Infektionen durch den respiratorischen Synzytialvirus (RSV) und den humanen Metapneumovirus führen zu saisonalen Krankheiten der tiefen Atemwege, insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern. Die Krankheit kann asymptomatisch, leicht oder schwer sein und umfasst Bronchiolitis und Pneumonie. Die Diagnose wird meist klinisch gestellt, jedoch ist auch eine labormedizinische Bestätigung möglich. Die Behandlung ist primär unterstützend. Für Säuglinge, deren Mütter während der Schwangerschaft keine RSV-Impfung erhalten haben, ist eine passive Prophylaxe mit langwirksamen monoklonalen Antikörpern gegen RSV (d. h. Nirsevimab oder Clesrovimab) für alle Säuglinge < 8 Monaten indiziert. Für Hochrisikokinder im Alter von 8 bis 19 Monaten wird Nirsevimab empfohlen.
Respiratory-Syncytial-Virus
RSV ist ein RNA-Virus, das als Pneumovirus klassifiziert wird. Bisher wurden die Subtypen A und B identifiziert.
RSV ist die häufigste Ursache von Erkrankungen der unteren Atemwege bei jungen Säuglingen. Die kumulative Rate RSV‑assoziierter Krankenhausaufenthalte in den Vereinigten Staaten betrug im Zeitraum 2024–2025 448 pro 100.000 Kinder < 5 Jahren und zeigt einen kontinuierlichen Rückgang gegenüber den vorhergehenden 2 Jahren (1).
Dieses Diagramm zeigt die Entwicklung der RSV-Krankenhausaufenthalte pro 100.000 Personen während der letzten 5 RSV-Saisons bei Kindern im Alter von 0 bis 4 Jahren in den Vereinigten Staaten:
2020-2021: 156,0
2021-2022: 317,9
2022-2023: 623,2
2023-2024: 521,4
2024-2025: 448,0
Überwachungsmonat, beginnend mit Oktober und endend mit September.
RSV = Respiratory-Syncytial-Virus.
Weltweit stellt RSV eine erhebliche Belastung für die öffentliche Gesundheit dar. Es verursacht schätzungsweise 3,6 Millionen Krankenhausaufenthalte und etwa 100.000 Todesfälle pro Jahr bei Kindern < 5 Jahren (2). Obwohl die Mortalität der Bronchiolitis in ressourcenreichen Ländern geringer ist, bleibt sie die Hauptursache für Krankenhausaufenthalte im Säuglingsalter. Allein in den Vereinigten Staaten ist die Bronchiolitis für etwa 18 % aller jährlichen Krankenhausaufenthalte bei Kindern < 2 Jahren verantwortlich (3).
RSV kommt ubiquitär vor; nahezu alle Kinder sind bis zum 4. Lebensjahr infiziert (4). Ausbrüche treten in gemäßigten Klimazonen typischerweise jährlich vom Herbst bis zum frühen Frühjahr auf. Allerdings wurden die Zirkulationsmuster von RSV und anderen Atemwegsviren während der COVID-19-Pandemie unterbrochen (5).
Da die Immunantwort auf RSV keinen Schutz vor einer Reinfektion bietet, sind wiederholte Infektionen möglich. In einer Metaanalyse betrug die gepoolte globale Befallsrate (Anteil der exponierten Personen, bei denen die Krankheit neu auftritt) etwa 36% für alle exponierten Personen (6). Natürlich gebildete Antikörper gegen RSV verringern jedoch den Schweregrad der Erkrankung.
Humanes Metapneumovirus (hMPV)
hMPV ist ein ähnliches, aber separates Virus.
Die saisonale Epidemiologie von hMPV scheint der von RSV zu ähneln, die Inzidenz der Infektion und Krankheit scheint jedoch signifikant niedriger zu sein (7).
Allgemeine Literatur
1. Centers for Disease Control and Prevention (CDC): RSV-NET. June 5, 2025. Accessed December 12, 2025.
2. World health Organization (WHO). Respiratory syncytial virus (RSV). March 25, 2025. Accessed December 10, 2025.
3. Fujiogi M, Goto T, Yasunaga H, et al. Trends in Bronchiolitis Hospitalizations in the United States: 2000-2016. Pediatrics. 2019;144(6):e20192614. doi:10.1542/peds.2019-2614
4. Committee on Infectious Diseases, American Academy of Pediatrics, Kimberlin DW, Barnett ED, Lynfield R, Sawyer MH: Red Book: 2021–2024 Report of the Committee on Infectious Diseases, ed. 32, pp. 628–636, 2021. doi: 10.1542/9781610025782
5. Olsen SJ, Winn AK, Budd AP, et al: Changes in influenza and other respiratory virus activity during the COVID-19 pandemic–United States, 2020-2021. MMWR Morb Mortal Wkly Rep. 2021;70(29):1013–1019. doi:10.15585/mmwr.mm7029a1
6. Duan Q, Pan J, Zheng L, et al. Global outbreaks of respiratory syncytial virus infections from 1960 to 2025: a systematic review and meta-analysis. EClinicalMedicine. 2025;86:103352. Published 2025 Jul 10. doi:10.1016/j.eclinm.2025.103352
7. Jobe NB, Rose E, Winn AK, Goldstein L, Schneider ZD, Silk BJ. Human Metapneumovirus Seasonality and Co-Circulation with Respiratory Syncytial Virus - United States, 2014-2024. MMWR Morb Mortal Wkly Rep. 2025;74(11):182-187. Published 2025 Apr 3. doi:10.15585/mmwr.mm7411a1
Symptome und Anzeichen des Respiratory-Syncytial-Virus und des humanen Metapneumovirus
Die Infektionen durch das Respiratory-Syncytial-Virus und das humane Metapneumovirus manifestieren sich auf ähnliche Weise Die am besten wahrnehmbaren klinischen Syndrome sind Bronchiolitis (häufiger) und Pneumonie (selten).
Diese Krankheiten beginnen typischerweise mit Symptomen der oberen Atemwege und Fieber und können sich über mehrere Tage zu Dyspnoe, Husten, Keuchen und/oder feuchte RG bei der Brustauskultation entwickeln. Apnoe kann das initiale Symptom einer RSV-Infektion bei Säuglingen < 6 Monaten darstellen. Abgeschwächte Atemgeräusche können bei Kindern mit Pneumonie auftreten.
Bei gesunden Erwachsenen und älteren Kindern verläuft die Krankheit meist mild und kann auch inapparent verlaufen oder sich als nichtfieberhafter grippaler Infekt manifestieren. Allerdings kann sich bei den folgenden Patienten eine schwere Erkrankung entwickeln:
Patienten, die < 6 Monate alt sind, ältere Erwachsene oder Patienten, die immunkompromittiert sind
Patienten mit zugrundeliegenden kardiopulmonalen oder neuromuskulären Erkrankungen
Diagnose von RSV und hMPV
Charakteristische Symptome und Anzeichen, insbesondere während der üblichen Saison oder eines bekannten Ausbruchs
Manchmal werden Antigen-Schnelltests, Nukleinsäure-Amplifikationstests (NAAT) mit reverser Transkriptase–Polymerase-Kettenreaktion (RT‑PCR) oder Viruskulturen durchgeführt (alle aus Nasenspülflüssigkeit oder Abstrichen)
Der Verdacht auf eine Infektion mit Respiratory-Syncytial-Viren (RSV) und möglicherweise auch mit dem humanen Metapneumovirus (hMPV) besteht bei Säuglingen und Kleinkindern mit Bronchiolitis während der RSV-Saison.
Da eine antivirale Therapie nicht allgemein empfohlen wird, ist eine spezifische virologische Diagnostik zum Therapiemanagement in der Regel nicht erforderlich. Für Kinder stehen Antigen-Schnelltests und molekulardiagnostische Tests (NAAT mit RT-PCR) mit hoher Sensitivität und Spezifität für RSV und andere respiratorische Viren zur Verfügung; hierfür werden Nasenspülflüssigkeit oder Abstriche verwendet. Diese Tests sind bei Erwachsenen weniger sensitiv. Viruskulturen können ebenfalls angelegt werden; da sich jedoch Wachstum und Auswertung des Erregers verzögern, sind sie für das Behandlungsmanagement meist weniger hilfreich. Eine labormedizinische Diagnosesicherung kann jedoch aus krankenhaushygienischer Sicht sinnvoll sein, um eine Kohortenisolierung von Kindern zu ermöglichen, die mit dem gleichen Virus infiziert sind.
Behandlung von RSV und hMPV
Unterstützende Behandlung
Die Behandlung von RSV- und hMPV-Infektionen ist unterstützend und beinhaltet bei Bedarf zusätzlichen Sauerstoff und Hydratation (siehe Behandlung von Bronchiolitis).
Glukokortikoide und Bronchodilatoren (1) sind im Allgemeinen nicht hilfreich und werden nicht empfohlen.
Antibiotika sollten Patienten mit Fieber, Hinweisen auf eine Pneumonie im Thoraxröntgenbild und mit Verdacht auf eine bakterielle Koinfektion vorbehalten bleiben.
Nirsevimab und Clesrovimab (monoklonale Antikörper gegen RSV) sind für die Verwendung als präventive Maßnahme für RSV gedacht und sind nicht zur Behandlung wirksam.
Vernebeltes Ribavirin, ein antivirales Medikament, das gegen RSV wirkt, hat eine geringe Wirksamkeit, ist potenziell toxisch für das medizinische Personal und wird nicht empfohlen, außer bei Infektionen von Patienten, die schwer immunkompromittiert sind (1). Begrenzte Evidenz lässt auf einen möglichen Überlebensvorteil bei immungeschwächten Patienten schließen, insbesondere bei solchen mit hämatologischen Krebserkrankungen und/oder nach einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation (3, 4).
Der klinische Nutzen von RSV‑Immunglobulin zur Verkürzung der Krankenhausaufenthaltsdauer oder zur Vermeidung von Todesfällen ist ungewiss, und die Qualität der Evidenz zur Unterstützung dieser Empfehlung war in einer Studie gering (5).
Literatur zur Behandlung
1. Shanahan KH, Monuteaux MC, Nagler J, Bachur RG. Early Use of Bronchodilators and Outcomes in Bronchiolitis. Pediatrics. 2021;148(2):e2020040394. doi:10.1542/peds.2020-040394
2. Beaird OE, Freifeld A, Ison MG, et al. Current practices for treatment of respiratory syncytial virus and other non-influenza respiratory viruses in high-risk patient populations: A survey of institutions in the Midwestern Respiratory Virus Collaborative. Transpl Infect Dis. 2016;18(2):210-215. doi:10.1111/tid.12510
3. Manothummetha K, Mongkolkaew T, Tovichayathamrong P, et al. Ribavirin treatment for respiratory syncytial virus infection in patients with haematologic malignancy and haematopoietic stem cell transplant recipients: a systematic review and meta-analysis. Clin Microbiol Infect. 2023;29(10):1272-1279. doi:10.1016/j.cmi.2023.04.021
4. Tejada S, Martinez-Reviejo R, Karakoc HN, Pena-Lopez Y, Manuel O, Rello J. Ribavirin for Treatment of Subjects with Respiratory Syncytial Virus-Related Infection: A Systematic Review and Meta-Analysis. Adv Ther. 2022;39(9):4037-4051. doi:10.1007/s12325-022-02256-5
5. Sanders SL, Agwan S, Hassan M, Bont LJ, Venekamp RP. Immunoglobulin treatment for hospitalised infants and young children with respiratory syncytial virus infection. Cochrane Database Syst Rev. 2023;10(10):CD009417. Published 2023 Oct 23. doi:10.1002/14651858.CD009417.pub3
Prävention des Respiratory-Syncytial-Virus und des humanen Metapneumovirus
Kontakt-Vorsichtsmaßnahmen (z. B. Händewaschen, Handschuhe, Isolation) sind wichtig, vor allem in Krankenhäusern.
Für Säuglinge, deren Mütter während der Schwangerschaft keine RSV-Impfung erhalten haben, empfehlen die American Academy of Pediatrics (AAP) und das Advisory Committee on Immunization Practices (ACIP) der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) die Verabreichung eines langwirksamen monoklonalen Antikörpers zur Prävention von RSV-assoziierten Infektionen der unteren Atemwege (1–3). Die Begründung für diesen Ansatz basiert auf der Wirksamkeit und Sicherheit dieser monoklonalen Antikörper und der Notwendigkeit, RSV-bedingte Krankenhausaufenthalte bei Säuglingen zu reduzieren.
Nirsevimab und Clesrovimab sind monoklonale Antikörper, die in den Vereinigten Staaten zur RSV-Prophylaxe bei Säuglingen und/oder Kleinkindern eingesetzt werden. RSV-Antikörper sind für die meisten Säuglinge nicht erforderlich, wenn die Mutter während der Schwangerschaft eine RSV-Impfung erhalten hat. Nirsevimab und Clesrovimab sind bevorzugte Erstlinienmedikamente bei Säuglingen < 8 Monaten. Nirsevimab wird für Hochrisikokinder im Alter von 8 bis einschließlich 19 Monaten empfohlen. Der monoklonale Antikörper Palivizumab wird nicht mehr hergestellt (4).
Nirsevimab, ein langwirksamer monoklonaler Antikörper, wird zur Prävention von RSV bei folgenden Säuglingen und Kleinkindern empfohlen (1, 5–7):
Alle Säuglinge im Alter von < 8 Monaten, die entweder während der ersten RSV-Saison geboren werden oder in diese eintreten
Kinder im Alter von 8 bis 19 Monaten, die ein erhöhtes Risiko für eine schwere RSV-Erkrankung haben und die in ihre zweite RSV-Saison eintreten
Gesunde Neugeborene (d. h. solche, die kein erhöhtes Risiko für schweres RSV haben) sollten nicht mehr als 1 Dosis Nirsevimab erhalten. In der Regel wird diese Dosis während der ersten RSV-Saison eines Säuglings verabreicht. Diejenigen, die am Ende ihrer ersten RSV-Saison geboren wurden, sollten diese Nirsevimab-Dosis während ihrer zweiten RSV-Saison nur erhalten, wenn sie noch < 8 Monate alt sind und nicht während ihrer ersten RSV-Saison Nirsevimab erhalten haben.
Nur Kinder, die die Hochrisikokriterien erfüllen, sollten > 1 Dosis Nirsevimab erhalten (eine Dosis in der ersten RSV-Saison und eine Dosis in der zweiten RSV-Saison). Kinder, die Nirsevimab erhalten, sollten nicht in der gleichen RSV-Saison Palivizumab erhalten.
Zu den Hochrisiko-Kindern im Alter von 8 bis 19 Monaten gehören:
Kinder mit einer chronischen Lungenerkrankung im Frühgeborenenalter, die in den sechs Monaten vor Beginn der zweiten RSV-Saison medizinische Unterstützung benötigten
Kinder mit stark geschwächtem Immunsystem
Kinder mit zystischer Fibrose, die eine schwere Lungenerkrankung haben oder deren Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße unter der 10. Perzentile liegt
Kinder, die amerikanische Indigene oder Alaska-Ureinwohner sind
Für infrage kommende Kinder sollte Nirsevimab kurz vor Beginn der RSV‑Saison verabreicht werden, die in den meisten Regionen der kontinentalen Vereinigten Staaten typischerweise im Oktober beginnt. Bei Säuglingen, die zu Beginn der Saison keine Dosis erhalten haben, kann eine Dosis zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Saison (in der Regel bis Ende März in den meisten Teilen der kontinentalen Vereinigten Staaten) verabreicht werden.
Nirsevimab kann vor der Entlassung des Neugeborenen aus dem Krankenhaus und gleichzeitig mit anderen Kinderimpfungen verabreicht werden.
Clesrovimab ist ein weiterer langwirksamer monoklonaler Antikörper, der für Säuglinge < 8 Monaten empfohlen wird, deren Mütter nicht durch eine maternale RSV-Impfung geschützt sind (2). In einer multizentrischen randomisierten Studie hat sich gezeigt, dass eine Einzeldosis des Antikörpers, die vor oder während der ersten RSV-Saison verabreicht wird, sowohl bei medizinisch behandelten RSV-assoziierten Infektionen der unteren Atemwege als auch bei Krankenhausaufenthalten von Frühgeborenen und termingerecht geborenen Säuglingen < 8 Monaten wirksam ist (8). Clesrovimab ist im Allgemeinen gut verträglich und weist ein Sicherheitsprofil auf, das mit dem von Placebo vergleichbar ist.
Säuglinge, die ursprünglich Palivizumab erhalten haben, sollten eine Einzeldosis Nirsevimab oder Clesrovimab erhalten, wenn diese vor Abschluss der 5-Dosis-Serie mit Palivizumab verfügbar ist.
Informationen zu verfügbaren RSV-Impfstoffen für ältere Erwachsene und Schwangere finden Sie unter Impfung gegen das respiratorische Synzytialvirus (RSV). Einer der derzeit verfügbaren RSV-Impfstoffe (Rekombinantes RSVpreF) ist für schwangere Frauen zwischen der 32. und 36. Schwangerschaftswoche von September bis Januar in den meisten Teilen der kontinentalen Vereinigten Staaten indiziert. Mehrere mütterliche, pädiatrische und erwachsene RSV-Impfstoffe befinden sich in klinischen Studien in der Entwicklung (9).
Literatur zur Prävention
1. Jones JM, Fleming-Dutra KE, Prill MM, et al. Use of Nirsevimab for the Prevention of Respiratory Syncytial Virus Disease Among Infants and Young Children: Recommendations of the Advisory Committee on Immunization Practices - United States, 2023. MMWR Morb Mortal Wkly Rep. 2023;72(34):920-925. doi:10.15585/mmwr.mm7234a4
2. Centers for Disease Control and Prevention: ACIP Evidence to Recommendations for Use of Clesrovimab in Infants Age < 8 months Born During or Entering Their First RSV season. August 25, 2025. Accessed December 11, 2025.
3. Committee on Infectious Diseases. Recommendations for the Prevention of RSV Disease in Infants and Children: Policy Statement. Pediatrics. 2025;156(5):e2025073923. doi:10.1542/peds.2025-073923
4. American Academy of Pediatrics: RSV Immunization Frequently Asked Questions. September 25, 2025. Accessed December 11, 2025.
5. Hammitt LL, Dagan R, Yuan Y, et al. Nirsevimab for Prevention of RSV in Healthy Late-Preterm and Term Infants. N Engl J Med. 2022;386(9):837-846. doi:10.1056/NEJMoa2110275
6. Griffin MP, Yuan Y, Takas T, et al. Single-Dose Nirsevimab for Prevention of RSV in Preterm Infants. N Engl J Med. 2020;383(5):415-425. doi:10.1056/NEJMoa1913556
7. Simões EAF, Madhi SA, Muller WJ, et al. Efficacy of nirsevimab against respiratory syncytial virus lower respiratory tract infections in preterm and term infants, and pharmacokinetic extrapolation to infants with congenital heart disease and chronic lung disease: A pooled analysis of randomised controlled trials. Lancet Child Adolesc Health. 2023;7(3):180-189. doi:10.1016/S2352-4642(22)00321-2
8. Zar HJ, Simoes E, Madhi S, et al. 166. A Phase 2b/3 Study to Evaluate the Efficacy and Safety of an Investigational Respiratory Syncytial Virus (RSV) Antibody, Clesrovimab, in Healthy Preterm and Full-Term Infants. Open Forum Infect Dis. 2025;12(Suppl 1):ofae631.003. Published 2025 Jan 29. doi:10.1093/ofid/ofae631.003
9. Terstappen J, Hak SF, Bhan A, et al. The respiratory syncytial virus vaccine and monoclonal antibody landscape: the road to global access. Lancet Infect Dis. 2024;24(12):e747-e761. doi:10.1016/S1473-3099(24)00455-9
Wichtige Punkte
Das Respiratory Syncytial Virus (RSV) und das humane Metapneumovirus verursachen in der Regel ein Bronchiolitis-Syndrom, aber selten kann es auch zu einer Lungenentzündung kommen.
Die Diagnose ist in der Regel klinisch; jedoch stehen diagnostische Tests, einschließlich Antigen-Schnelltests und molekularer Verfahren (z. B. Nukleinsäure-Amplifikationstests mit reverser Transkriptase–Polymerase-Kettenreaktion), zur Verfügung.
Führen Sie eine unterstützende Behandlung durch; Glukokortikoide, Bronchodilatatoren, Nirsevimab und Clesrovimab werden zur Behandlung nicht empfohlen.
Vernebeltes Ribavirin kann bei RSV nützlich sein, ist aber potenziell toxisch für Angehörige der Gesundheitsberufe und wird nur bei Patienten mit schwerer Immunschwäche eingesetzt.
Vor Beginn der RSV‑Saison sollten geeignete Kinder Nirsevimab oder Clesrovimab erhalten; Nirsevimab kann zusätzlich bei Hochrisikokindern im Alter von 8 bis 19 Monaten eingesetzt werden.



