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Myome des Gebärmutterhalses

Von

Charlie C. Kilpatrick

, MD, MEd, Baylor College of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2019| Inhalt zuletzt geändert Jul 2019
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Zervixmyome sind weiche, gutartige Tumoren im Gebärmutterhals.

  • Ein Myom kann bluten, sich entzünden, beim Urinieren stören oder während des Geschlechtsverkehrs Schmerzen verursachen.

  • Ärzte können während einer Untersuchung des Beckens die meisten Myome sehen oder ertasten.

  • Myome, die Beschwerden verursachen, können operativ entfernt werden.

Myome sind gutartige Tumoren, die sich zum Teil aus Muskelgewebe zusammensetzen. Sie entstehen selten im Gebärmutterhals, dem unteren Teil der Gebärmutter. Wenn sie dort entstehen, treten sie meist gemeinsam mit Myomen im größeren oberen Teil der Gebärmutter auf.

Große Myome des Gebärmutterhalses können auch partiell den Harntrakt blockieren oder in die Scheide vordringen (Vorfall). Manchmal entstehen Wunden auf vorgefallenen Myomen, die sich entzünden und/oder bluten können. Vorgefallene Myome können in seltenen Fällen außerdem den Urinfluss blockieren.

Symptome

Die meisten Myome des Gebärmutterhalses verursachen mit der Zeit Beschwerden. Die häufigsten Symptome sind

  • Eine Blutung aus der Scheide, die unregelmäßig oder gravierend sein kann

Schwere Blutungen können eine Anämie verursachen, die mit Erschöpfung und Schwäche einhergeht. Geschlechtsverkehr kann schmerzvoll sein.

Wenn sich Myome entzünden, können sie Schmerzen, Blutungen oder einen Ausfluss aus der Scheide verursachen.

In seltenen Fällen bewirkt ein Vorfall Symptome wie ein Druckgefühl oder einen Knoten im Unterleib.

Wenn ein Myom in seltenen Fällen den Urinfluss blockiert, beginnt das Wasserlassen möglicherweise erst zögerlich, endet tröpfelnd, und Urin wird zurückbehalten. Es besteht eine größere Wahrscheinlichkeit einer Entzündung des Harntrakts.

Diagnose

  • Untersuchung des Beckens

  • Manchmal werden bildgebende Tests wie Ultraschall oder Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt

Myome werden häufig während einer körperlichen Untersuchung entdeckt. Bei einer gynäkologischen Untersuchung des Beckens kann der Arzt ein Myom erkennen, vor allem wenn es vorgefallen ist. Der Arzt kann ein Myom aber auch ertasten, wenn er die Größe und Form der Gebärmutter und des Gebärmutterhalses überprüft (mit einer behandschuhten Hand in der Scheide und der anderen auf dem Unterleib).

Wenn die Diagnose unsicher ist, kann der Arzt ein Ultraschallgerät durch die Scheide in die Gebärmutter einführen, um ein Bild dieses Bereichs zu erhalten. Dieses Verfahren, ein sogenannter transvaginaler Ultraschall, wird außerdem angewandt, um zu überprüfen, ob weitere Myome vorliegen. Alternativ kann eine MRT durchgeführt werden.

Bluttests werden durchgeführt, um Anämien festzustellen.

Ein Papanicolaou-Test (Pap-Test) oder ein Test auf das humane Papillomavirus (HPV) (als Zytologie des Gebärmutterhalses bezeichnet) wird durchgeführt, um einen Gebärmutterhalskrebs auszuschließen.

Behandlung

  • Chirurgischer Eingriff, wenn die Myome Symptome verursachen

Wenn die Myome klein sind und keinerlei Beschwerden verursachen, kann auf eine Behandlung verzichtet werden.

Wenn Myome Beschwerden verursachen, werden sie nach Möglichkeit operativ entfernt (ein Verfahren, das Myomektomie genannt wird). Wenn nur das Myom entfernt wird, können Frauen weiterhin Kinder bekommen. Wenn die Myome jedoch groß sind, kann es sein, dass die ganze Gebärmutter entfernt werden muss (Hysterektomie). Bei beiden Verfahren wird ein großer Einschnitt am Unterleib vorgenommen (Laparotomie). Manchmal können diese Eingriffe durchgeführt werden, indem Instrumente durch einen oder mehrere kleine Einschnitte nahe dem Bauchnabel eingeführt werden (Laparoskopie).

Wenn ein Myom in die Scheide vorfällt, wird es mit Instrumenten entfernt, die nach Möglichkeit durch die Scheide (transvaginal) eingeführt werden.

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