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Nicht-suizidale Selbstverletzung bei Kindern und Jugendlichen

Von

Josephine Elia

, MD, Nemours/A.I. duPont Hospital for Children

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2021| Inhalt zuletzt geändert Apr 2021
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Kurzinformationen

Unter nicht-suizidaler Selbstverletzung versteht man eine absichtliche Verletzung, die nicht zum Tode führen soll, Beispiele dafür sind oberflächliches Ritzen, Schneiden oder Verbrennen der Haut (mit Zigaretten oder Lockenstab) sowie Stechen, Schlagen und wiederholtes Schaben der Haut mit einem Radierer.

In manchen Gemeinschaften wird die Selbstverletzung in der High-School plötzlich zu einer Modeerscheinung, die viele Jugendliche nachahmen. In solchen Fällen nehmen die Selbstverletzungen im Verlauf der Zeit schrittweise ab.

Selbstverletzung legt nahe, dass der Jugendliche sehr leidet. Bei vielen Jugendlichen deutet die Selbstverletzung aber nicht darauf hin, dass ein Selbstmordrisiko besteht. Stattdessen kann es sich vielmehr um eine Selbstbestrafung handeln, die die Jugendlichen verdient zu haben meinen. Auch kann die Selbstverletzung eingesetzt werden, um die Aufmerksamkeit von Eltern und/oder anderen wichtigen Personen zu gewinnen, Wut auszudrücken oder sich mit einer Gruppe zu identifizieren. Bei anderen Jugendlichen (solche mit schwereren psychischen Erkrankungen und ohne soziale Unterstützung) ist das Selbstmordrisiko erhöht.

Andere Faktoren, die das Selbstmordrisiko erhöhen können, sind:

  • Häufige Selbstverletzungen

  • Mehrere Methoden der Selbstverletzung

  • Sich sozial weniger mit anderen Menschen, insbesondere den Eltern, verbunden fühlen

  • Gefühl, dass das Leben wenig oder keine Bedeutung hat

  • Häufig psychiatrische Versorgung in Anspruch nehmen

  • Selbstmordgedanken haben

Alle Jugendlichen, die sich absichtlich selbst verletzen, sollten von einem erfahrenen Arzt untersucht werden. Der Arzt versucht festzustellen, ob ein Selbstmordrisiko besteht und das zugrundeliegende Problem zu erfassen, das dazu geführt hat. Ärzte versuchen herauszufinden, ob der Jugendliche Minderwertigkeitsgefühle oder andere psychische Probleme hat, wie z. B. Angststörungen Übersicht zu Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen Angststörungen zeichnen sich durch Angst, Sorge oder Furcht aus, die die Lebensführung erheblich beeinträchtigen und nicht im Verhältnis zu den Umständen stehen. Es gibt viele verschiedene Arten... Erfahren Sie mehr , affektive Störungen Depression und Launenfehlregulationsstörung bei Kindern und Jugendlichen Depression ist ein Gefühl der Traurigkeit (oder bei Kindern und Jugendlichen: Reizbarkeit) und/oder Verlust des Interesses an Aktivitäten. Bei einer endogenen Depression dauern diese Symptome... Erfahren Sie mehr , Essstörungen Essstörungen – ein Überblick Essstörungen sind durch Störungen des Essverhaltens oder des Verhaltens im Zusammenhang mit dem Essen gekennzeichnet und umfassen für gewöhnlich Veränderungen dahingehend, was oder wie viel... Erfahren Sie mehr , Drogenkonsum Überblick über substanzbezogene Störungen Medikamente und Drogen gehören zum Alltag von vielen Menschen, gleich, ob diese legal zu medizinischen Zwecken oder als Freizeitdrogen verwendet werden (siehe Tabelle Substanzen, die zu medizinischen... Erfahren Sie mehr oder ein Trauma Akute und posttraumatische Belastungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen Akute und posttraumatische Belastungsstörungen sind Reaktionen auf belastende traumatische Ereignisse durch wiederkehrende, unerwünschte Erinnerungen sowie Gefühllosigkeit oder erhöhte Anspannung... Erfahren Sie mehr .

Die Behandlung umfasst in der Regel eine Einzeltherapie (und manchmal auch eine Gruppentherapie). Die Therapie konzentriert sich darauf, den Jugendlichen zu vermitteln, wie sie sich ihrer Gefühle bewusster werden, wie sie negative Gefühle als Teil des Lebens akzeptieren lernen, wie sie auf angemessenere Weise mit Stress umgehen lernen, und wie man dem Drang zu selbstzerstörerischem Verhalten widersteht.

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