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Horner-Syndrom

(Horner's Syndrome)

Von

Phillip Low

, MD, College of Medicine, Mayo Clinic

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2020| Inhalt zuletzt geändert Apr 2020
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Quellen zum Thema

Das Horner-Syndrom betrifft eine Seite des Gesichts und verursacht ein Herabhängen des Lids, eine Verengung der Pupille und erhöhte Schweißbildung. Die Ursache ist ein Riss in den Nervenfasern, die das Auge mit dem Gehirn verbinden.

  • Das Horner-Syndrom kann allein auftreten oder die Folge einer Störung sein, die die Nervenfasern zerreißt, die das Gehirn mit dem Auge verbinden.

  • Das Oberlid hängt herab, die Pupille bleibt klein und die betroffene Gesichtsseite schwitzt ggf. weniger.

  • Der Arzt untersucht die Pupille, um zu sehen, ob sie sich erweitert, und erforscht die Ursachen ggf. mithilfe bildgebender Verfahren.

  • Wenn eine Ursache festgestellt werden kann, so wird diese behandelt.

Das Horner-Syndrom kann bei Menschen jeden Alters auftreten.

Ursachen

Einige der Nervenfasern, die die Augen mit dem Gehirn verbinden, machen einen Umweg. Sie verlaufen vom Gehirn nach unten, entlang des Rückenmarks. Sie treten aus dem Rückenmark in Höhe der Brust heraus und verlaufen dann neben der Halsschlagader zum Hals hoch, durch den Schädel und zum Auge. Wenn diese Nervenfasern irgendwo auf ihrer Bahn unterbrochen werden, tritt das Horner-Syndrom auf.

Das Horner-Syndrom kann allein oder als Folge einer anderen Störung auftreten. Ursache kann eine Störung im Halsbereich oder im Rückenmark sein, aber auch in Brust, Kopf oder Gehirn, wie z. B. die folgenden Probleme:

Das Horner-Syndrom kann angeboren (kongenital) sein.

Symptome

Das Horner-Syndrom greift das Auge auf der Seite an, an der die beschädigten Nervenfasern liegen.

Zu den Symptomen gehören das Herabhängen des Oberlids (Ptosis) und eine verengte Pupille (Miosis). Bei manchen Patienten beeinträchtigt die verengte Pupille das Sehen im Dunkeln. Die meisten Betroffenen stellen aber keine Veränderung ihres Sehvermögens fest.

Die betroffene Gesichtsseite schwitzt ggf. weniger als normal oder gar nicht und ist in seltenen Fällen gerötet.

In der kongenitalen Ausprägung bleibt die Iris des betroffenen Auges blaugrau, wie zum Zeitpunkt der Geburt.

Diagnose

  • Augentropfentest

  • Eine Magnetresonanztomographie oder Computertomographie wird zur Bestimmung der Ursache durchgeführt.

Das Horner-Syndrom wird auf Grundlage der Symptome vermutet.

Um die Diagnose „Horner-Syndrom“ abzusichern und das Problem abzuklären, nimmt der Arzt eine zweiteilige Untersuchung vor:

  • Zunächst werden Augentropfen, die kleine Mengen von Kokain oder einem anderen Arzneimittel (Apraclonidin) enthalten, in beide Augen verabreicht.

  • Ist ein Horner-Syndrom wahrscheinlich, wird 48 Stunden später eine zweite Untersuchung vorgenommen. Der Arzt verabreicht Cathin-Tropfen in beide Augen.

Durch die Reaktion der Pupillen lässt sich feststellen, ob das Horner-Syndrom wahrscheinlich ist und wo das Problem liegt.

Wenn wahrscheinlich ein Horner-Syndrom vorliegt, wird eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) von Gehirn, Rückenmark, Brust oder Hals durchgeführt, um abzuklären, ob Tumoren oder andere schwere Störungen vorliegen, aufgrund derer Nervenfasern zwischen Gehirn und Auge unterbrochen sein könnten.

Behandlung

  • Behandlung der Ursache, sofern diese feststeht

Wenn eine Ursache für das Horner-Syndrom festgestellt werden kann, so wird diese behandelt. Für das Horner-Syndrom gibt es allerdings keine spezifische Behandlung. Häufig ist eine Behandlung nicht notwendig, weil das Herabhängen des Lids minimal ist.

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