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Brandbomben und Fluorwasserstoff (HF)

Von

James M. Madsen

, MD, MPH, U.S. Army Medical Research Institute of Chemical Defense (USAMRICD)

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2021| Inhalt zuletzt geändert Feb 2021
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Es gibt viele Arten von chemischen Waffen, die auf verschiedene Körperteile abzielen. Militärische Brandbomben sind Chemikalien, die darauf ausgelegt sind, das Kampffeld zu beleuchten, Feuer zu legen und Rauch zu erzeugen, um das Terrain und das Personal zu verstecken. Zu den Stoffen zählen verdicktes Benzin (Napalm), Thermit, weißer Phosphor und Magnesium. Alle diese Komponenten können Massenverletzungen verursachen.

Napalm hat eine marmeladenartige Konsistenz. Die anderen Brandbomben werden für gewöhnlich als staubförmige Stoffe in Waffen eingesetzt. Viele Brandbomben werden bei Sprenggeschossen oder Bomben verwendet. Weißer Phosphat kann die Haut oder die Kleidung weiter verbrennen, wenn es der Luft ausgesetzt ist. Da Magnesium unter Wasser brennen kann, brennt es auch innerhalb des Gewebes weiter.

Die in der Industrie und in anderen geschäftlichen Anwendungen verwendete Flusssäure (HF) wird häufig mit Salzsäure (der in Schwimmbädern eingesetzten Säure) verwechselt. Aus diesem Grund wird sie als HF bezeichnet. HF kann bei Raumtemperatur in flüssiger Form oder als Dampf vorliegen. Am häufigsten erfolgt die Einwirkung über die Haut, die Augen und die Lungen. HF dringt tief in die Haut ein. Neben schweren Verätzungen und Schmerzen kann HF die Chemikalien (Elektrolyte) im Körper stark aus dem Gleichgewicht bringen, was manchmal zu Herzrhythmusstörungen und Tod führen kann.

Symptome

Verbrennungen, die durch einen Brandstoff verursacht werden, ähneln denen anderer Verbrennungen, die durch Hitze oder Feuer verursacht werden.

Die Einwirkung von HF verursacht eventuell nicht sofort Schmerzen oder Verbrennungen. Die Schmerzen treten möglicherweise erst innerhalb einer Stunde auf, typischerweise erst nach 2 oder 3 Stunden. Sobald die Schmerzen aber auftreten, sind sie aber stark und intensiv. Die betroffene Haut wird nach und nach rötlich, erscheint aber nicht so stark beeinträchtigt zu sein, wie die starken Schmerzen dies vermuten lassen.

Diagnose

  • Untersuchung durch den Arzt

Verbrennungen aufgrund eines Brandstoffs sind von den Ersthelfern einfach zu erkennen. Es braucht aber Zeit, bis die Verbrennungen, die von HF (insbesondere in niedriger Konzentration) verursacht wurden, zu Symptomen führen, weshalb das medizinische Personal in der Folge darauf achten wird, ob eine Verletzung das tiefere Gewebe und die Organe des Patienten geschädigt hat. Verbrennungen, die durch weißen Phosphor verursacht wurden, können glimmen oder rauchen, wenn sie der Luft ausgesetzt sind.

Behandlung

  • Dekontamination der Haut

Die Ersthelfer werden die Hautbereiche, die vom weißen Phosphor befallen sind, mit Wasser abspülen oder sie ersticken die Bereiche, um die Zufuhr von Luft zu blockieren. Partikel von weißem Phosphor werden entfernt (sie haften oft fest an der Haut) und in Wasser gegeben. Rauchspuren können gute Anzeichen für die Platzierung kleiner Partikel sein. Partikel brennenden oder rauchenden Magnesiums auf der Haut werden so schnell als möglich entfernt. Die Wunden können mit Öl abgedeckt werden, bis die Partikel entfernt werden können.

Bei Kontakt mit HF müssen Betroffene sofort dekontaminiert werden. Die Verbrennungen werden mit viel Wasser gespült. Da HF aber schnell in die Haut eindringt, können sich beträchtliche Probleme einstellen, selbst nach einer vollständigen Dekontaminierung. In der Regel tragen die Ärzte eine Salbe mit Kalzium auf oder injizieren Kalzium in die kontaminierte Stelle. Menschen, die stark kontaminiert wurden, werden ins Krankenhaus eingewiesen, um die Herzfunktion zu überprüfen und eine zusätzliche Behandlung durchzuführen.

Die in diesem Artikel zum Ausdruck gebrachten Ansichten entsprechen denen des Autoren und spiegeln nicht die offizielle Politik des US-Militärministeriums, des US-Verteidigungsministeriums oder der US-amerikanischen Regierung wieder.

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