noch wochen- oder monatelang ein Gefühl der Benommenheit. Der Arzt rät, während dieser Zeit aktiv zu bleiben. Eine besondere Art der Physiotherapie, die sogenannte vestibuläre Therapie, kann hilfreich sein.

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