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Levatorsyndrom

Von

Parswa Ansari

, MD, Hofstra Northwell-Lenox Hill Hospital, New York

Inhalt zuletzt geändert Jul 2018
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Unter einem Levatorsyndrom versteht man einen episodenhaften Schmerz im Rektum, der durch einen Spasmus des M. levator ani hervorgerufen wird.

Die Proctalgia fugax (flüchtiger Schmerz im Rektum) und die Kokzydynie (Schmerz in der Kokzydialregion) sind Varianten des Levatorsyndroms. Rektalspasmen verursachen Schmerzen, die typischerweise unabhängig von der Defäkation auftreten und in der Regel weniger als 20 min anhalten. Der Schmerzcharakter kann kurz und intensiv oder auch vage und hoch im Rektum empfunden werden. Er kann spontan oder im Sitzen auftreten und kann den Patienten im Schlaf aufwecken. Der Patient kann das Gefühl haben, dass der Schmerz durch Abgang von Luft oder durch Stuhlgang gelindert wird. In schweren Fällen besteht ein mehrere Stunden anhaltender und häufig rezidivierender Schmerz. Der Patient hat möglicherweise eine Leidensgeschichte von zahlreichen wirkungslosen Operationen.

Diagnose

  • Klinische Bewertung

Die Untersuchung sollte andere schmerzhafte Befunde im Rektum ausschließen (z. B. thrombosierte Hämorrhoiden, Fissuren und Abszesse). Oft erscheint die körperliche Untersuchung normal, obwohl eine gewisse Druckschmerzhaftigkeit und Verhärtung des Levatormuskels, meist auf der linken Seite, bestehen kann. Einzelne Fälle werden durch Beschwerden im Rücken oder Prostatakrankheiten hervorgerufen. Andere Ursachen für pelvine Schmerzen (z. B. Krebs) müssen ausgeschlossen werden. In den meisten Fällen kann eine eindeutige Ursache für das Levator-Syndrom nicht identifiziert werden.

Therapie

  • Analgetika, Sitzbäder

  • Gelegentlich elektrogalvanische Stimulation

Die Behandlung eines Levatorsyndroms besteht darin, den Patienten über die grundsätzlich gutartige Natur dieser Beschwerden aufzuklären. Eine akute Schmerzepisode kann durch Luftabgang oder Stuhlgang, durch ein Sitzbad oder milde Analgetika gelindert werden. Bei intensiveren Symptomen kann eine physikalische Therapie wirksam sein. Skelettmuskelrelaxanzien oder Analsphinktermassage können unter lokaler oder regionaler Anästhesie versucht werden, aber ihr Erfolg ist zweifelhaft.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.

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