Agoraphobie bei Kindern und Jugendlichen

VonJosephine Elia, MD, Sidney Kimmel Medical College of Thomas Jefferson University
Reviewed ByAlicia R. Pekarsky, MD, State University of New York Upstate Medical University, Upstate Golisano Children's Hospital
Überprüft/überarbeitet Geändert Okt. 2025
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Agoraphobie ist die dauernde Furcht, in einer Situation oder einem Platz gefangen zu sein, ohne einen Fluchtweg oder Hilfe zu haben. Die Diagnose wird nach klinischen Kriterien gestellt. Die Behandlung erfolgt hauptsächlich mit Verhaltenstherapie.

(Siehe auch Agoraphobie bei Erwachsenen.)

Agoraphobie ist eine Angststörung, die durch eine intensive Angst davor gekennzeichnet ist, sich in Situationen zu befinden, aus denen ein Entkommen schwierig sein könnte oder in denen keine Hilfe verfügbar ist, falls eine Panikattacke oder andere handlungsunfähig machende Symptome auftreten sollten. Diese Angst kann dazu führen, dass Personen Situationen und Umgebungen meiden, die solche Gefühle hervorrufen könnten. Agoraphobie ist bei Kindern selten, kann sich aber bei Jugendlichen entwickeln, insbesondere denjenigen, die auch Panikattacken haben. Während einer typischen Agoraphobie-Situation (z. B. in der Schlange stehen, in der Mitte einer langen Reihe in einem Klassenzimmer sitzen) haben einige Leute Panikattacken; andere fühlen sich einfach unwohl.

Agoraphobie schränkt Funktionsfähigkeit oft ein und kann es Betroffenen in schweren Fällen unmöglich machen, die Wohnung zu verlassen.

In den Vereinigten Staaten wurde die Lebenszeitprävalenz der Agoraphobie bei Jugendlichen auf 2,4% geschätzt, wobei alle schwerwiegende Beeinträchtigungen aufwiesen (1). Es besteht eine weibliche Prädominanz.

Allgemeiner Hinweis

  1. 1. Merikangas KR, He JP, Burstein M, et al. Lifetime prevalence of mental disorders in U.S. adolescents: results from the National Comorbidity Survey Replication--Adolescent Supplement (NCS-A). J Am Acad Child Adolesc Psychiatry. 2010;49(10):980-989. doi:10.1016/j.jaac.2010.05.017

Diagnose von Agoraphobie

  • Psychiatrische Beurteilung

  • Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fünfte Auflage, Textüberarbeitung (DSM-5-TR) Kriterien

Damit eine Agoraphobie diagnostiziert werden kann, müssen die Patienten über einen Zeitraum von 6 Monaten durchgehend eine unangemessene Furcht oder Angst vor 2 der folgenden Punkte haben (1):

  • Gebrauch von öffentlichen Verkehrsmitteln

  • Aufenthalt in öffentlichen Räumen

  • In einer Schlange zu stehen oder sich in einer Menschenmenge zu befinden

  • Allein außerhald des Hauses sein

  • Bei manchen Patienten mit Agoraphobie (Angst vor offenen Räumen, wie Kinder beispielsweise Angst davor haben könnten, nicht entkommen zu können) kann paradoxerweise Klaustrophobie (Angst vor geschlossenen Räumen) auftreten

Die Angst muss die Patienten auch dazu veranlassen, die Stress auslösende Situation in einem Ausmaß zu vermeiden, das es ihnen schwer macht, zu funktionieren (z. B. in die Schule gehen, einkaufen gehen, andere gewöhnliche Handlungen durchführen).

Eine Agoraphobie ist zu unterscheiden von:

Diagnosehinweis

  1. 1. American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition, Text Revision (DSM-5-TR), Washington: American Psychiatric Association, 2022.

Behandlung von Agoraphobie

  • Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie ist vor allem bei Symptomen der Agoraphobie nützlich. Medikamente sind selten nützlich, außer zur Kontrolle jeglicher assoziierter Panikattacken.

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