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Nierenerkrankung in der Schwangerschaft

Von

Lara A. Friel

, MD, PhD, University of Texas Health Medical School at Houston, McGovern Medical School

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2019| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2019
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Häufig verschlimmert sich eine Nierenerkrankung durch eine Schwangerschaft nicht. In der Regel verschlimmern sich Nierenerkrankungen nur bei Schwangeren mit ungenügend kontrolliertem Bluthochdruck. Leidet eine schwangere Frau unter einer Nierenerkrankung, besteht ein erhöhtes Risiko eines hohen Blutdrucks, einschließlich einer Präeklampsie (eine Form von Bluthochdruck, die während der Schwangerschaft auftritt).

Wenn bereits vor der Schwangerschaft eine chronische Nierenerkrankung vorlag, erhöht sich das Risiko, dass der Fötus nicht wie erwartet wächst (zu klein für das Gestationsalter) oder tot geboren wird. Eine schwere Nierenerkrankung verhindert in der Regel, dass das Kind ausgetragen werden kann.

Bei Schwangeren mit Nierenproblemen werden Nierenfunktion, Blutdruck sowie Wachstum des Ungeborenen eng überwacht. Handelt es sich um eine schwere Nierenerkrankung, muss die Frau unter Umständen nach der 28. Schwangerschaftswoche in ein Krankenhaus eingeliefert werden, um sicherzustellen, dass sie sich schont. Auch kann der Blutdruck so geregelt und der Gesundheitszustand des Kindes überwacht werden.

Frauen, die sich einer Nierentransplantation unterzogen haben, können in der Regel gefahrlos ein gesundes Kind entbinden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Das Transplantat wurde vor mindestens zwei Jahren eingesetzt

  • Normale Nierenfunktion

  • Keine Abstoßungsreaktionen

  • Normaler Blutdruck

Bei schwangeren Frauen mit einer Nierenerkrankung, die eine regelmäßige Hämodialyse erfordert, besteht ein erhöhtes Risiko von Schwangerschaftskomplikationen, einschließlich Fehlgeburt, Totgeburt, Frühgeburt und Präeklampsie. Dank der Fortschritte in der Dialysebehandlung verlaufen 90 Prozent der Geburten der betroffenen Frauen erfolgreich.

Gewöhnlich ist eine Entbindung vor dem Geburtstermin erforderlich, da es bei den Frauen zu einer Präeklampsie kommt oder der Fötus nicht wie erwartet wächst. Unter Umständen wird eine Probe der Flüssigkeit, die den Fötus umgibt (Fruchtwasser), entnommen und analysiert. Mithilfe dieser Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) kann festgestellt werden, ob die Lunge bereits so weit ausgereift ist, dass das Kind atmen kann, und wann das Kind ohne Gefahr entbunden werden kann.

Häufig wird ein Kaiserschnitt durchgeführt, jedoch ist in manchen Fällen eine vaginale Entbindung möglich.

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