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Peyronie-Krankheit

(Peyronie-Krankheit)

Von

Patrick J. Shenot

, MD, Sidney Kimmel Medical College at Thomas Jefferson University

Inhalt zuletzt geändert Nov 2017
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Bei der Peyronie-Krankheit handelt es sich um eine Fibrose der Cavernosumwände, die zur Kontraktur der umgebenden Faszie der Corpora cavernosa führt und in einer gekrümmten und manchmal schmerzhaften Erektion resultiert.

Die Peyronie-Krankheit tritt bei Erwachsenen auf. Die Ursache ist unbekannt, aber scheint ähnlich der der Dupuytren-Kontraktur zu sein und kann mit vergangenen Trauma zusammenhängen, möglicherweise während des Geschlechtsverkehrs (1). Die Kontraktur resultiert gewöhnlich in einer Deviation des erigierten Penis in Richtung der betroffenen Seite, verursacht gelegentlich schmerzhafte Erektionen und kann zur Behinderung der Penetration führen. Die Fibrose kann sich bis ins Corpus cavernosum ausdehnen und somit die Tumeszenz unterhalb davon beeinträchtigen.

Die Diagnose wird klinisch gestellt. Ultraschall oder einer anderen Untersuchung des erigierten Penis kann verwendet werden, um die Fibrose zu dokumentieren.

Es kann nach vielen Monaten zur Spontanheilung kommen. Eine wenig ausgeprägte Peyronie-Krankheit, die keine sexuelle Dysfunktion verursacht, bedarf keiner Behandlung.

Therapie

  • Orales Vitamin E und Kaliumparaaminobenzoat

  • Chirurgische Ersatz der Fibrose mit Patch-Transplantat

  • Lokalinjektionen mit Verapamil, hochpotenten Kortikosteroiden oder Kollagenase clostridium histolyticum

  • Ultraschall oder Strahlentherapie oder eine Prothese

Die Behandlungsergebnisse sind nicht vorhersagbar. Orales Vitamin E und Kaliumparaaminobenzoat haben unterschiedliche Erfolge erzielt. Die chirurgische Entfernung der Fibrose und Ersatz mit einer Patch-Plastik (Anm. d. Red.: Vene oder autologe Tunica albuginea) können erfolgreich sein, aber auch zu einer weiteren Vernarbung und Verschlechterung des Defekts führen. Eine Serie von Lokalinjektionen mit Verapamil oder einem hochpotenten Kortikosteroid in die Plaques kann wirkungsvoll sein, wohingegen orale Kortikosteroide ohne Wirkung sind. Bei einer Peniskrümmung von > 30 ° begleitet von einer tastbaren Plaque, können eine oder mehrere Injektionen von Kollagenase Clostridium histolyticum in die Plaque, gefolgt von manuellem penilen Remodeling verwendet werden.

Ultraschallbehandlungen können die Durchblutung fördern, was gegebenenfalls weitere Narbenbildung verhindert. Eine Strahlentherapie kann die Schmerzen verringern, jedoch verschlechtert die Strahlung oft Gewebeschäden. Zur Unterstützung der Penetration kann eine penile Prothese implantiert werden, was aber eine Patchimplantation zur Begradigung des Penis erfordert.

Allgemeiner Hinweis

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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