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Körperbezogene Repetitive Verhaltensstörung

Von

Katharine A. Phillips

, MD, Weill Cornell Medical College;


Dan J. Stein

, MD, PhD, University of Cape Town

Inhalt zuletzt geändert Jun 2018
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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.

Eine körperbezogene repetitive Verhaltensstörung ist durch körperbezogene, sich wiederholende Verhaltensweisen (z. B. Nägelkauen, Lippenbeißen, Wangenbeißen) und den Versuch, dieses Verhalten zu stoppen, gekennzeichnet.

Eine körperbezogene repetitive Verhaltensstörung ist ein Beispiel für eine weitere spezielle obsessiv-zwanghafte und verwandte Störung wie in Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition (DSM-5) aufgelistet. DSM-5 klassifiziert die Trichotillomanie (Haarziehstörung) und die Exkoriationsstörung (Hautentnahme) als getrennte Störungen. Diese Verhaltensweisen sind auch Typen von körperorientierten, sich wiederholenden Verhaltensweisen.

Symptome und Beschwerden

Patienten mit dieser Störung sind wiederholt mit körperorientierten Aktivitäten beschäftigt (z. B. Nägelkauen, Lippenbeißen, Wangenbeißen).

Einige Patienten führen diese Aktivitäten reflexartig aus (d. h. ohne sich dessen voll bewusst zu sein); andere sind sich der Aktivität mehr bewusst. Die Verhaltensweisen werden nicht von Obsessionen oder Bedenken bzgl. des Aussehens ausgelöst, es ist eher so, dass Spannungsgefühl oder Angst vorausgehen, die durch das Verhalten, das oft auch von einem Gefühl der Befriedigung begleitet wird, entlastet werden. Menschen mit körperfokussierter, sich wiederholender Verhaltensstörung versuchen in der Regel, ihr Verhalten zu stoppen oder seltener zu tun, können dies jedoch nicht.

Schwerwiegendes Nägelkauen oder Nagelzupfen (Onychotillomanie) können erhebliche Nagelmissbildungen (z. B. Waschbrett-Deformierung oder Gewohnheitstic-Deformierung) und subunguale Blutungen verursachen.

Diagnose

  • Klinische Kriterien

Um die diagnostischen Kriterien für eine körperorientierte, repetitive Verhaltensstörung zu erfüllen, müssen die Patienten typischerweise

  • Körperbezogene repetitive Verhaltensweisen, außer Haareausreißen oder Hautzupfen aufweisen

  • Wiederholte Versuche unternehmen, dieses Verhalten zu reduzieren oder zu stoppen

  • Bedeutende Bedrängnis oder Beeinträchtigung aufgrund dieser Verhaltensweisen erfahren

Therapie

  • N-Acetylcystein

  • SSRI

  • Kognitive Verhaltenstherapie (normalerweise Gewohnheitsumkehr)

Die Behandlung einer körperfokussierten repetitiven Verhaltensstörung umfasst Medikamente (z. B. N-Acetylcystein, SSRIs) und kognitive Verhaltenstherapie (meistens Gewohnheitsumkehrtraining), obwohl die Daten sehr begrenzt sind. Die Gewohnheitsumkehr, eine überwiegend verhaltensbedingte Therapie, beinhaltet Folgendes:

  • Sensibilisierungstraining (z. B. Selbstüberwachung, Identifizierung von Auslösern für das Verhalten)

  • Stimuluskontrolle (Modifizieren von Situationen - z. B. Vermeidung von Auslösern - um die Wahrscheinlichkeit des Auslösens der Kommissionierung zu verringern)

  • Konkurrierendes Reaktionstraining (Patienten unterrichten, andere Verhaltensweisen zu ersetzen, z. B. Faust zusammenpressen, stricken oder auf den Händen sitzen, um körperorientiertes Verhalten zu erreichen)

Sie ähnelt der Therapie bei Trichotillomanie (Haareausziehen-[XRef]) und bei Exkoriations (Hautpflücken)störung ([XRef]).

Wichtige Punkte

  • Körperfokussierte repetitive Verhaltensstörung beinhaltet die wiederholte Beschäftigung mit körperfokussiertem Verhalten wie Nagelbeißen, Lippenbeißen und Wangenkauen.

  • Diese körperorientierten Verhaltensweisen werden nicht durch Obsessionen oder Bedenken bezüglich des Aussehens ausgelöst, sondern können durch ein Gefühl der Spannung oder Angst ausgelöst werden, das durch das Verhalten erleichtert wird, oft gefolgt von einem Gefühl der Befriedigung.

  • Patienten mit dieser Störung versuchen in der Regel, ihr Verhalten zu stoppen oder seltener zu tun, aber sie können es nicht.

  • Behandeln Sie mit N-Acetylcystein oder einem SSRI und kognitiver Verhaltenstherapie, die Gewohnheitsumkehr beinhaltet.

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