Larva migrans cutanea

Larva currens (Kriechkrankheit)

VonJames G. H. Dinulos, MD, Geisel School of Medicine at Dartmouth
Reviewed ByJoseph F. Merola, MD, MMSc, UT Southwestern Medical Center
Überprüft/überarbeitet Geändert Nov. 2025
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Die Larva migrans cutanea ist die Hautmanifestation eines Hakenwurmbefalls. Die Diagnose wird klinisch gestellt. Die Behandlung besteht in der oralen oder topischen antihelminthischen Therapie.

Die kutane Larva migrans ist eine parasitäre Hauterkrankung, die durch Ancylostoma-Spezies verursacht wird, am häufigsten durch Hunde- oder Katzenhakenwürmer Ancylostoma caninum oder Ancylostoma braziliense (1).

Hakenwurm-Eier in Hunde- oder Katzenkot entwickeln sich zu infektiösen Larven, wenn sie in warmer, feuchter Erde oder Sand liegen (2). Zur zoonotischen Übertragung auf den Menschen kommt es bei direktem Hautkontakt mit kontaminierter Erde oder Sand, sodass die Larven durch die ungeschützte Haut meist an Füßen, Beinen, Gesäß oder Rücken eindringen können. Die Larven entwickeln sich in der Haut normalerweise nicht zu adulten Würmern. Obwohl es vereinzelte Berichte über eine eosinophile Enteritis im Zusammenhang mit Infektionen durch A. caninum gibt, ist unklar, ob diese auf eine tiefere Wanderung der Hautlarven oder auf die versehentliche Aufnahme infektiöser Larven zurückzuführen sind (3).

Kutane Larva migrans kommt weltweit vor, am häufigsten in tropischen oder subtropischen Umgebungen, wird aber zunehmend in gemäßigten Regionen gemeldet. Das Auftreten dieser Erkrankung in zuvor nicht betroffenen Ländern wird auf veränderte Reisegewohnheiten sowie auf den Klimawandel zurückgeführt (4, 5).

Infektionen bei kutaner Larva migrans unterscheiden sich von parasitären Hautinfestationen, die durch Schistosoma-Arten verursacht werden und sich am häufigsten als Reizdermatitis um die Penetrationsstelle der Zerkarien (unreifes Parasitenstadium) manifestieren. Siehe Durch aviäre und sonstige tierische Schistosomen verursachte Dermatitis.

Informationen zu verwandten Ancylostoma-Arten, die menschliche Infektionen verursachen, finden Sie unter Hakenwurminfektionen. Für Details zu Tierkrankheiten siehe Hakenwürmer bei Kleintieren.

Die kutane Larva migrans verursacht starken Juckreiz. Die Anzeichen sind Erythem und Papeln an der Einstichstelle, gefolgt von einer gewundenen, serpiginösen subkutanen Spur einer rötlich-braunen Entzündung in der oberen Dermis (1). Die serpiginösen Gänge sind häufig migratorisch und breiten sich täglich um bis zu wenige Zentimeter aus. Die Patienten können auch Papeln und Vesikel entwickeln, die der Follikulitis ähneln, so genannte Hakenwurm-Follikulitis.

Larva migrans cutanea kann durch eine selbstlimitierende Lungenreaktion kompliziert werden, dem sog. Löffler-Syndrom (fleckige Lungeninfiltrate und periphere Bluteosinophilie) (6).

Die Diagnose der kutanen Larva migrans erfolgt durch Anamnese und Erscheinungsbild bei der körperlichen Untersuchung. Laboruntersuchungen sind in der Regel nicht hilfreich. Eosinophilie ist ungewöhnlich.

Allgemeine Literatur

  1. 1. U.S. Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Hookworm (Extraintestinal). Accessed October 16, 2025.

  2. 2. Bowman DD, Montgomery SP, Zajac AM, et al. Hookworms of dogs and cats as agents of cutaneous larva migrans. Trends Parasitol. 2010;26(4):162-167. doi:10.1016/j.pt.2010.01.005

  3. 3. U.S. Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Clinical Features of Zoonotic Hookworm. February 15, 2024. Accessed October 16, 2025.

  4. 4. Ahmed A, Hemaida MA, Hagelnur AA, et al. Sudden emergence and spread of cutaneous larva migrans in Sudan: A case series calls for urgent actions. IDCases 32:e01789, 2023. doi: 10.1016/j.idcr.2023.e01789

  5. 5. Palaniappan V, Gopinath H, Karthikeyan K. Cutaneous larva migrans. Clin Exp Dermatol. Published online August 7, 2025. doi:10.1093/ced/llaf375

  6. 6. Podder I, Chandra S, Gharami RC. Loeffler's syndrome following cutaneous larva migrans: An uncommon sequel. Indian J Dermatol 61(2):190–192, 2016. doi: 10.4103/0019-5154.177753

Behandlung der Larva migrans cutanea

  • Orale oder topische antihelminthische Therapie

Obwohl die Infektion in der Regel nach einigen Wochen spontan abklingt, rechtfertigen die Beschwerden und das Risiko einer bakteriellen Sekundärinfektion eine Behandlung.

Die Behandlung besteht aus einer antihelminthischen Therapie mit oralen oder topischen Mitteln.

Orale Medikamente werden im Allgemeinen bevorzugt, da sie in der Regel gut verträglich und einfacher zu handhaben und zu beschaffen sind als topische Mittel. Orales Ivermectin und Albendazol sind wirksame Behandlungsoptionen und wahrscheinlich wirksamer als Mebendazol (1).

Topisches Thiabendazol (Tiabendazol in einigen Regionen) 10 bis 15% als Flüssigkeit oder Creme (rezepturmäßig hergestellt) für bis zu 1 Woche kann als Alternative verwendet werden (2). Topische Albendazol 10% Salbe (rezepturmäßig hergestellt) kann ebenfalls verwendet werden, jedoch sind die Daten zur Wirksamkeit begrenzt.

Literatur zur Behandlung

  1. 1. López-Neila D, Salvador F, Martínez-Campreciós J, et al. Imported Cutaneous Larva Migrans: Epidemiological, Clinical, and Therapeutic Aspects Analyzed in a Referral Tropical Medicine Unit in Barcelona. Am J Trop Med Hyg. 2025;113(1):81-85. Published 2025 May 6. doi:10.4269/ajtmh.24-0856

  2. 2. Heukelbach J, Feldmeier H. Epidemiological and clinical characteristics of hookworm-related cutaneous larva migrans. Lancet Infect Dis. 2008;8(5):302-309. doi:10.1016/S1473-3099(08)70098-7

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