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Dünndarmkrebs

(Tumor im Dünndarm)

Von

Minhhuyen Nguyen

, MD, Fox Chase Cancer Center, Temple University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2019| Inhalt zuletzt geändert Jul 2019
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  • Blut im Stuhl ist ein häufiges Symptom, aber manchmal blockiert der Krebs den Darm und verursacht krampfartige Bauchschmerzen und Erbrechen.

  • Die Diagnose basiert auf verschiedenen Methoden zur Betrachtung des Darms, einschließlich Enteroklysma und Röntgenaufnahmen mit Bariumschluck.

  • Die chirurgische Entfernung ist die beste Behandlungsform.

Bösartige (maligne oder kanzeröse) Tumoren im Dünndarm sind sehr selten und treten in den USA jährlich bei etwa 10.470 Menschen auf. Die häufigste Krebsart, die im Dünndarm vorkommt, ist das Adenokarzinom. Das Adenokarzinom bildet sich in den Drüsenzellen der Dünndarmschleimhaut. Patienten mit Morbus Crohn im Dünndarm haben ein erhöhtes Risiko, ein Adenokarzinom zu entwickeln.

Seltene Arten von Dünndarmkrebs

Karzinoide Tumore können in den Drüsenzellen der Schleimhaut des Dünndarms entstehen. Karzinome geben oft Hormone ab, die zu Durchfall und Hautrötung führen. Durch Chemotherapie und andere Medikamente lassen sich die von Karzinomen ausgelösten Symptome manchmal beherrschen.

Ein Lymphom (Krebs des Lymphsystems) kann sich im mittleren Abschnitt (Jejunum) und im unteren Abschnitt des Dünndarms (Ileum) entwickeln. Durch das Lymphom kann ein Darmabschnitt steif werden oder sich verlängern. Dieser Krebs ist häufiger bei Personen mit unbehandelter Zöliakie. Chemotherapie und Strahlentherapie können helfen, die Symptome zu beherrschen und verlängern manchmal das Überleben.

Ein Leiomyosarkom (Krebs der glatten Muskelzellen) kann sich in der Dünndarmwand entwickeln. Eine Chemotherapie kann die Überlebenszeit nach der Operation zur Entfernung von Leiomyosarkomen leicht verlängern.

Das Kaposi-Sarkom ist eine Art Hautkrebs, der die inneren Organe befallen kann und manchmal aufgrund einer Infektion mit dem humanen Immundefizienzvirus (HIV) bei Menschen mit AIDS auftritt. Das Kaposi-Sarkom kann überall im Verdauungstrakt auftreten, in der Regel ist es aber im Magen, Dünndarm oder Dickdarm zu finden. Diese Krebsform verursacht in der Regel keine Symptome im Verdauungstrakt, aber es können Blutungen, Durchfall und eine Darminvagination (ein Abschnitt des Darms stülpt sich in einen anderen, etwa wie bei einem Teleskop) auftreten. Die Behandlung des Kaposi-Sarkoms hängt davon ab, wo der Krebs entstanden ist. Unter anderem kann eine Operation, Chemotherapie oder Strahlentherapie erfolgen.

Symptome

Ein Adenokarzinom kann zu einer Blutung in den Darm, die sich als Blut im Stuhl zeigt, und zu einer Blockierung führen, die wiederum zu krampfartigen Bauchschmerzen, Aufblähen (Dehnung) des Bauches und Erbrechen führt. Manchmal verursachen Tumore im Dünndarm eine Darminvagination.

Diagnose

  • Enteroklyse

  • Endoskopie

  • Video-Kapselendoskopie

Die Ärzte führen typischerweise eine Enteroklyse durch. Bei dieser Untersuchungsmethode wird eine große Menge bariumhaltige Flüssigkeit über einen Schlauch in der Nase eingebracht und Röntgenaufnahmen angefertigt, während sich das Barium durch den Verdauungstrakt bewegt. Manchmal wird diese Untersuchungsmethode mit einer Aufnahme mittels Computertomographie (CT) anstelle von Röntgenaufnahmen durchgeführt. Dann kann die Person das Barium einfach trinken und benötigt keinen Schlauch in der Nase.

Der Arzt kann ein Endoskop (einen biegsamen Kameraschlauch –  Endoskopie) durch den Mund bis in den Zwölffingerdarm und den Leerdarm (den oberen und mittleren Abschnitt des Dünndarms) führen, um den Tumor zu lokalisieren und eine Biopsie durchzuführen (Entnahme von Gewebe für eine mikroskopische Untersuchung). Krebs im Krummdarm (dem unteren Abschnitt des Dünndarms) kann der Arzt manchmal erkennen, indem er ein Koloskop (ein Endoskop zur Betrachtung des unteren Verdauungstrakts) durch den After und den gesamten Dickdarm bis zum Krummdarm vorschiebt.

Eine drahtlose, batteriebetriebene Kapsel mit einer oder zwei kleinen Kameras (Video-Kapselendoskopie) kann verschluckt werden, mit deren Hilfe dann Aufnahmen von Tumoren im Dünndarm erstellt werden können.

Manchmal ist für die Diagnose eines Tumors im Dünndarm eine Operation notwendig.

Behandlung

  • Operative Entfernung

Die sicherste Behandlung für alle Arten von bösartigen Wucherungen besteht darin, den Tumor aus dem Dünndarm operativ zu entfernen.

Wenn Ärzte den Tumor mit einem Endoskop sehen können, können sie ihn auch gleich mit elektrischem Strom (Elektrokauter) oder Hitze (thermische Obliteration) oder einem hochenergetischen Lichtstrahl (Laserfototherapie) entfernen.

Chemotherapie und Strahlentherapie nach der Operation verlängern das Überleben nicht.

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