Das Plattenepithelkarzinom in situ ist eine oberflächliche Plattenepithelneoplasie. Die Diagnose wird mittels Biopsie gestellt. Die Behandlung hängt von den Merkmalen des Tumors ab und kann Kürettage und Elektrodesikkation, chirurgische Exzision, topische Chemotherapie, Elektrokauterisation oder Kryochirurgie umfassen.
(Siehe auch Maligne Hauttumoren im Überblick.)
Das Plattenepithelkarzinom in situ (früher Morbus Bowen genannt) tritt am häufigsten in sonnenexponierten Körperregionen auf, kann aber an jeder Stelle entstehen. Es gilt als Vorstufe und nichtinvasive Form des Plattenepithelkarzinoms, die auf die Epidermis beschränkt ist.
In einer großen longitudinalen Kohortenstudie aus den Niederlanden betrugen die populationsbasierten altersstandardisierten Inzidenzraten des kutanen Plattenepithelkarzinoms in situ 72 pro 100 000 Personenjahre bei Frauen und 68 pro 100 000 Personenjahre bei Männern (1). Das kumulative Risiko für ein Fortschreiten zu einer invasiven Erkrankung nach 5 Jahren betrug etwa 11 %.
Die Risikofaktoren für ein Plattenepithelkarzinom in situ ähneln denen des invasiven Plattenepithelkarzinoms und umfassen kumulative UV-Exposition, Immunsuppression, chronische Reizung oder Narbenbildung sowie in einigen Fällen eine Infektion mit humanen Papillomaviren.
Allgemeiner Hinweis
1. Tokez S, Wakkee M, Louwman M, et al. Assessment of Cutaneous Squamous Cell Carcinoma (cSCC) In situ Incidence and the Risk of Developing Invasive cSCC in Patients With Prior cSCC In situ vs the General Population in the Netherlands, 1989-2017. JAMA Dermatol. 2020;156(9):973-981. doi:10.1001/jamadermatol.2020.1988
Symptome und Anzeichen von Plattenepithelkarzinom in Situ
Die Läsionen können vereinzelt oder multipel vorliegen. Sie sind rotbraun und schuppig oder verkrustet mit geringer Verhärtung und erinnern oft an umschriebene dünne Plaques bei Psoriasis, Ekzem oder eine Dermatophyteninfektion.
Dieses Foto zeigt eine rötlich-braune und schuppige Läsion, die einem Plattenepithelkarzinom in situ entspricht.
Dieses Foto zeigt Läsionen an den Beinen einer Patientin mit Plattenepithelkarzinom in situ.
DR P. MARAZZI/SCIENCE PHOTO LIBRARY
Diagnose von Plattenepithelkarzinom in Situ
Biopsie
Das Plattenepithelkarzinom in situ wird häufig vermutet, wenn ein als Psoriasis oder atopische Dermatitis interpretierter Ausschlag nicht auf die Behandlung anspricht.
Die Diagnose erfolgt durch Biopsie, die eine epidermale Dysplasie in voller Dicke zeigt, aber keine dermale Beteiligung.
Behandlung von Plattenepithelkarzinom in Situ
Behandlung mit topischen Chemotherapeutika
Entfernung oder Ablation über lokale Methoden
Die Behandlung des Plattenepithelkarzinoms in situ hängt von den Eigenschaften der Läsion ab und kann topische Chemotherapeutika, Kürettage und Elektrodesikkation, chirurgische Exzision, Elektrokauterisation oder Kryochirurgie umfassen (1).
Literatur zur Therapie
1. National Comprehensive Cancer Network. NCCN Clinical Practice Guidelines in Oncology (NCCN Guidelines). Squamous Cell Skin Cancer, version 1.2026. https://www.nccn.org/professionals/physician_gls/pdf/squamous.pdf. Accessed November 13, 2025.
Prävention von Plattenepithelkarzinomen in Situ
Da viele Hautkrebserkrankungen offenbar mit der Exposition gegenüber ultravioletter (UV‑)Strahlung zusammenhängen, werden zahlreiche Maßnahmen empfohlen, um die Exposition zu begrenzen (z. B. Sonnenvermeidung, Schutzkleidung, Verwendung von Sonnenschutzmitteln). Für detailliertere Informationen siehe Prävention der Auswirkungen von Sonneneinstrahlung.



