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Überblick über Menstruationsstörungen

Von

JoAnn V. Pinkerton

, MD, University of Virginia Health System

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2021| Inhalt zuletzt geändert Feb 2021
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Quellen zum Thema

Diese hormonellen Wechselwirkungen, welche die Menstruation steuern, treten in folgender Reihenfolge auf:

Auch Hormone aus anderen Drüsen, wie den Nebennieren und der Schilddrüse, können die Funktion der Eierstöcke und die Menstruation beeinflussen.

Veränderungen während des Menstruationszyklus

Veränderungen während des Menstruationszyklus

Der Menstruationszyklus wird von Hormonen gesteuert, die in enger Wechselwirkung zueinander stehen: luteinisierende Hormone, follikelstimulierende Hormone sowie die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron.

Ein Menstruationszyklus hat drei Abschnitte:

  • Follikelphase (vor dem Eisprung)

  • Ovulationsphase (Eisprung)

  • Lutealphase (nach dem Eisprung)

Der Zyklus beginnt am ersten Tag der Menstruationsblutung (Periode), d. h. am ersten Tag der Follikelphase.

Sobald die Follikelphase beginnt, sinkt der Östrogen- und Progesteronspiegel. Infolgedessen werden die oberen Schichten der verdickten Schleimhaut in der Gebärmutter (Endometrium) abgebaut und abgestoßen. Die Menstruationsblutung tritt ein. Währenddessen steigt der Spiegel des follikelstimulierenden Hormons leicht an und leitet die Entwicklung von Follikeln in den Eierstöcken ein. Jeder Follikel enthält ein Ei. Wenn der Spiegel des follikelstimulierenden Hormons zu einem spätern Zeitpunkt in dieser Phase sinkt, reift nur ein Follikel weiter. Dieser Follikel erzeugt Östrogen.

Die Ovulationsphase beginnt mit einem Anstieg des luteinisierenden Hormons und des follikelstimulierenden Hormons. Das luteinisierende Hormon regt den Eisprung (Ovulation) an, der gewöhnlich 16 bis 32 Stunden nach Beginn des Hormonanstiegs stattfindet. Der Östrogenspiegel erreicht während dieses Anstiegs seinen Höhepunkt, und der Progesteronspiegel beginnt zu sinken.

Während der Lutealphase sinken die Spiegel der luteinisierenden und follikelstimulierenden Hormone. Nach dem Eisprung schließt sich der gerissene Follikel wieder und bildet den Gelbkörper (Corpus luteum), der Progesteron ausscheidet. Während des Großteils dieser Phase ist der Östrogenspiegel hoch. Durch Progesteron und Östrogen verdickt sich die Gebärmutterschleimhaut stärker und bereitet sich auf die Follikelbefruchtung vor. Bleibt das Ei unbefruchtet, bildet sich der Gelbkörper zurück und produziert kein Progesteron mehr, der Östrogen-spiegel sinkt, die oberen Schichten der Schleimhaut werden abgebaut und abgestoßen und die Menstruationsblutung tritt ein (der Beginn eines neuen Menstruationszyklus).

Tabelle
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Im gebärfähigen Alter können besonders starke, leichte, lange, häufige und unregelmäßige Blutungen als auffällig gelten. Vor der Pubertät und nach der Menopause gelten alle Blutungen aus der Scheide als abklärungsbedürftig. Die meisten Ursachen einer auffälligen Scheidenblutung gelten als ernsthaft.

Menstruelle Störungen sind unter anderem:

Einige Störungen, die sich auf die Fortpflanzungsorgane, aber nicht speziell auf den Menstruationszyklus beziehen, verursachen einige derselben Ursachen wie Menstruationsstörungen. Zu diesen Erkrankungen zählen:

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