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Panikstörung bei Kindern und Jugendlichen

Von

Josephine Elia

, MD, Sidney Kimmel Medical College of Thomas Jefferson University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2019| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2019
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Eine Panikstörung zeichnet sich durch Panikattacken, die mindestens einmal wöchentlich vorkommen, aus. Eine Panikattacke ist eine kurze (ungefähr 20-minütige) Episode intensiver Angst, die in der Regel von körperlichen Symptomen begleitet wird, wie schneller Atmung, Herzrasen, Schweißausbrüchen, Brustschmerzen und Übelkeit.

  • Eine Panikstörung liegt vor, wenn das Kind häufig Panikattacken hat und dadurch in seiner Lebensführung stark beeinträchtigt ist oder darunter leidet.

  • Panikstörungen werden in der Regel durch eine Kombination aus Medikamenten und Verhaltenstherapie behandelt.

Panikstörungen treten häufiger unter Jugendlichen als bei jüngeren Kindern auf. Bei jüngeren Kindern werden oft Trennungsängste oder generalisierte Angststörungen beobachtet, die sich in der Pubertät in eine Panikstörung entwickeln.

Panikattacken können bei allen Angststörungen auftreten, gewöhnlich als Reaktion auf das Objekt bzw. die Situation, auf die sich diese Störung bezieht. So können Kinder mit Trennungsangst eine Panikattacke erleben, wenn ein Elternteil fortgeht. Kinder, die sich vor Orten fürchten, die keine unmittelbaren Fluchtmöglichkeiten bieten (Agoraphobie), können eine Panikattacke erleiden, wenn sie in die Mitte einer Sitzreihe in einem überfüllten Theater gesetzt werden. Viele Kinder mit Panikstörungen leiden auch unter einer Agoraphobie.

Krankheiten wie Asthma können auch Panikattacken auslösen und umgekehrt.

Symptome

Während einer Panikattacke empfindet das Kind große Angst, die sogar körperliche Symptome hervorrufen kann. Das Herz rast. Das Kind kann ungewöhnlich stark schwitzen und Atemnot haben. Es kann über Brustschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Benommenheit klagen. Es kann das Gefühl haben, sterben zu müssen oder verrückt zu werden. Sein Umfeld kann ihm unwirklich vorkommen. Die Symptome können dramatischer sein als bei Erwachsenen (mit Schreien, Weinen oder Hyperventilation).

Außerdem kann es eine Erwartungsangst vor weiteren Attacken entwickeln. Die Panikattacken und damit verbundenen Sorgen beeinträchtigen das Sozialleben und die schulischen Leistungen.

Bei Panikstörungen treten Panikattacken urplötzlich ohne einen spezifischen Auslöser auf. Doch im Laufe der Zeit beginnen die Kinder jene Situationen zu meiden, die sie mit den Attacken in Verbindung bringen. Dieses Vermeidungsverhalten kann zu einer Agoraphobie führen, bei der Kinder plötzlich nicht mehr zu Schule gehen oder das Einkaufszentrum besuchen wollen oder andere alltägliche Aktivitäten umgehen.

Panikstörungen verbessern oder verschlimmern sich oftmals ohne einen ersichtlichen Grund. Die Symptome können wie von selbst verschwinden und erst Jahre später wieder aufflammen. Aber mit einer Behandlung zeigen die meisten Kinder mit Panikstörungen eine Verbesserung.

Jugendliche mit Panikstörungen und ohne Behandlung brechen nicht selten die Schule ab, wenden sich von der Gesellschaft ab, leben sehr zurückgezogen und hegen Selbstmordgedanken.

Diagnose

  • Untersuchung durch den Arzt

Ärzte diagnostizieren eine Panikstörung, wenn Kinder

  • Mehrere Panikattacken hatten

  • Ihr Verhalten ändern, um die Situationen zu meiden, die Attacken auslösen

  • Sich über mögliche zukünftige Attacken Sorgen machen

  • Keine Krankheit haben, die die Symptome hervorrufen

Der Arzt wird daher in der Regel körperliche Untersuchungen durchführen, um auszuschließen, dass die Symptome durch physische Krankheiten verursacht werden.

Der Arzt wird auch nach anderen psychischen Gesundheitsstörungen suchen (wie Zwangsstörung oder soziale Angststörung), die der Grund für die Panikattacken sein können.

Behandlung

  • Normalerweise Medikamente plus Verhaltenstherapie

Im Allgemeinen hilft bei einer Panikstörung eine Kombination aus Medikamenten und Verhaltenstherapie. Bei manchen Kindern sind häufig Medikamente erforderlich, um die Panikattacken zu mildern, bevor eine Verhaltenstherapie eingeleitet werden kann.

Benzodiazepine sind dazu am wirkungsvollsten, allerdings wird oftmals ein Antidepressivum namens selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) bevorzugt, da Benzodiazepine Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen (sedieren), die Lernfähigkeit und das Gedächtnis beeinträchtigen und zu einer Abhängigkeit führen können.

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