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Die Biologie der Zähne

Von

Rosalyn Sulyanto

, DMD, MS, Harvard School of Dental Medicine and Boston Children's Hospital

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2020| Inhalt zuletzt geändert Feb 2020
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Quellen zum Thema

Ein Zahn unterteilt sich in die Zahnkrone oberhalb des Zahnfleischsaums und die Zahnwurzel unterhalb des Zahnfleischsaums.

Die Krone ist von einer glänzend weißen Substanz überzogen, dem Zahnschmelz, der den Zahn schützt. Zahnschmelz ist das härteste Material im Körper. Wenn dieser Schmelz jedoch beschädigt wird, kann der Körper ihn selbst kaum reparieren.

Unter dem Zahnschmelz befindet sich das Zahnbein (Dentin), ein Material ähnlich wie Knochen, aber härter. Das Dentin umgibt die Zahn- bzw. Pulpahöhle, die wiederum Blutgefäße, Nerven und Bindegewebe enthält. Dentin ist berührungs- und temperaturempfindlich.

Die Blutgefäße und Nerven treten durch die Wurzelkanäle, die ebenfalls von Dentin umgeben sind, in die Zahnhöhle ein. In der Wurzel ist das Dentin von Zahnzement bedeckt, einer dünnen, knochenartigen Substanz. Der Zement ist von einer Membran umgeben (Band des Zahnhalteapparats), die den Zahn polstert und die Zementschicht und damit den ganzen Zahn sicher im Kieferknochen festhält.

Ein Blick ins Innere des Zahns

Zahn

Menschen haben zwei Sätze natürlicher Zähne:

  • Milchgebiss: Die Milchzähne wachsen zuerst und werden später durch die bleibenden Zähne ersetzt.

  • Bleibendes Gebiss: Die bleibenden Zähne ersetzen die Milchzähne.

Das Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen: pro Kiefer ein Paar vordere Schneidezähne (Incisivi), seitliche Schneidezähne, Eckzähne (Canini), erste Molaren (Mahl- bzw. Backenzähne) und zweite Molaren.

Das Erwachsenengebiss hat 32 bleibende Zähne: pro Kiefer ein Paar vordere Schneidezähne (Incisivi), seitliche Schneidezähne, Eckzähne (Canini), erste Prämolaren (Vormahlzähne), zweite Prämolaren, erste Molaren, zweite Molaren und dritte Molaren (Weisheitszähne). Nicht bei allen Menschen brechen alle vier Weisheitszähne durch; im Gebiss mancher Menschen fehlen sie völlig.

Ein Blick in den Mund

Ein Blick in den Mund

Zahndurchbruch

Die normalen Zeitrahmen für den Durchbruch der Zähne durch das Zahnfleisch (Dentition) variieren sehr stark. Beim Milchgebiss machen die vorderen Schneidezähne den Anfang. Sie treten gewöhnlich im Alter von etwa sechs Monaten aus dem Kiefer. Es folgen die daneben sitzenden seitlichen Schneidezähne, daraufhin die ersten Milchmolaren, die Eckzähne und schließlich die zweiten Milchmolaren. Gewöhnlich sind mit etwa zweieinhalb Jahren alle Zähne des Milchgebisses durchgebrochen.

Ab dem sechsten Lebensjahr werden dann alle Milchzähne durch einen bleibenden Zahn verdrängt. Die ersten bleibenden Molaren (Sechsjahrmolaren) brechen hinter den letzten Milchgebissmolaren durch und ersetzen somit keine vorhandenen Zähne. Das gilt auch für die bleibenden zweiten und dritten Molaren. Als letzte bleibende Zähne brechen die Weisheitszähne in der Regel im Alter von 17 bis 21 Jahren durch.

In seltenen Fällen trägt ein Neugeborenes schon bei seiner Geburt einen Milchzahn (Dens natalis) oder es bricht im ersten Monat nach der Geburt ein Zahn durch (Dens neonatalis). Gewöhnlich handelt es sich dabei um Milchschneidezähne im Unterkiefer; es können aber auch überzählige Zähne (Hyperdontie) sein. Diese Zähne werden nur dann entfernt, wenn sie beim Stillen stören oder zu locker werden.

Bei vielen Kindern brechen die bleibenden Schneidezähne im Unterkiefer so durch, dass sie hintereinander stehen. Das Problem kann durch Platzmangel, bleibende Zähne, die sich gedreht haben, oder Anomalien im Knochenwachstum bedingt sein. In diesem Fall ist unter Umständen schon früh eine kieferorthopädische Behandlung Dentalapparaturen Zu Zahnverlust kommt es durch viele Krankheiten, z. B. durch Karies, Erkrankungen des Zahnhalteapparats, Verletzungen oder wenn die Behandlung fehlschlägt. Fehlende Zähne können kosmetische... Erfahren Sie mehr (Zahnspange) nötig. Auch Daumen- oder Fingerlutschen kann die Zahnstellung stören, wodurch manchmal schon früh eine kieferorthopädische Behandlung erforderlich wird.

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