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Taucher-Lungenödem

(Swimming-Induced Pulmonary Edema; SIPE)

Von

Richard E. Moon

, MD, Duke University Medical Center

Medizinisch überprüft Jun 2021
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Das Taucher-Lungenödem ist ein plötzliches Auftreten von Flüssigkeit in den Lungen, das typischerweise zu Beginn eines Tauchgangs und in der Tiefe auftritt.

Das Taucher-Lungenödem ist in den letzten zwei Jahrzehnten immer bekannter geworden. Es tritt auf, wenn Blut aus den Beinen und dem Bauch in die Lunge zurückfließt, wodurch sich der Druck in den Blutgefäßen der Lunge erhöht und dadurch Blutplasma in die Lufträume leckt. Dieses Ödem tritt in der Regel bei Leistungsschwimmern in offenen Gewässern, die an der Wasseroberfläche schwimmen, aber auch bei Tauchern auf. Ein Taucher-Lungenödem steht nicht mit einem Lungen-Barotrauma Pulmonales (Lungen-)Barotrauma Diese Gewebeschädigung entsteht durch eine Veränderung des Drucks, durch den das in den verschiedenen Körperstrukturen enthaltene Gas verdichtet wird oder sich ausdehnen kann. Davon betroffen... Erfahren Sie mehr oder einer Dekompressionskrankheit Dekompressionskrankheit Bei der Dekompressionskrankheit bildet der unter erhöhtem Umgebungsdruck im Blut und Gewebe gelöste Stickstoff bei Druckabfall Gasbläschen. Zu den Symptomen zählen Müdigkeit und Schmerzen in... Erfahren Sie mehr in Verbindung. Kaltes Wasser und eine Vorgeschichte mit Bluthochdruck Bluthochdruck Bluthochdruck (Hypertonie) ist ein dauerhaft hoher Druck in den Arterien. Die Ursache für Bluthochdruck ist oft nicht bekannt, aber manchmal tritt er infolge einer zugrundeliegenden Erkrankung... Erfahren Sie mehr Bluthochdruck und anderen Herzkreislauferkrankungen sind Risikofaktoren.

Taucher tauchen für gewöhnlich schnell auf und sind sehr kurzatmig. Typisch sind ein Husten mit schaumigem oder blutigem Auswurf und niedrige Sauerstoffkonzentrationen im Blut.

Die Ärzte machen Untersuchungen wie Röntgenbilder der Brust und eine Echokardiografie, um die Diagnose zu bestätigen.

Die Behandlung schließt die Entfernung von Wasser und Sauerstoff mit ein. Harntreibende Mittel (Diuretika) und künstliche Beatmung Künstliche Beatmung Künstliche Beatmung erfolgt über ein Beatmungsgerät, das den Luftstrom in die Lunge und aus ihr heraus unterstützt. Manche Patienten mit respiratorischer Insuffizienz benötigen ein solches Beatmungsgerät... Erfahren Sie mehr im Krankenhaus sind manchmal notwendig. Eine Kompressionstherapie wird nicht gemacht.

Vorbeugung

Weitere Informationen

Die folgenden Quellen in englischer Sprache können nützlich sein. Bitte beachten Sie, dass das MANUAL nicht für den Inhalt dieser Quellen verantwortlich ist.

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