Die Bursitis calcanea inferior ist eine Entzündung der Bursa subcalcanea nahe dem Ansatz der Plantarfaszie. Die Diagnose ist überwiegend klinisch, wird jedoch mittels MRT bestätigt. Die Behandlung kann eine lokale Injektion eines Glukokortikoids in Kombination mit einem Anästhetikum einschließen.
Eine Bursitis kann sich am inferioren Kalkaneus nahe dem Ansatz der Plantarfaszie entwickeln. (Siehe auch Übersicht zu Erkrankungen der Füße und Sprunggelenke.)
Die Bursitis calcanea inferior präsentiert sich typischerweise als akuter pochender Schmerz, besonders beim Barfußgehen auf harten Oberflächen. Der Schmerz ist am stärksten ausgeprägt, wenn die Ferse beim Gehen oder Laufen zuerst den Boden berührt. Leichte Wärme und Schwellungen können vorhanden sein.
Im Gegensatz dazu ist ein chronischer dumpfer Schmerz mit der Plantarfasziitis assoziiert. Der Schmerz bei einer Bursitis calcanea inferior unterscheidet sich auch vom Fettkissen-Syndrom, das häufiger bei älteren Patienten auftritt.
Die MRT kann das Vorliegen einer Bursa bestätigen und gleichzeitig eine kalkaneale Stressfraktur ausschließen.
Fettkissen-Syndrom
Das Fettkissen-Syndrom kann mit der Bursitis calcanea inferior verwechselt werden, da beide Erkrankungen mit Fersenschmerzen einhergehen. Mit zunehmendem Alter wird das subkutane Gewebe, das das inferiore Fersenbein-Fettkissen bildet, dünner und wandert nach peripher. Eine langjährige rheumatoide Arthritis, der übermäßige Einsatz von Glukokortikoid-Injektionen in die Ferse und sogar Flüssigkeitsmangel können zu einer Hautverdünnung an der Ferse und zum Verlust des Fettpolsters führen. Patienten präsentieren sich mit dumpfen Schmerzen ähnlich einer Knochenprellung infolge wiederholter Belastung. Die Diagnose erfolgt in der Regel klinisch, kann jedoch durch Ultraschall und MRT bestätigt werden, mit denen eine Ausdünnung des Fettpolsters festgestellt und eine Unterscheidung von anderen Ursachen für Fersenschmerzen getroffen werden kann. Die Behandlung des Fettkissen-Syndroms unterscheidet sich ebenfalls; entlastende (akkommodierende) Einlagen werden verwendet, um den betroffenen Bereich zu polstern.
Behandlung der Bursitis calcanea inferior
Injektion eines Glukokortikoids kombiniert mit einer Anästhesielösung
Modifikation des Schuhwerks
Die Behandlung einer Bursitis calcanea inferior besteht in der Injektion einer Kombination aus Lokalanästhetikum und Glukokortikoid sowie in Schuhen mit weichen Sohlen und Fersenkissenpolsterung (siehe Überlegungen zum Einsatz von Glukokortikoidinjektionen).
Orthopädische Einlagen mit tiefer Fersenschale und unterstützendem Fußgewölbe können Patienten eine funktionelle Behandlungsoption bieten, um die Gehfähigkeit zu erhalten. Dehnübungen, die darauf abzielen, die Flexibilität der Achillessehne bei Dorsalflexion des Sprunggelenks zu verbessern, können wiederholte Belastungen am Ansatz der Plantarfaszie am Fersenbein verringern.
Bei Patienten, die nicht ausreichend auf eine konservative Behandlung ansprechen, können eine offene Exzision der Schleimbeutel und eine Freisetzung des medialen Teils der Plantarfaszie zu einer Linderung der Symptome führen. Dieses Verfahren ist jedoch nicht ohne Risiken, insbesondere aufgrund des Verlusts des Windlass-Mechanismus des medialen Längsgewölbes und des möglichen Verlusts der Gewölbehöhe.



