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Unterstützte Fortpflanzungstechniken

Von

Robert W. Rebar

, MD, Western Michigan University Homer Stryker M.D. School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2020| Inhalt zuletzt geändert Sep 2020
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Quellen zum Thema

Unterstützte Fortpflanzungstechniken umfassen die Manipulation von Spermien und Eizellen oder Embryonen im Labor (in vitro) mit dem Ziel, eine Schwangerschaft herbeizuführen.

Wenn trotz Behandlung innerhalb von vier bis sechs Menstruationszyklen keine Schwangerschaft eingetreten ist, kann über Techniken zur künstlichen Befruchtung wie die In-vitro-Fertilisation oder die intratubare Gametenübertragung nachgedacht werden. Diese Techniken sind bei Frauen unter 35 erfolgreicher. Zum Beispiel führt die In-vitro-Fertilisation in den Vereinigten Staaten zu folgenden Ergebnissen:

  • Bei Frauen unter 35: Etwa 30 % der Verfahren führten zu Lebendgeburten.

  • Bei Frauen zwischen 41 und 42: Nur etwa 11 % der Verfahren führten zu Lebendgeburten.

Bei Frauen über 42 wird empfohlen, Eizellen einer anderen Frau (Spenderin) zu verwenden.

Durch Techniken zur künstlichen Befruchtung kann es zu mehr als einem Fötus kommen. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist aber geringer als bei Fruchtbarkeitsmedikamenten.

Wussten Sie ...

  • Ein Embryo kann auf genetische Fehlbildungen getestet werden, bevor er der Frau implantiert wird.

Intrauterine Insemination

Bei einer intrauterinen Insemination werden nur die aktivsten Spermien ausgewählt und dann direkt in die Gebärmutter eingesetzt. Die aktivsten Spermien werden durch Aufbereitung einer Samenprobe ausgewählt. Ärzte versuchen, das aufbereitete Sperma zum Zeitpunkt des Eisprungs in die Gebärmutter einzuführen.

Mit diesem Verfahren stellt sich eine Schwangerschaft im Erfolgsfall bis zum sechsten Versuch ein. Eine intrauterine Insemination ist weitaus weniger wirksam als die In-vitro-Fertilisation, aber auch viel weniger invasiv und kostengünstiger.

In-vitro-Fertilisation (IVF)

Mit einer In-vitro-Fertilisation (IVF) kann die Unfruchtbarkeit, unabhängig von ihrer Ursache, behandelt werden.

Die IVF beinhaltet typischerweise Folgendes:

Die übrigen Embryonen werden immer häufiger in flüssigem Stickstoff eingefroren, damit sie zur Verfügung stehen, wenn es beim ersten Versuch nicht zur Schwangerschaft kommt. Zudem wird die IVF möglicherweise nur mit einem Ei durchgeführt, das sich während des Menstruationszyklus normal entwickelt (d. h. ohne Fruchtbarkeitsmedikamente).

Die Chancen einer Schwangerschaft mit der In-vitro-Fertilisation hängen von vielen Faktoren ab, aber das Alter der Frau ist am entscheidendsten.

Das größte Risiko einer In-vitro-Fertilisation besteht darin,

Eine Mehrlingsschwangerschaft kann verschiedene Komplikationen bei der Mutter und beim Neugeborenen verursachen. Komplikationen können während der Schwangerschaft eintreten. Beispielsweise kann die Mutter an Bluthochdruck Bluthochdruck während der Schwangerschaft Ein hoher Blutdruck (Hypertonie) während der Schwangerschaft wird folgendermaßen eingeordnet: Chronische Hypertonie: Bereits vor der Schwangerschaft wurde ein hoher Blutdruck festgestellt. Schwangerschaftshypertonie... Erfahren Sie mehr oder Diabetes Diabetes während der Schwangerschaft Bei Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft Diabetes hatten, hängt das Risiko von Komplikationen in der Schwangerschaft damit zusammen, wie lange die Zuckerkrankheit schon besteht und ob... Erfahren Sie mehr erkranken, oder es können heftige Blutungen Starke Uterusblutungen bei der Entbindung Unter starken Uterusblutungen sind der Verlust von mehr als einem Liter Blut oder Symptome von erheblichem Blutverlust innerhalb von 24 Stunden nach der Entbindung zu verstehen. Starke Uterusblutungen... Erfahren Sie mehr auftreten. Die Föten sterben ab oder die Babys haben ein geringes Geburtsgewicht. Aufgrund dieser Komplikationen setzen Ärzte jetzt jeweils weniger Embryonen in die Gebärmutter ein. Das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft kann beseitigt werden, wenn der Arzt nur einen Embryo in die Gebärmutter überträgt und den Rest einfriert.

Bei Babys, die mithilfe von IVF entstanden sind, treten etwas häufiger Geburtsfehler auf. Allerdings sind die Experten sich nicht einig, ob die Ursache hierfür in der Technik oder in den Fruchtbarkeitsproblemen liegt, die zu einer IVF führten. Außerdem sind mehr als 6 Millionen Babys mit IVF entstanden, und der Großteil dieser Babys hatte keine Geburtsfehler.

In den USA wird die Wahrscheinlichkeit, pro abgenommenem Ei ein lebendiges Baby zu bekommen, bei Frauen unter 35 Jahren auf fast 50 Prozent und bei Frauen zwischen 41 und 42 Jahren auf etwas über 10 Prozent geschätzt.

Intrazytoplasmatische Spermieninjektion

Eine intrazytoplasmatische Spermieninjektion kann verwendet werden, wenn

  • Andere Techniken wahrscheinlich nicht erfolgreich sind.

  • Ein schweres Problem mit den Spermien vorliegt.

Sie ähnelt der In-vitro-Fertilisation, mit der Ausnahme, dass nur ein Spermium in jedes Ei eingesetzt wird.

2018 wurde in den USA in über zwei Dritteln der Fälle eine intrazytoplasmische Spermieninjektion als Technik zur künstlichen Befruchtung eingesetzt.

Geburtsfehler können nach diesem Verfahren häufiger auftreten. Ursachen hierfür sind:

  • Das Verfahren kann das Ei, das Spermium oder den Embryo schädigen.

  • Wenn bei diesem Verfahren Spermien von Männern mit einem anormalen Y-Chromosom (eines der Geschlechtschromosomen) verwendet werden, könnte die Entwicklung der Geschlechtsorgane bei männlichen Föten beeinträchtigt werden, was im Normalfall zu denselben Fruchtbarkeitsproblemen führt wie beim Vater. Die meisten Geburtsfehler bei Babys, die durch eine intrazytoplasmatische Spermieninjektion entstanden sind, betreffen die Geschlechtsorgane.

Intratubarer Gametentransfer (GIFT)

Ein intratubarer Gametentransfer wird in den Vereinigten Staaten selten eingesetzt, da die In-vitro-Fertilisation sehr erfolgreich ist.

Die GIFT-Technik kann angewendet werden, wenn die Eileiter normal funktionieren. Eier und besonders aktive Samenzellen werden wie bei der In-vitro-Fertilisation gewonnen, aber die Eier werden nicht im Labor befruchtet. Anstatt dessen werden die Eier und Samenzellen durch die Bauchdecke (mittels Laparoskop) oder die Scheide (unter Ultraschall) ans Ende der Eileiter transportiert, damit das Ei dort befruchtet werden kann. Dieses Verfahren stellt einen größeren Eingriff dar als die In-vitro-Fertilisation.

Andere Techniken

Zu diesen Techniken zählen:

  • Eine Kombination aus IVF und GIFT

  • Übertragung eines befruchteten Eis (Zygote) in den Eileiter (wird selten vorgenommen)

  • Verwendung von Eiern oder Embryos einer anderen Frau (Spenderin), v. a. wenn Frauen bereits älter als 42 Jahre sind

  • Übertragung gefrorener Embryonen in eine Leihmutter

Diese Techniken ziehen moralische und ethische Probleme nach sich. Folgendes wird infrage gestellt:

  • Die Entsorgung aufbewahrter Embryonen (besonders im Fall von Tod oder Scheidung)

  • Gesetzliche Vormundschaft, wenn eine Leihmutter eingesetzt wurde

  • Verwendung von IVF bei postmenopausalen Frauen mit einem älteren männlichen Partner

  • Selektive Reduzierung der Anzahl eingesetzter Embryos (ähnlich wie eine Abtreibung) wenn sich mehr als drei ausbilden

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