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Hiatushernie

Von

Kristle Lee Lynch

, MD, Perelman School of Medicine at The University of Pennsylvania

Inhalt zuletzt geändert Apr 2018
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Quellen zum Thema

Unter einer Hiatushernie versteht man eine Vorstülpung des Magens durch den Hiatus diaphragmaticus. Die meisten Hernien sind asymptomatisch, aber die erhöhte Inzidenz für sauren Reflux kann zu Symptomen einer gastroösophagealen Refluxerkrankung GERD führen. Die Diagnose wird durch einen Bariumbreischluck gestellt. Die Behandlung richtet sich nach den Symptomen der GERD, wenn sie besteht.

Ätiologie

Die Ätiologie ist unbekannt, es wird aber angenommen, dass eine Hiatushernie durch die Dehnung der Faszienbefestigung zwischen Ösophagus und Zwerchfell (der Öffnung, durch die der Ösophagus durch das Zwerchfell tritt) erworben wird.

Pathophysiologie

Es gibt 2 Haupttypen von Hiatushernie:

  • Gleitende Hiatushernie (am häufigsten): Die gastroösophageale Verbindung und ein Teil des Magens befinden sich über dem Zwerchfell.

  • Paraesophageale Hiatushernie: Der gastroösophageale Übergang befindet sich an der normalen Stelle, aber ein Teil des Magens grenzt an die Speiseröhre in der Zwerchfellaussparung.

Hernien können auch in anderen Teilen des Zwerchfells entstehen ( Zwerchfellhernie).

Verständnis Hiatushernie

Unter einer Hiatushernie versteht man eine abnorme Vorwölbung eines Teils des Magens durch das Zwerchfell.

Verständnis Hiatushernie

Eine Hiatusgleithernie ist häufig und wird nebenbefundlich auf Röntgenaufnahmen bei über 40% der Bevölkerung gefunden. Daher ist das Verhältnis zwischen Hernie und Symptomen unklar. Obwohl einerseits die meisten Patienten mit einer GERD eine Hiatushernie unterschiedlichen Ausmaßes haben, leiden andererseits weniger als 50% der Patienten mit Hiatushernie unter einer GERD.

Symptome und Beschwerden

Die Mehrzahl der Patienten mit einer Hiatusgleithernie sind asymptomatisch, Brustschmerzen und andere Refluxsymptome können aber auftreten. Eine paraösophageale Hiatushernie ist ebenfalls im Allgemeinen asymptomatisch, kann aber im Gegensatz zur Hiatusgleithernie inkarzeriert und stranguliert werden. Eine okkulte oder massive gastrointestinale Blutung kann bei beiden Typen auftreten.

Diagnose

  • Bariumbreischluck

  • Manchmal obere Endoskopie

Eine große Hiatushernie wird oft nebenbefundlich in der Röntgenthoraxaufnahme gesehen. Kleinere Hernien werden mit einem Bariumbreischluck diagnostiziert.

Hernien können auch mit oberer Endoskopie gesehen werden.

Therapie

  • Manchmal chirurgische Korrektur

  • Gelegentlich Protonenpumpenhemmer

Eine asymptomatische Hiatusgleithernie erfordert keine gezielte Therapie. Patienten mit begleitender gastroösophagealer Refluxkrankheit sollten mit einem Protonenpumpenhemmer behandelt werden.

Eine paraösophageale Hernie sollte wegen des Strangulationsrisikos operativ verkleinert werden.

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