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Dauerhafte Verhütung

(Sterilization)

Von

Frances E. Casey

, MD, MPH, Virginia Commonwealth University Medical Center

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mai 2020| Inhalt zuletzt geändert Mai 2020
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Quellen zum Thema

Eine dauerhafte Verhütung besteht darin, dass jemand nicht mehr in der Lage ist, sich fortzupflanzen.

  • Dazu werden die Samenleiter, welche die Spermien aus den Hoden ableiten, oder die Eileiter getrennt.

  • Diese Verhütungsmethode sollte immer als endgültig angesehen werden, obwohl die Verfahren manchmal rückgängig gemacht werden können.

  • Die Vasektomie ist für Männer ein kurzer Eingriff, der in der Arztpraxis durchgeführt wird.

  • Das Verfahren bei Frauen (oft als Tubenligatur bezeichnet) ist komplizierter und kann mithilfe eines kleinen Schlauchs, der durch einen kleinen Schnitt im Bauch eingeführt wird, oder durch einen größeren Schnitt im Bauch durchgeführt werden.

In den USA entscheidet sich etwa ein Drittel aller verheirateten Paare, die verhüten, für eine dauerhafte Verhütung, insbesondere wenn die Frauen älter als 30 sind. Bei Männern heißt das Verfahren Vasektomie. Bei Frauen erfolgt der Eingriff für die dauerhafte Verhütung mithilfe eines dünnen Schlauchs, der durch einen kleinen Schnitt im Bauch eingeführt wird (Laparoskopie) oder durch einen größeren Schnitt im Bauch (Minilaparotomie – siehe unten). Die dauerhafte Verhütung bei Frauen wird oft als Tubenligatur bezeichnet und bezieht sich auf ein spezielles Sterilisationsverfahren, bei dem die Eileiter abgebunden werden.

Diese Verhütungsmethode sollte immer als endgültig betrachtet werden. Wenn jedoch Paare ihre Meinung ändern sollten, können die entsprechenden Leiter wieder verbunden oder geöffnet werden (genannt Reanastomose), um die Fruchtbarkeit wiederherzustellen. Der Erfolg hängt dabei teilweise davon ab, welches Verfahren beim Eingriff verwendet wurde. Bei Männern ist die Reanastomose schwieriger als bei Frauen. Nach einer Reanastomose des Mannes kommt es bei etwa 26 Prozent aller Paare zu einer Schwangerschaft. Bei Frauen hängt die Wahrscheinlichkeit einer Umkehrung des Eingriffs zur dauerhaften Verhütung davon ab, welches Verfahren angewendet wurde. Wenn die Reanastomose erfolglos bleibt, besteht immer noch die Möglichkeit einer Befruchtung durch In-vitro-Fertilisation.

Dauerhafte Empfängnisverhütung für Männer (Vasektomie)

Eine Vasektomie wird als Methode der dauerhaften Empfängnisverhütung für Männer eingesetzt. Dabei werden die Samenleiter, welche die Samen aus den Hoden ableiten, durchtrennt und versiegelt. Eine Vasektomie wird ambulant bei örtlicher Betäubung durchgeführt und dauert ungefähr 20 Minuten. Durch einen kleinen Schnitt auf beiden Seiten des Hodensacks wird aus beiden Samenleitern ein Stück herausgeschnitten und die jeweiligen Enden werden versiegelt.

Nach der Vasektomie sollten sicherheitshalber andere Verhütungsmethoden angewendet werden, bis die Sterilität bestätigt ist. Da die Samenbläschen noch viele Samenzellen enthalten, sind Männer meist erst 20 Ejakulationen nach der Operation unfruchtbar. Die Sterilisation gilt als bestätigt, wenn ein Labortest zeigt, dass die Samen aus zwei Ejakulationen, die gewöhnlich 3 Monate nach dem Verfahren abgegeben werden, frei von Spermien sind.

Komplikationen der Vasektomie:

  • Blutgerinnsel im Hodensack (bei 5 Prozent oder weniger)

  • Entzündungsreaktion beim Austreten von Spermien

  • Spontane Reanastomose (bei weniger als 1 Prozent)

Bei der spontanen Reanastomose verbinden oder öffnen sich die getrennten Samenleiter von allein und stellen die Fruchtbarkeit wieder her. Wenn die Reanastomose eintritt, dann ist das nur kurz nach dem Verfahren möglich.

Die sexuelle Aktivität kann mit Verhütung, bis die Sterilität bestätigt ist, und danach beliebig wiederaufgenommen werden, aber während der ersten Tage sollte die Ejakulation vermieden werden, da sie Schmerzen verursachen kann. Etwa 1,1 Prozent aller Frauen werden in den ersten 5 Jahren nach der Vasektomie bei ihrem Partner schwanger.

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  • Nach der Vasektomie sollte die Verhütung noch eine Weile fortgesetzt werden, bis Tests bestätigen, dass der Samen frei von Spermien ist.

Dauerhafte Verhütung für Frauen

Zu den Methoden, die für eine dauerhafte Empfängnisverhütung bei Frauen verwendet werden, zählen Laparoskopie, Hysteroskopie und Minilaparotomie. Diese Verfahren werden angewendet, um die Eileiter zu durchtrennen, die das Ei von den Eierstöcken zur Gebärmutter leiten. Die Eileiter können auch vollständig entfernt werden.

Wenn die Eileiter vollständig entfernt werden, ist keine Schwangerschaft mehr möglich. Nach Eingriffen zur dauerhaften Verhütung, bei denen die Eileiter nicht entfernt werden, werden etwa 2 Prozent der Frauen in den ersten 10 Jahren schwanger. Etwa ein Drittel dieser Schwangerschaften ist nicht in der Gebärmutter angesiedelt (ektop), sondern in den Eileitern.

Eine dauerhafte Verhütung kann im Voraus geplant und als Wahlchirurgie oder während eines Kaiserschnitts oder 1 bis 2 Tage nach einer vaginalen Entbindung durchgeführt werden.

Die operative Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) führt ebenfalls zu Unfruchtbarkeit. Dieses Verfahren wird in der Regel zur Behandlung einer Erkrankung statt als Verhütungsmethode durchgeführt.

Dauerhafte Verhütung durch Laparoskopie

Häufig wird eine dauerhafte Verhütung laparoskopisch (Tubenligatur) durchgeführt. Der Eingriff wird in einem Operationssaal vorgenommen. Nach Verabreichung einer Vollnarkose machen die Ärzte kleine Einschnitte direkt unterhalb des Bauchnabels. Sie führen dann einen dünnen Beobachtungsschlauch (Laparoskop) durch einen Einschnitt ein und verwenden dieses Laparoskop, um die Eileiter zu entfernen, zu durchtrennen und/oder abzubinden, indem eine der folgenden Maßnahmen durchgeführt wird:

  • Elektrokauterisation (ein Gerät, das zur Durchtrennung von Gewebe elektrischen Strom erzeugt) zur vollständigen Entfernung der Eileiter oder zum Abtrennen von etwa 2,5 Zentimeter jedes Eileiters

  • Anbringen von Vorrichtungen wie Kunststoffbändern oder Metallklammern zum Verschließen oder Abbinden der Eileiter

Nach diesem Verfahren werden die Frauen gewöhnlich noch am selben Tag nach Hause entlassen. Nach einer Laparoskopie kommt es bei bis zu 6 Prozent der Frauen zu leichten Komplikationen (Hautinfektion oder Schmerzen am Schnitt, Verstopfung). Weniger als 1 Prozent haben ernste Komplikationen wie Blutungen oder eine Verletzung der Blase oder des Darmes.

Disrupting the Tubes: Permanent Contraception in Women

Beide Eileiter, die das Ei aus den Eierstöcken zur Gebärmutter transportieren, werden durchtrennt, versiegelt oder blockiert, damit die Spermien nicht zum Ei gelangen und es befruchten können.

Disrupting the Tubes: Permanent Contraception in Women

Dauerhafte Verhütung durch Hysteroskopie

Seit dem 31. Dezember 2018 ist das für dieses Verfahren erforderliche Spezialgerät in den Vereinigten Staaten nicht mehr verfügbar.

Bei diesem Verfahren sind keine Schnitte erforderlich. Es wird eine lokale Betäubung mit oder ohne Beruhigungsmittel (Sedativa) durchgeführt, um die Frau schläfrig zu machen.

Die Ärzte führen einen flexiblen Beobachtungsschlauch (Hysteroskop) durch die Scheide und die Gebärmutter in die Eileiter ein. Danach werden Spiralen (Mikroeinsätze) in die Eileiter eingeführt, um diese zu verschließen. Die Spirale reizt das Gewebe in den Eileitern und führt dazu, dass sich Narben bilden. Das Narbengewebe blockiert die Eileiter. Es dauert bis zu 3 Monate, bis das Narbengewebe sich bildet, daher müssen Frauen eine andere Verhütungsmethode verwenden, bis der Arzt bestätigt, dass die Eileiter verschlossen sind. Frauen können nach dem Verfahren gewöhnlich noch am selben Tag nach Hause gehen.

Etwa 3 Monate später bestätigen die Ärzte, dass die Eileiter geschlossen sind, indem sie eine Röntgenaufnahme erstellen, nachdem ein Röntgenkontrastmittel durch die Scheide in die Gebärmutter und die Eileiter injiziert wurde (Hysterosalpingografie). Wenn das Kontrastmittel am Ende der Eileiter nicht austritt, können die Ärzte bestätigen, dass die Leiter verschlossen sind.

Diese Art der Sterilisierung kann gewöhnlich nicht rückgängig gemacht werden.

Minilaparotomie

Eine Minilaparotomie wird manchmal anstelle einer dauerhaften Verhütung durch Laparoskopie verwendet, und zwar in der Regel, wenn Frauen kurz nach einer Geburt eine dauerhafte Verhütung wünschen.

Oft wird eine lokale, regionale oder allgemeine Betäubung durchgeführt. Frauen müssen nicht länger im Krankenhaus bleiben als nach einer Geburt. Ärzte machen einen kleinen Schnitt (ca. 2,5 bis 7,5 cm) in den Bauch. Danach entfernen sie gewöhnlich einen Abschnitt jedes Eileiters. Im Vergleich zur Laparoskopie verursacht die Minilaparotomie stärkere Schmerzen und die Regeneration dauert länger.

Mögliche Probleme

Verfahren, die bei Frauen eine dauerhafte Verhütung bieten, verursachen nur wenige Probleme. Zu diesen Problemen gehört jedoch Folgendes

  • Tod: 1 bis 2 von 100.000 Frauen

  • Blutungen (Hämorrhagie) oder Verletzung des Darms: Etwa 0,5 Prozent aller Frauen

  • Erfolgloser Versuch, die Eileiter zu verschließen, Schmerzen und andere Komplikationen: Maximal rund 5 Prozent aller Frauen

  • Eine ektope Schwangerschaft (außerhalb der Gebärmutter): Etwa 30 Prozent der Schwangerschaften, die nach einer Tubenligatur auftreten

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