Tests zu Leberwerten im Blut

VonYedidya Saiman, MD, PhD, Lewis Katz School of Medicine, Temple University
Überprüft vonMinhhuyen Nguyen, MD, Fox Chase Cancer Center, Temple University
Überprüft/überarbeitet Geändert Nov. 2025
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Lebertests sind Blutuntersuchungen und stellen eine nichtinvasive Möglichkeit dar, vorsorgliche Untersuchungen auf Lebererkrankungen (z. B. Virushepatitis bei gespendetem Blut) vorzunehmen und ihren Schweregrad, den Krankheitsverlauf sowie das Ansprechen auf Behandlungen zu beurteilen.

Laboruntersuchungen sind im Allgemeinen in folgenden Fällen erfolgreich:

  • Erkennung von Leberentzündungen oder -schädigungen

  • Beurteilung, wie gut die Leber Proteine herstellt („synthetische“ Funktion)

  • Beurteilung, wie gut die Gallenflüssigkeit verarbeitet und durch die Leber, die Gallenblase und das Gallensystem transportiert wird

  • Beurteilung des Schweregrads einer Leberschädigung

  • Überwachung des Krankheitsverlaufs und des Ansprechens auf eine Behandlung

  • Verfeinerung der Diagnose

Lebertests werden anhand von Blutproben gemacht, bei denen die Konzentration von Enzymen und anderen von der Leber produzierten Substanzen bestimmt wird. Dies umfasst folgende Substanzen:

  • Alanin-Aminotransferase (ALT)

  • Albumin

  • Alkalische Phosphatase (ALP)

  • Alpha-Fetoprotein (AFP)

  • Aspartat-Aminotransferase (AST)

  • Bilirubin

  • Gamma-Glutamyltransferase (GGT)

  • Lactatdehydrogenase (LDH)

  • 5’-Nukleotidase

  • Prothrombinzeit (PTZ) und internationales International Normalized Ratio (INR)

  • Partielle Thromboplastinzeit (PTT)

Die Konzentration einiger dieser Substanzen bestimmt das Vorhandensein und den Grad einer Leberentzündung und die Schädigung von Hepatozyten (zum Beispiel ALT, AST). Die Konzentration anderer Substanzen (zum Beispiel Albumin) zeigt an, wie gut die normalen Leberfunktionen wie Proteinsynthese sowie die Verarbeitung und Ausschüttung von Galle (zum Beispiel Bilirubin) ausgeführt werden. Einige dieser Werte können bei Patienten mit Erkrankungen, die nicht mit der Leber zusammenhängen, erhöht sein.

Lebertests

Im Großen und Ganzen werden Leberschädigungen und -entzündungen anhand der folgenden Werte erkannt: ALT- und AST-Werten, Fähigkeit der Leber, Proteine zu bilden, Albumin und PTZ, sowie anhand von Bilirubin, GGT, 5‘-Nukleotidase und ALP die Fähigkeit Galle zu verarbeiten und/oder zu transportieren. Es gibt einige Überschneidungen zwischen diesen Tests.

Die Prothrombinzeit (PTZ) dient der Berechnung der International Normalized Ratio (INR). Sowohl PTZ als auch INR sind Maßeinheiten der Zeit bis zur Blutgerinnung (die Leber setzt bestimmte Proteine zur Blutgerinnung zusammen, die als Blutgerinnungsfaktoren bezeichnet werden). Ein auffälliges Ergebnis von PTZ oder INR kann auf eine akute oder chronische Lebererkrankung hindeuten. Sowohl bei akuten als auch chronischen Lebererkrankungen deuten steigende PTZ- oder INR-Werte typischerweise auf ein Fortschreiten bis zum Leberversagen hin.

Um die mögliche Ursache von Auffälligkeiten in einem Lebertest zu bestimmen, nimmt der Arzt auch die Krankengeschichte (Anamnese) auf und kann bildgebende Verfahren durchführen und/oder eine Leberbiopsie durchführen.

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