Training im Überblick

Vollständige Überprüfung: Apr. 2026 VonZacharia Isaac, MD, Brigham and Women's Hospital | Peer-Review durchMatthew Kampert, DO, MS, Cleveland Clinic
Letzte Aktualisierung: Apr. 2026
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Körperliche Betätigung wird zunehmend als wirkungsvolle Intervention anerkannt – nicht nur zur Leistungssteigerung, sondern auch als grundlegendes Instrument zur Krankheitsprävention und Rehabilitation. Im Gegensatz zu Medikamenten, die auf spezifische physiologische Mechanismen abzielen, wirkt sich körperliche Betätigung auf fast jedes Organsystem positiv aus und ist damit ein Eckpfeiler der modernen Gesundheitsversorgung. Individualisierte Trainingsprogramme können die gesundheitlichen Ergebnisse in verschiedenen Bevölkerungsgruppen optimieren, von Menschen mit chronischen Erkrankungen bis hin zu Patienten in der Rehabilitation.

Körperliche Betätigung wird zunehmend als wirkungsvolles therapeutisches Mittel anerkannt – ein Instrument, das nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit verbessert, sondern auch als wirksame Intervention bei einer Reihe chronischer Erkrankungen dient. Eine optimale Bewegungsempfehlung geht über einheitliche Standardprogramme hinaus, indem sie Individualisierung, progressive Überlastung und Sicherheit betont. Egal, ob es um Muskelaufbau, Herz-Kreislauf-Training oder die Prävention von Stürzen bei älteren Erwachsenen geht, die Grundprinzipien der Trainingswissenschaft bleiben gleich: Ein adäquater Reiz, gefolgt von einer ausreichenden Erholungsphase, ermöglicht es dem Gewebe, sich anzupassen, wodurch die Funktion verbessert und das Verletzungsrisiko gesenkt wird.

Strategien zur Bewegungsempfehlung entwickeln sich ständig weiter und integrieren Technologie sowie objektives Monitoring. Es gibt auch spezifische Trainingsprogramme, die für verschiedene Patientengruppen eingesetzt werden können, darunter Personen mit chronischen Schmerzen, kardiovaskulären Erkrankungen, Diabetes und Schwierigkeiten bei der Gewichtskontrolle. Von anderen Programmen können sturzgefährdete ältere Erwachsene, jene mit Osteoporose, Patienten in der Erholungsphase nach einer Gehirnerschütterung, Patienten mit Lungenerkrankungen und neurodegenerativen Erkrankungen sowie Schwangere profitieren.

Physiologische Anpassungen an körperliche Betätigung

Körperliche Betätigung bewirkt tiefgreifende Veränderungen auf zellulärer, Gewebe- und systemischer Ebene und fördert so langfristige Verbesserungen von Kraft, Ausdauer, Metabolismus und Widerstandsfähigkeit. Diese Anpassungen hängen vom Zusammenspiel zwischen dem mechanischen Reiz der körperlichen Aktivität und der körpereigenen Fähigkeit zur Erholung und zum Umbau ab. Körperliche Betätigung induziert eine Vielzahl von Veränderungen auf zellulärer, Gewebe- und systemischer Ebene. Die Anpassung resultiert aus dem Zusammenspiel zwischen dem mechanischen Reiz der körperlichen Aktivität und der körpereigenen Fähigkeit zur Reparatur und zum Umbau.

Adaptationen auf Gewebeebene

Körperliche Betätigung induziert Adaptationen auf Gewebeebene in mehreren Organsystemen, einschließlich:

  • Skelettmuskulatur: Regelmäßiges Krafttraining (z. B. mindestens zweimal wöchentlich) führt zu Muskelhypertrophie (1), erhöhter myofibrillärer Dichte und verbesserter neuromuskulärer Koordination. Derartige Anpassungen verbessern die Muskelkraft und unterstützen die metabolische Funktion, wodurch das Risiko für Sarkopenie im Alter reduziert wird (2).

  • Kardiovaskuläres System: Aerobes Training steigert das Herzzeitvolumen, verbessert das Schlagvolumen und erhöht die Kapillarisierung in der Skelettmuskulatur, wodurch die Sauerstoffversorgung und -verwertung optimiert werden (3).

  • Metabolische Veränderungen: Körperliche Betätigung verbessert die Insulinsensitivität, steigert den Lipidmetabolismus und fördert die mitochondriale Biogenese – all dies ist entscheidend für die langfristige Gesundheit und die Prävention chronischer Krankheiten (4).

  • Neuromuskuläre und propriozeptive Verbesserungen: Regelmäßige körperliche Aktivität stärkt die neuronalen Bahnen, die Gleichgewicht und Koordination steuern, und reduziert dadurch das Sturz- und Verletzungsrisiko, insbesondere bei älteren Erwachsenen (5).

Erholung und Adaptation

Die positiven Effekte körperlicher Betätigung treten nicht nur während der Aktivität auf, sondern auch in der Erholungsphase, in der Gewebeumbau und die Wiederauffüllung metabolischer Substrate (z. B. Kohlenhydrate und Proteine) stattfinden (6). Angemessene Erholungsstrategien – einschließlich Schlaf, Ernährung, Flüssigkeitszufuhr und Ruhe – sind unerlässlich, um die Adaptation zu optimieren und das Risiko von Übertraining oder Verletzungen zu minimieren.

Grundprinzipien

Zu den grundlegenden Prinzipien, die die Belastungsanpassung unterstützen, gehören:

  • Überlastung: Der Trainingsreiz muss das normale Niveau überschreiten, um eine Anpassung hervorzurufen.

  • Progression: Allmähliche Steigerungen von Intensität, Dauer und Häufigkeit sind mit zunehmender Adaptation notwendig.

  • Spezifität: Adaptationen sind spezifisch für die durchgeführte Trainingsart.

  • Individualisierung: Trainingsprogramme sollten auf das Fitnessniveau, die Ziele und die Risikofaktoren einer Person zugeschnitten sein.

Allgemeine Prinzipien der Bewegungsempfehlung

Die Gestaltung eines effektiven Trainingsprogramms erfordert einen strukturierten Ansatz, der Intensität, Volumen, Frequenz und Progression ausbalanciert. Die Programme sollten herausfordernd, aber sicher sein, auf den Gesundheitszustand des Einzelnen zugeschnitten und an wechselnde Bedürfnisse anpassbar sein.

Bewegungsempfehlungen können analog zu Medikamentenverordnungen betrachtet werden und sollten die Art der körperlichen Betätigung (z. B. Gehen, Schwimmen), die Intensität (z. B. moderat), die Dauer (z. B. 30 Minuten) und die Häufigkeit (z. B. drei oder mehr Tage pro Woche) umfassen. Das Ziel ist es, ein Programm zu erstellen, das herausfordernd, aber dennoch sicher und nachhaltig ist.

Individualisierung

Kein Patient gleicht dem anderen. Alter, Ausgangsfitness, Komorbiditäten, psychologische Bereitschaft und persönliche Ziele fließen alle in die Verordnung ein. Feste Empfehlungen (z. B. „30 Minuten moderate Aktivität an 5 Tagen pro Woche“) sind nicht für alle Patienten geeignet, und die Pläne sollten auf der Grundlage spezifischer Ziele individualisiert sowie durch Fortschritte in der Wearable-Technologie unterstützt werden, die eine Echtzeitüberwachung von Parametern wie Herzfrequenz und Aktivitätsniveau ermöglichen.

Dosis-Wirkungs-Beziehung und progressive Belastungssteigerung

Die Beziehung zwischen Trainingsdosis und Adaptation ist nicht linear. Anfängliche Verbesserungen können dramatisch sein, aber weitere Steigerungen von Volumen oder Intensität führen letztendlich zu einem abnehmenden Nutzen und können das Verletzungsrisiko erhöhen. Das Prinzip der progressiven Belastungssteigerung erfordert eine sorgfältige Kalibrierung, um den Körper kontinuierlich zu fordern und gleichzeitig ausreichend Erholung zu ermöglichen.

Überwachung und Sicherheit

Eine objektive Überwachung durch regelmäßige Leistungsbeurteilungen oder Wearables ist entscheidend für die Aufrechterhaltung eines sicheren und effektiven Trainingsprogramms. Regelmäßige Beurteilungen helfen dabei, frühe Anzeichen von Übertraining (z. B. persistierende Fatigue, Gelenkschmerzen) zu erkennen, und ermöglichen rechtzeitige Anpassungen der Trainingsprogramme. Wearables (z. B. Smartwatches, Fitness-Tracker) können auch zur Leistungsmessung (z. B. Herzfrequenz, Aktivitätsdauer) eingesetzt werden.

Erholung

Erholung ist ein integraler Bestandteil des Trainingsprozesses. Sie umfasst Ruhephasen, Ernährungsoptimierung, Schlafqualität und regelmäßige „Deload“-Wochen (d. h. reduzierte Trainingsintensität oder verringertes Trainingsvolumen), um chronischem Übertraining vorzubeugen.

Medizinische Untersuchung vor körperlicher Belastung und Sicherheitsaspekte

Vor Beginn eines Trainingsprogramms sollte eine umfassende Evaluation eine gründliche Beurteilung des kardiovaskulären Risikos, der muskuloskelettalen Gesundheit, metabolischer Erkrankungen und der neurologischen Funktion umfassen, um die Ausgangsfitness zu beurteilen und Kontraindikationen zu identifizieren. Diese Evaluation gewährleistet die Sicherheit und steuert Modifikationen auf der Grundlage individueller Bedürfnisse.

Umfassende Beurteilung

Eine gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung sollte sich konzentrieren auf (7):

  • Kardiovaskuläres Risiko: Screening auf koronare Herzkrankheit, Hypertonie, Arrhythmien und zurückliegende Myokardinfarkte.

  • Muskuloskelettale Einschränkungen: Beurteilung der Gelenkfunktion, früherer Verletzungen und Schmerzen, die das Training behindern könnten.

  • Metabolische und endokrine Störungen: Beurteilung von Erkrankungen wie Diabetes, Nierenerkrankungen oder Schilddrüsendysfunktion.

  • Neurologische oder kognitive Beeinträchtigungen: Identifizierung von Sturzrisiken oder Schwierigkeiten bei der Befolgung von Trainingsanweisungen.

Bei Patienten mit mehreren Risikofaktoren (z. B. kardiovaskuläre Erkrankungen) oder bei geplanter intensiver körperlicher Belastung kann ein Belastungstest indiziert sein; bei vielen Patienten, die ein Trainingsprogramm niedriger bis moderater Intensität beginnen, sind jedoch Anamnese und körperliche Untersuchung ausreichend (7).

Patienten sollten angewiesen werden, das Training abzubrechen, wenn während der körperlichen Belastung Warnzeichen (z. B. Brustschmerzen, Schwindel oder Atemnot) auftreten, und ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Integration von Echtzeit-Monitoring-Tools kann helfen, frühe Anzeichen von unerwünschten Ereignissen während des Trainings zu erkennen.

Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen

Absolute Kontraindikationen sind:

  • Akuter Myokardinfarkt oder instabile Angina pectoris

  • Dekompensierte Herzinsuffizienz oder schwere Arrhythmien

  • Aktive Endokarditis oder Myokarditis

  • Akute Lungenembolie oder tiefe Venenthrombose

  • Erkrankungen, die sichere körperliche Betätigung ausschließen (schwere muskuloskelettale oder neurologische Beeinträchtigungen)

Zu den relativen Kontraindikationen könnten gehören:

  • Kontrollierte, aber signifikante koronare Herzkrankheit

  • Mittelgradige Herzklappenerkrankung

  • Bestimmte behandelte Arrhythmien

  • Erhöhter, jedoch kontrollierter Blutdruck

Patienten mit relativen Kontraindikationen können häufig unter engmaschiger Aufsicht an modifizierten Programmen teilnehmen.

Komponenten eines umfassenden Trainingsprogramms

Ein ausgewogenes Trainingsprogramm umfasst typischerweise aerobes Training, Krafttraining, Beweglichkeits- und Dehnungsübungen sowie Gleichgewichts- oder propriozeptives Training.

Aerobes Training

Aerobes Training bildet den Grundstein der kardiovaskulären Konditionierung. Es besteht aus rhythmischen und kontinuierlichen Bewegungen großer Muskelgruppen, um die Herzfrequenz zu erhöhen und eine erhöhte metabolische Rate aufrechtzuerhalten. Es verbessert das Herzzeitvolumen, das Schlagvolumen und die Kapillardichte, was zu einer besseren Sauerstoffversorgung, einer gesteigerten Trainingsleistung und einem reduzierten kardiovaskulären Risiko führt.

  • Dauer und Frequenz: Empfohlen werden mindestens 150 Minuten Training moderater Intensität oder 75 Minuten hoher Intensität pro Woche, mit Trainingseinheiten von mindestens 10 bis 15 Minuten Dauer (8).

  • Intensität: Viele beginnen bei 50 bis 60 % der altersabhängigen maximalen Herzfrequenz (HFmax) und steigern die Intensität schrittweise entsprechend ihrer Verträglichkeit. Wearables ermöglichen eine präzise Überwachung.

  • Vielfalt: Kontinuierliche Aktivitäten mit gleichmäßiger Belastung wie Gehen oder Radfahren bleiben wirksam, während hochintensives Intervalltraining (HIIT) für Personen mit ausreichender Fitness eine zeiteffiziente Alternative darstellt. Ein Beispiel für HIIT ist die Durchführung von zehn 60-sekündigen Radfahrintervallen bei etwa 90% der maximalen Herzfrequenz mit dazwischenliegenden Erholungsphasen.

Krafttraining (Widerstandstraining)

Krafttraining umfasst Bewegungen gegen einen Widerstand, um die Kraft und Ausdauer der trainierten Muskulatur zu verbessern. Es ist entscheidend für den Aufbau von Muskelkraft, Ausdauer und Hypertrophie, die für die Alltagsfunktionen und die metabolische Gesundheit von entscheidender Bedeutung sind. Es erhöht nicht nur die Muskelkraft, sondern verbessert auch die Knochendichte, Gelenkstabilität und sogar die kardiovaskuläre Funktion, wenn es als Zirkeltraining aufgebaut ist.

  • Intensität: Traditionell stimuliert ein Training bei 70 bis 85 % des Ein-Wiederholungs-Maximums (1RM) Kraftzuwächse (9). Neuere Evidenz legt nahe, dass auch niedrigere Lasten, die bis zur Ermüdung geführt werden, wirksam sein können.

  • Volumen und Frequenz: In der Regel mehrere Sätze (1–5 pro Übung) mit 6 bis 12 Wiederholungen pro Satz, angepasst an das jeweilige Trainingsziel.

  • Progression: Eine progressive Überlastung – durch mehr Gewicht, mehr Wiederholungen oder eine höhere Komplexität – ist für die kontinuierliche Adaptation unerlässlich. Zum Beispiel: Wenn ein Patient ein Gewicht von 22,5 kg verwendet. Bei der Durchführung von 3 Sätzen mit 6 bis 12 Wiederholungen einer bestimmten Übung sollte das Gewicht beim nächsten Training um 10 % erhöht werden, sobald man in der Lage ist, in allen 3 Sätzen 12 Wiederholungen zu absolvieren. Solange der Patient noch 6 Wiederholungen in allen 3 Sätzen schafft, wurde das Gewicht angemessen erhöht.

  • Technik und Sicherheit: Die Betonung der richtigen Ausführung, kontrollierter Bewegungen und einer ausreichenden Erholung (z. B. mindestens 48 Stunden Pause für die trainierte Muskelgruppe) ist entscheidend, um Verletzungen vorzubeugen.

Beweglichkeit und Dehnung

Beweglichkeitstraining erhält oder verbessert den Bewegungsumfang der Gelenke und Muskeln.

  • Dynamisches Aufwärmen: Vor intensiver körperlicher Betätigung werden dynamische Bewegungen (z. B. Beinschwünge, Armkreisen) empfohlen, um den Körper vorzubereiten.

  • Statisches Dehnen: Nach dem Training durchgeführt, kann statisches Dehnen (z. B. Halten von Dehnübungen für 10 bis 30 Sekunden) die Beweglichkeit verbessern und die Erholung unterstützen.

  • Individualisierung: Passen Sie Dehnroutinen an, um gezielt auf spezifische Verspannungen oder frühere Verletzungen einzugehen.

Gleichgewichts- und propriozeptives Training

Gleichgewichtstraining ist besonders wichtig für ältere Erwachsene und Personen mit eingeschränkter Propriozeption. Ein verbessertes Gleichgewicht verringert das Sturzrisiko und erhöht die funktionelle Mobilität, was besonders bei älteren Bevölkerungsgruppen von Vorteil ist (5).

  • Übungen: Aktivitäten wie der Einbeinstand, Tai-Chi und die Verwendung von Balance Boards verbessern die Stabilität.

  • Integration: Viele Kraftübungen, die auf Rumpfstabilität abzielen, verbessern ebenfalls das Gleichgewicht.

  • Progression: Verringern Sie nach und nach die Standfläche oder führen Sie instabile Untergründe ein, sobald sich das Gleichgewicht verbessert.

Hydratation, Erholung und technologische Integration

Die Aufrechterhaltung des Flüssigkeitshaushalts ist entscheidend für Leistung und Sicherheit. Jedoch können sowohl Dehydratation als auch Überwässerung (Hyponatriämie) schwerwiegende Folgen haben.

Hydratation

Eine angemessene Hydratation ist essenziell für die Optimierung der sportlichen Leistung, die Vorbeugung von Ermüdung und die Aufrechterhaltung des Elektrolythaushalts. Der Flüssigkeitsbedarf variiert in Abhängigkeit von Faktoren wie Trainingsintensität, -dauer, Umgebungsbedingungen und individuellen Schweißraten.

  • Vor dem Training: Beginnen Sie das Training gut hydriert, indem Sie 500 bis 600 ml Wasser 2 bis 3 Stunden vor der Aktivität und weitere 200 bis 300 ml 20 bis 30 Minuten vor Beginn zu sich nehmen (10).

  • Während des Trainings: Nehmen Sie alle 10 bis 20 Minuten 200 bis 300 ml Flüssigkeit zu sich und passen Sie die Flüssigkeitszufuhr an den Schweißverlust, die Temperatur und die Trainingsintensität an.

  • Nach dem Training: Rehydrieren Sie durch Aufnahme von 1,5 l Flüssigkeit pro kg während des Trainings verlorenen Körpergewichts, um den Flüssigkeitshaushalt wiederherzustellen. Elektrolythaltige Getränke können nach längerer oder intensiver körperlicher Betätigung vorteilhaft sein. Für eine optimale Flüssigkeitsaufnahme sollten Sportgetränke nicht mehr als 8% Kohlenhydrate enthalten (11).

Während Dehydratation ein Problem darstellt, kann eine Hyperhydratation (übermäßige Wasseraufnahme ohne adäquaten Natriumersatz) zu einer belastungsassoziierten Hyponatriämie (EAH) führen, einem potenziell lebensbedrohlichen Zustand, der durch eine erniedrigte Natriumkonzentration im Blut (< 135 mEq/l) gekennzeichnet ist (12).

Zu den Ursachen der Hyponatriämie gehören:

  • Übermäßiger Konsum von reinem Wasser ohne Elektrolytersatz, insbesondere während längerer Ausdauerveranstaltungen.

  • Längeres Schwitzen ohne ausreichende Natriumzufuhr.

  • Hormonelle Einflüsse, wie die inadäquate Sekretion des antidiuretischen Hormons (ADH) bei längerer körperlicher Belastung.

Zu den Symptomen der Hyponatriämie gehören:

  • Frühsymptome: Übelkeit, Kopfschmerz, Verwirrtheit, Schwindel, Blähungen und Muskelkrämpfe.

  • Schwere Fälle: Krampfanfälle, Atemnot, veränderter mentaler Status oder sogar Koma durch zerebrales Ödem.

Zu den Präventionsstrategien der Hyponatriämie gehören:

  • Folgen Sie dem Durstgefühl, anstatt eine übermäßige Hydratation zu erzwingen.

  • Verwenden Sie elektrolythaltige Sportgetränke (oder Elektrolyttabletten) bei längerer Belastung, insbesondere unter heißen und feuchten Bedingungen.

  • Vermeiden Sie es, mehr als 1 l Wasser pro Stunde zu konsumieren, es sei denn, dies wird durch individuelle Messungen des Schweißverlusts vorgegeben.

  • Überwachen Sie Körpergewichtsveränderungen während der körperlichen Betätigung – signifikante Gewichtszunahme deutet auf eine übermäßige Flüssigkeitszufuhr hin.

Hyponatriämie und Überwässerung

Während Dehydratation beim Training ein Problem darstellt, kann eine Hyperhydratation (übermäßige Wasseraufnahme ohne ausreichenden Natriumersatz) zu einer belastungsassoziierten Hyponatriämie (EAH) führen, einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung, die durch niedrige Natriumspiegel im Blut gekennzeichnet ist (13).

Zu den Ursachen der Hyponatriämie gehören:

  • Übermäßiger Konsum von reinem Wasser ohne Elektrolytersatz, insbesondere während längerer Ausdauerveranstaltungen.

  • Längeres Schwitzen ohne ausreichende Natriumzufuhr.

  • Hormonelle Einflüsse, wie die inadäquate Sekretion des antidiuretischen Hormons (ADH) bei längerer körperlicher Belastung.

Zu den Symptomen der Hyponatriämie gehören:

  • Frühsymptome: Übelkeit, Kopfschmerz, Verwirrtheit, Schwindel, Blähungen und Muskelkrämpfe.

  • Schwere Fälle: Krampfanfälle, Atemnot, veränderter mentaler Status oder sogar Koma durch zerebrales Ödem.

Zu den Präventionsstrategien der Hyponatriämie gehören:

  • Dem Durstgefühl folgen, anstatt eine übermäßige Flüssigkeitsaufnahme zu erzwingen.

  • Verwendung von elektrolythaltigen Sportgetränken (oder Elektrolyttabletten) bei längerer Belastung, insbesondere unter heißen und feuchten Bedingungen.

  • Vermeidung des Konsums von mehr als 1 l Wasser pro Stunde, es sei denn, dies wird durch individuelle Messungen des Schweißverlusts vorgegeben.

  • Überwachung von Körpergewichtsveränderungen während der körperlichen Betätigung – signifikante Gewichtszunahme deutet auf eine übermäßige Flüssigkeitszufuhr hin.

Regeneration

Regeneration ist essenziell für Gewebereparatur, metabolische Wiederherstellung und neuromuskuläre Adaptation. Ein strukturierter Regenerationsplan sollte Ernährung, Schlaf und aktive Erholungstechniken berücksichtigen. Die Periodisierung der Regeneration beim Training bezieht sich auf die systematische Planung von Trainingsvariablen (Intensität, Volumen, Häufigkeit) in aufeinanderfolgenden Phasen, um die Leistungsanpassungen und die Erholung zu optimieren und gleichzeitig das Risiko von Übertraining zu minimieren (14).

  • Aktive Erholung: Leichte aerobe Aktivität (z. B. Gehen oder Radfahren) verbessert die Durchblutung und die Ausscheidung metabolischer Abfallprodukte (15).

  • Ernährung: Eine angemessene Zufuhr von Proteinen (1,2 bis 2,0 g/kg/Tag) und Kohlenhydraten (3 bis 7 g/kg/Tag) unterstützt die Muskelreparatur und die Wiederauffüllung der Glykogenspeicher. Streben Sie innerhalb von 30 bis 60 Minuten nach dem Training ein Kohlenhydrat-zu-Protein-Verhältnis von 3:1 an.

  • Schlafoptimierung: Ein qualitativ hochwertiger Schlaf ist entscheidend für die Muskelregeneration, die Immunfunktion und die hormonelle Regulation. Sportler sollten 7 bis 9 Stunden pro Nacht anstreben und bei Bedarf Nickerchen einplanen.

  • Periodisierung und Deloading: Geplante Entlastungswochen (Reduktion von Intensität oder Trainingsumfang), um Übertraining zu vermeiden und eine optimale Anpassung zu ermöglichen.

Technologische Integration in Training und Regeneration

Die Verwendung von Wearable-Technologie und digitalem Monitoring wird manchmal zur Unterstützung der Bewegungsempfehlung und von Erholungsstrategien eingesetzt. Einige Beispiele umfassen:

  • Wearables: Smartwatches und Fitness-Tracker überwachen Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Sauerstoffsättigung und Hydratationsstatus und liefern Echtzeit-Feedback zur Anpassung der Trainingsintensität.

  • Schweißanalyse-Pflaster: Neuartige Biosensoren analysieren den Elektrolytverlust im Schweiß und geben Hinweise für Hydratations- und Elektrolytersatzstrategien.

  • Telemedizin und Fernüberwachung: Virtuelles Coaching und der Datenaustausch in Echtzeit mit Gesundheitsdienstleistern verbessern die Trainingsadhärenz und Sicherheit, insbesondere bei Hochrisikogruppen.

  • KI-gestütztes Coaching: KI-gesteuerte Plattformen analysieren Trainingsdaten, um Erholungspläne, Hydratationsbedarf und Leistungsparameter zu optimieren.

Bewegungsstrategien und -empfehlungen für spezifische Populationen

Über allgemeine Empfehlungen hinaus benötigen bestimmte Bevölkerungsgruppen maßgeschneiderte Trainingsstrategien, um Sicherheit und Wirksamkeit zu optimieren. Im Folgenden werden allgemeine Prinzipien bezüglich Trainingsstrategien und -empfehlungen für die folgenden Bevölkerungsgruppen beschrieben:

  • Chronischer Schmerz

  • Kardiovaskuläre Erkrankungen

  • Pulmonale Erkrankungen

  • Neurodegenerative Erkrankungen

  • Diabetes/metabolisches Syndrom

  • Chronische Nierenerkrankungen

  • Krebs

  • Apoplex

  • Autoimmun-/rheumatologische Erkrankungen

  • Schwangere Patientinnen

Bewegungsstrategien bei chronischen Schmerzen

Chronische Schmerzen bei verschiedenen Erkrankungen (z. B. Fibromyalgie, Arthrose, Kreuzschmerzen) stellen oft eine Hürde für körperliche Aktivität dar. Ein gut strukturiertes Trainingsprogramm kann jedoch die Schmerzempfindlichkeit verringern, die Mobilität verbessern und die Lebensqualität steigern.

Zu den wesentlichen Komponenten eines Trainingsprogramms für einen Patienten mit chronischen Schmerzen gehören (16):

  • Aerobes Training: Gelenkschonende Aktivitäten (z. B. Gehen, Schwimmen, Radfahren) setzen Endorphine frei, reduzieren die Schmerzempfindlichkeit und verbessern die Stimmung.

  • Krafttraining: Die Stärkung der Rumpfstabilität und der umliegenden Muskelgruppen stützt die Gelenke und hilft bei der Schmerzlinderung.

  • Beweglichkeit und Dehnung: Sanfte Dehnungs- und Mobilitätsübungen reduzieren die Steifigkeit und verbessern den Bewegungsumfang.

  • Mind-Body-Ansätze: Yoga, Tai-Chi und Meditation modulieren die Schmerzwahrnehmung und verbessern das Körperbewusstsein.

Zu den Aspekten eines Trainingsprogramms für einen Patienten mit chronischen Schmerzen gehören (16):

  • Körperliche Betätigung sollte die Schmerzen nicht verschlimmern – am besten ist ein schrittweiser Expositionsansatz.

  • Patienten mit neuropathischen Schmerzen oder entzündlicher Arthritis benötigen möglicherweise ein modifiziertes Krafttraining, um Gelenkbelastungen zu vermeiden.

  • Betreute Programme verbessern die Therapietreue und helfen, angstbedingtes Vermeidungsverhalten anzugehen.

Bewegungsempfehlungen bei kardiovaskulären Erkrankungen

Körperliche Betätigung ist ein Grundpfeiler der kardiologischen Rehabilitation und verbessert die Gefäßfunktion sowie das Herzzeitvolumen und trägt zur Modifikation von Risikofaktoren bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit, Herzinsuffizienz und Zustand nach kardialen Ereignissen bei.

Zu den wesentlichen Komponenten eines Trainingsprogramms für einen Patienten mit kardiovaskulärer Erkrankung gehören (17):

  • Aerobes Training: Gehen, Radfahren oder Schwimmen bei moderater Intensität verbessert das Schlagvolumen und die Herzleistung.

  • Krafttraining: Niedrig- bis moderatintensive Kraftübungen verbessern die muskuläre Ausdauer und beugen einer Dekonditionierung vor.

  • Beweglichkeitstraining und neuromuskuläres Training: Übungen zur Verbesserung der Körperhaltung und zur Verringerung der Gelenksteifigkeit unterstützen die allgemeine Funktionsfähigkeit.

Zu den Aspekten eines Trainingsprogramms für einen Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen gehören (18):

  • Die Trainingsintensität sollte überwacht werden, mit einer Zielherzfrequenz von etwa 50 bis 60% der maximalen Herzfrequenz (HFmax), mit allmählicher Steigerung.

  • Eine überwachte kardiale Rehabilitation ist für Hochrisikopatienten unerlässlich.

  • Betablocker dämpfen die Herzfrequenzreaktion, sodass die Überwachung der subjektiven Belastung (RPE) zuverlässiger sein kann.

Bewegungsstrategien und -empfehlungen bei pulmonalen Erkrankungen

Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), interstitieller Lungenerkrankung und Asthma profitieren von einer strukturierten pulmonalen Rehabilitation, welche die ventilatorische Effizienz verbessert, Atemnot lindert und die allgemeine Fitness steigert.

Zu den wesentlichen Komponenten eines Trainingsprogramms für einen Patienten mit Lungenerkrankungen gehören (19):

  • Aerobes Training: Gehen oder Radfahren bei niedriger Intensität steigert die Ausdauer. Intervalltraining kann zur Minimierung der Dyspnoe bevorzugt werden.

  • Krafttraining: Niedrig- bis moderatintensive Kraftübungen verhindern Muskelatrophie und unterstützen funktionelle Bewegungsabläufe.

  • Atemtechniken: Zwerchfellatmung und Lippenbremse optimieren die Lungenfunktion.

Einige Aspekte für ein Trainingsprogramm für einen Patienten mit Lungenerkrankung umfassen (19):

  • Überwachung der Sauerstoffsättigung (SpO₂) während des Trainings – Patienten mit schwerer Erkrankung können zusätzlichen Sauerstoff benötigen.

  • Vermeiden Sie hochintensive anaerobe Aktivität, die einen belastungsinduzierten Bronchospasmus auslösen kann.

  • Angebot von überwachten, individuellen Trainingsplänen für Patienten mit höherem Risiko.

Bewegungsstrategien und -empfehlungen bei neurodegenerativen Erkrankungen

Patienten mit Alzheimer-Krankheit, Parkinson-Krankheit und anderen neurodegenerativen Erkrankungen können von multimodalen Trainingsprogrammen profitieren, die auf Gleichgewicht, Koordination und kognitive Funktionen abzielen (20, 21).

Zu den wesentlichen Komponenten eines Trainingsprogramms für einen Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen gehören:

  • Aerobes Training: Moderat intensives Gehen, Radfahren und Schwimmen verbessern die kardiovaskuläre Fitness.

  • Krafttraining: Die Stärkung der unteren Extremitäten und der Rumpfstabilität verbessert Mobilität und Gleichgewicht.

  • Gleichgewichts- und Dual-Task-Training (simultane kognitive und motorische Aufgaben): Tai-Chi, Yoga und kognitiv-motorische Übungen reduzieren das Sturzrisiko und verbessern die Propriozeption.

Zu den Aspekten eines Trainingsprogramms für einen Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen gehören:

  • Patienten mit fortgeschrittener Neurodegeneration benötigen möglicherweise überwachte Trainingseinheiten.

  • Gangstörungen bei Morbus Parkinson profitieren von rhythmischen Hinweisreizen (Cueing) während der Gehübungen (20).

  • Kognitiver Abbau kann die Adhärenz beeinträchtigen – Gruppentrainings und strukturierte Umgebungen können die Teilnahme verbessern.

Bewegungsempfehlungen bei Diabetes und metabolischem Syndrom

Regelmäßige körperliche Betätigung verbessert die Insulinsensitivität, senkt den Blutzuckerspiegel und verringert kardiovaskuläre Risiken bei Patienten mit Diabetes und metabolischem Syndrom (4).

Zu den wesentlichen Komponenten eines Trainingsprogramms für einen Patienten mit Diabetes oder metabolischem Syndrom gehören:

  • Aerobes Training: Gehen, Radfahren oder Schwimmen bei moderater Intensität mit einem Ziel von mindestens 150 Minuten pro Woche (4).

  • Krafttraining: Ein Krafttraining fördert die Glukoseaufnahme in die Muskulatur; Ziel: 2 bis 3 Tage pro Woche.

  • Hochintensives Intervalltraining (HIIT): Kurze, intensive Belastungsphasen können die Mitochondrienfunktion und die Insulinsensitivität verbessern (22).

Zu den Aspekten eines Trainingsprogramms für einen Patienten mit Diabetes oder metabolischem Syndrom gehören:

  • Achten Sie auf Anzeichen einer Hypoglykämie, insbesondere bei Patienten, die Insulin oder Sulfonylharnstoffe einnehmen.

  • Die Blutzuckerwerte sollten vor, während und nach der körperlichen Betätigung überwacht werden

  • Patienten müssen möglicherweise ihre Insulindosierung vor, während und nach körperlicher Aktivität je nach Glukosespiegel anpassen (4)

Bewegungsempfehlungen bei chronischer Nierenerkrankung (CKD) und bei Dialysepatienten

Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) sowie Dialysepatienten haben ein Risiko für Muskelschwund, kardiovaskuläre Dysfunktion und Gebrechlichkeit. Eine körperliche Betätigung von mindestens 150 Minuten pro Woche kann die funktionellen Parameter der Lebensqualität verbessern (23).

Zu den wesentlichen Komponenten eines Trainingsprogramms für einen Patienten mit CKD oder Dialysepatienten gehören:

  • Ausdauertraining: Niedrig- bis moderat intensives Radfahren auf dem Ergometer oder Gehen verbessert die Ausdauer und die Blutdruckregulation.

  • Krafttraining: Niedrigintensives Krafttraining erhält die Muskelmasse und beugt Gebrechlichkeit vor.

  • Gleichgewichts- und Mobilitätstraining: Gangtraining und propriozeptive Übungen helfen, das Sturzrisiko zu senken.

Zu den Aspekten eines Trainingsprogramms für einen Patienten mit CKD oder Dialysepatienten gehören:

  • Vermeiden Sie übermäßig intensives Krafttraining aufgrund des Hyperkaliämierisikos.

  • Überwachung von Blutdruckschwankungen vor und nach der körperlichen Betätigung.

Bewegungsempfehlungen für Krebspatienten

Körperliche Aktivität gilt mittlerweile als entscheidende Begleitmaßnahme in der Krebstherapie, da sie Fatigue lindert, die allgemeine Kraft steigert und die Behandlungstoleranz erhöht (24).

Zu den wesentlichen Komponenten eines Trainingsprogramms für einen Krebspatienten gehören:

  • Aerobes Training: Gehen oder Radfahren kann krebsbedingte Fatigue reduzieren.

  • Krafttraining: Leichtes bis moderates Krafttraining beugt Muskelatrophie und Knochenschwund vor.

  • Gleichgewichts- und Mobilitätstraining: Yoga und Tai-Chi verbessern die Körperhaltung und reduzieren Stress.

Zu den Aspekten eines Trainingsprogramms für einen Krebspatienten gehören:

  • Passen Sie die Intensität bei Patienten mit Chemotherapie-induzierter Neuropathie oder Knochenmetastasen an.

  • Der Ermüdungsgrad sollte überwacht werden – an manchen Tagen kann eine aktive Regeneration anstelle strukturierter Trainingseinheiten erforderlich sein.

Bewegungsempfehlungen bei Schlaganfall und in der Schlaganfallrehabilitation

Strukturierte Trainingsprogramme verbessern die motorische Erholung, die kognitive Funktion und die allgemeine Mobilität bei Schlaganfallüberlebenden (25).

Zu den wesentlichen Komponenten eines Trainingsprogramms für die Rehabilitation nach einem Schlaganfall gehören:

  • Aerobes Training: Gelenkschonendes Gehen oder Radfahren verbessert kardiovaskuläre Fitness und Ausdauer.

  • Krafttraining: Kräftigung der betroffenen Seite verbessert Symmetrie und Mobilität.

  • Gang- und Gleichgewichtstraining: Dual-Task-Training (gleichzeitige Ausführung kognitiver und motorischer Aufgaben) sowie neuromuskuläre Koordinationsübungen verbessern funktionelle Bewegungsabläufe und beugen Stürzen vor.

Einige Aspekte, die bei einem Trainingsprogramm zur Rehabilitation nach einem Schlaganfall berücksichtigt werden sollten, sind:

  • Überwachen Sie den Blutdruck, um einer belastungsinduzierten Hypertonie vorzubeugen.

  • Patienten mit Spastik oder motorischen Defiziten benötigen möglicherweise ein assistiertes Bewegungstraining.

Bewegungsempfehlungen bei Autoimmun- und rheumatologischen Erkrankungen

Patienten mit Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis (RA), systemischem Lupus erythematodes (SLE) und Multipler Sklerose (MS) können von Trainingsprogrammen profitieren, die die körperliche Funktion erhalten und die Mobilität unterstützen. Beispielsweise zeigen sich kleine Verbesserungen der Krankheitsaktivitäts-Scores bei RA (26).

Zu den Aspekten eines Trainingsprogramms für einen Patienten mit autoimmunen und rheumatologischen Erkrankungen gehören:

  • Aerobes Training: Schwimmen oder Radfahren verbessert die Ausdauer bei geringerer Gelenkbelastung.

  • Krafttraining: Krafttraining mit niedriger bis mittlerer Intensität erhält die Gelenkintegrität.

  • Beweglichkeit und Mobilität: Yoga, Pilates und Stretching reduzieren Steifigkeit und verbessern die Körperhaltung.

Zu den Aspekten eines Trainingsprogramms für einen Patienten mit autoimmunen und rheumatologischen Erkrankungen gehören:

  • Passen Sie die Belastungsintensität während autoimmuner Schübe an.

  • Patienten mit MS sollten eine Überhitzung vermeiden, da diese Fatigue und Koordination verschlechtert.

Bewegungsempfehlungen in der Schwangerschaft

Körperliche Betätigung während der Schwangerschaft bietet zahlreiche Vorteile, darunter eine verbesserte kardiovaskuläre Funktion, reduzierte schwangerschaftsbedingte Beschwerden, verbesserte Stimmung und leichtere postpartale Erholung (27). Allerdings sind Anpassungen erforderlich, um physiologischen Veränderungen Rechnung zu tragen und die Sicherheit zu gewährleisten. Ein strukturierter Ansatz ermöglicht es Schwangeren, auf sichere Weise aktiv zu bleiben und gleichzeitig die fetale Entwicklung, das mütterliche Wohlbefinden und die postpartale Erholung zu unterstützen.

Zu den wesentlichen Komponenten eines Trainingsprogramms für eine Schwangere gehören:

  • Aerobes Training: Gelenkschonende Aktivitäten wie Gehen, Schwimmen und Radfahren auf dem Ergometer verbessern die kardiovaskuläre Gesundheit und Ausdauer bei gleichzeitiger Minimierung der Gelenkbelastung.

  • Krafttraining: Krafttraining mit leichter bis moderater Intensität erhält Muskeltonus, Körperhaltung und Rumpfstabilität und lindert gleichzeitig Rückenschmerzen.

  • Beweglichkeit und Mobilität: Pränatales Yoga, Dehnübungen und Beckenbodentraining (Kegel-Übungen) fördern die Gelenkflexibilität, das Gleichgewicht und die Geburtsvorbereitung.

Zu den Aspekten eines Trainingsprogramms für Schwangere gehören:

  • Vermeiden Sie Übungen, die den abdominalen Druck erhöhen, wie vollständige Sit-ups oder tiefe Rückbeugen.

  • Vermeiden Sie es, nach dem ersten Trimenon flach auf dem Rücken zu liegen, da dies den Blutfluss einschränken kann.

  • Passen Sie die Trainingsintensität im Verlauf der Schwangerschaft an – achten Sie dabei auf Wohlbefinden, Stabilität und Atemkontrolle.

  • Beenden Sie das Training sofort bei Auftreten von Schwindel, vaginaler Blutung, Kontraktionen oder verminderten Kindsbewegungen.

Postpartale Erholung – Die schrittweise Rückkehr zur körperlichen Aktivität sollte die Rehabilitation von Rumpf- und Beckenboden priorisieren, bevor wieder Aktivitäten mit höherer Belastung aufgenommen werden.

Integrative Ansätze und zukünftige Entwicklungen

Die Integration von körperlicher Aktivität in die klinische Praxis erfordert die Zusammenarbeit von Ärzten, Sportphysiologen, Physiotherapeuten, Ernährungsberatern und Verhaltensspezialisten. Ein solches Modell stellt sicher, dass körperliche Betätigung als zentraler Bestandteil der Prävention und des Managements chronischer Erkrankungen verordnet wird.

Fortschritte bei Wearables, der Telemedizin und der Datenanalyse treiben die Bewegungsempfehlung weiter voran:

  • Wearables: Sie liefern Echtzeitdaten zu Herzfrequenz, Sauerstoffverbrauch und Aktivitätsmustern.

  • Telemedizin: Erleichtert die Fernüberwachung, insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Mobilität.

  • Datengesteuerte Personalisierung: Die Integration objektiver Daten hilft dabei, Programme auf die individuelle Physiologie und das Verhalten abzustimmen.

Weitere Forschung ist erforderlich, um die molekularen Mechanismen der Trainingsanpassung weiter aufzuklären, die Langzeitergebnisse personalisierter Trainingsprogramme zu bewerten und Interventionsmodelle unter Einsatz neuer Technologien wie Virtual Reality und Künstlicher Intelligenz zu verfeinern.

Die Entwicklung der Bewegungsempfehlung spiegelt einen breiteren Wandel hin zu individualisierten, evidenzbasierten Interventionen wider, die die einzigartigen Bedürfnisse jedes Patienten berücksichtigen. Ob das Ziel die Behandlung chronischer Schmerzen, die Verbesserung der kardiovaskulären Funktion, die Unterstützung der Gewichtsabnahme, die Sturzprävention, die Bekämpfung der Osteoporose, die Erleichterung der Genesung nach Gehirnerschütterung, die Verbesserung der Lungenfunktion oder die Verbesserung motorischer und kognitiver Outcomes bei neurodegenerativen Erkrankungen ist – die grundlegenden Prinzipien bleiben konsistent: Ein sorgfältig kalibrierter Bewegungsreiz in Kombination mit angemessener Erholung bringt tiefgreifende Vorteile.

Durch die Integration neuer Erkenntnisse und fortschreitender Technologien sowie die Beibehaltung eines patientenzentrierten Ansatzes können Kliniker ihren Patienten helfen, ihre körperliche Funktion und Lebensqualität zu verbessern.

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