Substanz- oder Medikamenten-Induzierte Psychotische Störung

VonMatcheri S. Keshavan, MD, Harvard Medical School
Reviewed ByMark Zimmerman, MD, South County Psychiatry
Überprüft/überarbeitet Geändert Juli 2025
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Eine Substanz oder Medikamenten-induzierte psychotische Störung ist durch Halluzinationen und/oder Wahnvorstellungen charakterisiert, die durch die direkte Wirkung oder den Missbrauch einer Substanz ohne Delirium gekennzeichnet ist.

Personen mit einer Episode einer substanzinduzierten Psychose stellen sich häufig in Notaufnahmen und Krisenzentren vor. Es gibt viele auslösende Substanzen, einschließlich Alkohol, Amphetamine, Cannabis, Kokain, Halluzinogene, Opioide, Phencyclidin (PCP) sowie Sedativa und Anxiolytika. Um als substanzinduzierte Psychose betrachtet zu werden, sollten die Halluzinationen und Wahnvorstellungen mehr sein als diejenigen, die in der Regel eine einfache Substanz-Intoxikation oder Entzug begleiten, obwohl der Patient auch berauscht oder auf Entzug sein kann (1, 2). (Siehe Tabelle .)

Die Symptome sind oft kurz und verschwinden kurz nachdem das ursächliche Medikament abgesetzt wurde, aber Psychosen, die durch Amphetamine, Kokain oder PCP ausgelöst werden, können mehrere Wochen andauern. Da einige Jugendliche mit prodromaler oder Schizophrenie im Frühstadium Substanzen anwenden, die Psychose auslösen können, ist es wichtig, eine gründliche Anamnese zu erhalten, insbesondere den Nachweis von früheren psychischen Symptomen bevor der Schluss gezogen wird, dass die akute Psychose allein durch Substanzkonsum ausgelöst wurde.

Tabelle
Tabelle

Literatur

  1. 1. Keshavan MS, Kaneko Y. Secondary psychoses: an update. World Psychiatry. 2013 Feb;12(1):4-15. doi: 10.1002/wps.20001

  2. 2. Lieberman JA, First MB. Psychotic Disorders. N Engl J Med. 2018 19;379(3):270-280. doi: 10.1056/NEJMra1801490

Behandlung

  • Absetzen des verantwortlichen Medikaments oder der Substanz

  • Eine ruhige Umgebung

  • Oft ein Benzodiazepin oder Antipsychotikum

In den meisten substanzinduzierten Psychosen ist das Absetzen der Substanz und die Verabreichung eines Anxiolytikums (z. B. eines Benzodiazepins) oder eines Antipsychotikums wirksam.

Bei einer Psychose aufgrund von Dopamin-stimulierenden Substanzen wie Amphetamin ist ein Antipsychotikum am wirksamsten.

Bei Psychosen, die durch Drogen wie Lysergsäurediethylamid (LSD) ausgelöst werden, kann eine ruhige Beobachtung genügen.

Bei Substanzen mit Wirkmechanismen, die nicht dopaminerg vermittelt sind, kann Beobachtung ausreichend sein; gegebenenfalls kann ein Anxiolytikum hilfreich sein (1).

Hinweis

  1. 1. American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition Text Revision, DSM-5-TR (DSM-5-TR). American Psychiatric Association Publishing, Washington, DC, 2022, 127-132.

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