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Thorakotomie

Von

Noah Lechtzin

, MD, MHS, Johns Hopkins University School of Medicine

Inhalt zuletzt geändert Okt 2016
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Unter Thorakotomie versteht man die chirurgische Öffnung des Brustkorbes. Eingesetzt wird sie zur Diagnostik und Behandlung von Lungenerkrankungen, wenn nichtinvasive Verfahren zu keiner Diagnose führen oder keine eindeutigen Ergebnisse liefern.

Kontraindikationen

Kontraindikationen sind die bei einer Operation üblichen und umfassen

  • Blutungsstörung oder Antikoagulation, die nicht korrigiert werden können

  • Akute kardiale Ischämie

  • Instabilität oder Unzulänglichkeit wichtiger Organsysteme

Vorgehensweise

Es werden drei verschiedene Zugangswege verwendet:

  • Limitierte anteriore oder lateralen Thorakotomie: Ein 6–8 cm langer interkostaler Hautschnitt ermöglicht den Zugang zu den vorderen Strukturen.

  • Posterolaterale Thorakotomie: Der posterolaterale Ansatz erlaubt Eingriffe an Pleura, Hilus, Mediastinum und der gesamten Lunge.

  • "Sternal splitting incision": (mediane Sternotomie): Bei den beiden Lungen Zugriff gewünscht wird, wie in Lungenvolumenreduktion Chirurgie, eine Aufspaltung sternal Einschnitt verwendet wird.

Patienten, die sich einer limitierten Thorakotomie unterziehen, benötigen für 1–2 Tage eine Pleuradrainage und können häufig nach 3–4 Tagen wieder entlassen werden.

Indikationen

Die wichtigsten Indikationen für eine Thoraktomie sind:

  • Lobektomie

  • Pneumektomie

Sowohl Lobektomie als auch Pneumonektomie werden am häufigsten zur Behandlung von Lungenkrebs durchgeführt.

Die videoassistierte thorakoskopische Operation hat die Thorakotomie bei der Entnahme offener Pleura- und Lungenbiopsien weitgehend ersetzt.

Komplikationen

Die Komplikationsmöglichkeiten sind wegen des allgemeinen Narkoserisikos, des Risikos von intraoperativen Verletzungen und des längeren Krankenhausaufenthaltes, der mit größeren postoperativen Beschwerden verbunden ist, schwerer als bei allen anderen Biopsieverfahren. Die größten Gefahren sind

  • Blutung

  • Infektion

  • Pneumothorax

  • bronchopleurale Fistel

  • Reaktionen auf Anästhetika

Die Sterblichkeitsraten für Probethorakotomie liegen im Bereich von 0,5–1,8%.

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