Stimmbandfunktionsstörung

(Stimmlippendysfunktion, paradoxe Stimmlippenbewegung)

VonRebecca Dezube, MD, MHS, Johns Hopkins University
Reviewed ByM. Patricia Rivera, MD, University of Rochester Medical Center
Überprüft/überarbeitet Geändert Nov. 2025
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Stimmbandfunktionsstörung beinhaltet paradoxe oder dysfunktionelle Stimmbandbewegung und ist definiert als eine Adduktion der Stimmlippen bei der Einatmung und Abduktion während der Ausatmung; dadurch werden inspiratorisch eine Atemwegsobstruktion und Stridor verursacht, die oft für Asthma gehalten werden.

Die Stimmbandparese (unilateral und bilateral) wird an anderer Stelle besprochen. Die allgemeine Beurteilung von Patienten mit Stridor wird an anderer Stelle besprochen.

Eine Stimmbandfunktionsstörung tritt häufiger bei Frauen im Alter von 20–40 auf. Die Ätiologie ist unklar, aber sie wurde mit Angstzuständen, Depression, posttraumatischer Belastungsstörung und Persönlichkeitsstörungen in Zusammenhang gebracht. Sie wird nicht als eine artifizielle Störung (d. h. Patienten tun es nicht bewusst) betrachtet. Auch organische Erkrankungen wie die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD), unspezifische Reizstoffe in den Atemwegen und körperliche Anstrengung werden mit zeitweiliger Kehlkopfobstruktion, Atemnot und geräuschvoller Atmung in Verbindung gebracht (1). 

Die Symptome sind in der Regel inspiratorischer Stridor und weniger oft exspiratorisches Giemen. Zu den anderen Manifestationen können Heiserkeit, Engegefühl im Hals, ein Erstickungsgefühl und Husten gehören (2).

Die Diagnose wird durch ein charakteristisches Muster in der Fluss-Volumen-Schleife in der Lungenfunktionsprüfung nahegelegt. Sie wird durch die Beobachtung des inspiratorischen Verschlusses der Stimmlippen bei direkter Laryngoskopie bestätigt. Bei mehreren Patienten, die keine angemessene klinische Reaktion auf Bronchodilatatoren oder inhalative Kortikosteroide (Glukokortikoide) zeigten, wurde fälschlicherweise Asthma diagnostiziert.

Allgemeine Literatur

  1. 1. Morris MJ, Christopher KL: Diagnostic criteria for the classification of vocal cord dysfunction. Chest 138(5):1213–1223, 2010. doi:10.1378/chest.09-2944

  2. 2. Christopher KL. Wood, II RP, Eckert RC, et al: Vocal-cord dysfunction presenting as asthma. N Engl J Med 308: 1566–1570, 1983. doi: 10.1056/NEJM198306303082605

Behandlung von Stimmbandfunktionsstörungen

  • Patientenschulungen

  • Beratung und Sprachtherapie

  • Behandlung der assoziierten organischen Pathologie

Aufklärung und Beratung sind wichtige Maßnahmen. Die Überweisung an einen Logopäden zum Erlernen spezieller Atemtechniken, wie beispielsweise das Hecheln, kann Episoden von Stridor und Atemwegsverengung lindern. Eine mit psychiatrischen Diagnosen einhergehende Funktionsstörung der Stimmlippen spricht auf diese Maßnahmen oft nicht an. In diesen Fällen ist eine Überweisung zur Psychotherapie indiziert. Verhaltenstherapie kann ebenfalls hilfreich sein.

Selten wurden schwere Fälle mit der Tracheostomie behandelt.

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