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Retinopathie durch hohen Blutdruck

Von

Sonia Mehta

, MD, Vitreoretinal Diseases and Surgery Service, Wills Eye Hospital, Sidney Kimmel Medical College at Thomas Jefferson University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mai 2019| Inhalt zuletzt geändert Mai 2019
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Quellen zum Thema

Eine durch Bluthochdruck verursachte Retinopathie ist eine Schädigung der Netzhaut (der durchsichtigen, lichtempfindlichen Struktur im hinteren Teil des Auges), die durch hohen Blutdruck verursacht wird.

Wenn der Blutdruck erhöht ist (eine sogenannte Hypertonie), kann die Netzhaut geschädigt werden. Bluthochdruck schädigt die kleinen Blutgefäße in der Netzhaut und verursacht eine Verdickung ihrer Wände. Dies verringert die Blutmenge, die durchfließen kann. Im Ergebnis wird die Blutzufuhr zur Netzhaut reduziert. Bereiche auf der Netzhaut können Schaden nehmen, da die Blutzufuhr unzureichend ist.

Wenn eine auf Bluthochdruck beruhende Retinopathie fortschreitet, kann Blut in die Netzhaut einsickern. Diese Veränderungen können zu einem allmählichen Verlust des Sehvermögens führen, besonders dann, wenn die Makula im Zentrum der Netzhaut betroffen ist. Selbst ein geringer Bluthochdruck kann die Blutgefäße in der Netzhaut schädigen, wenn er jahrelang unbehandelt bleibt.

Wenn der Blutdruck gefährlich hoch wird (ein sog. hypertensiver Notfall), können sich die Netzhautvenen erweitern und verdrehen und die Sehnervenpapille (wo der Sehnerv auf die Netzhaut trifft) kann anschwellen (ein sog. Papillenödem).

Diagnose

  • Untersuchung des Auges durch den Arzt

Mit Hilfe eines Ophthalmoskops kann der Arzt das typische Erscheinungsbild der Retina bei Patienten mit hohem Blutdruck erkennen. Der Umfang des an der Netzhaut entstandenen Schadens entspricht häufig dem Schadensausmaß an den Blutgefäßen in anderen Organen, die vom Bluthochdruck betroffen sind, wie etwa dem Gehirn, dem Herz und der Nieren. Bei extrem hohem Blutdruck stellen Ärzte möglicherweise eine Schwellung der Sehnervenpapille fest (ein sogenanntes Papillenödem), die sofort behandelt werden muss (siehe Tabelle Einteilung des Blutdrucks bei Erwachsenen).

Wussten Sie ...

  • Das Auge ist das einzige Organ des Körpers, bei dem der Arzt routinemäßig Arterien und tiefliegende Venen mit einem Ophthalmoskop direkt beobachten kann. Das Erscheinungsbild dieser Blutgefäße lässt den Arzt wissen, wie Bluthochdruck und Atherosklerose die anderen Blutgefäße des Körpers betroffen haben.

Behandlung

  • Maßnahmen zur Behandlung von Bluthochdruck

Die Behandlung der hypertensiven Retinopathie zielt auf die langfristige Senkung des Blutdrucks ab. In seltenen Fällen, wenn der Bluthochdruck lebensbedrohlich ist, kann eine sofortige Behandlung nötig werden, damit die Sehkraft erhalten bleibt und andere Komplikationen wie Schlaganfall, Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz und Herzinfarkt vermieden werden.

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