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Tumoren der Gallengänge und der Gallenblase

Von

Ali A. Siddiqui

, MD, Thomas Jefferson University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Nov 2018| Inhalt zuletzt geändert Nov 2018
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Tumoren, sowohl gutartige als auch bösartige, innerhalb der Gallengänge oder der Gallenblase sind selten.

  • Mit Ultraschall kann ein Tumor in den Gallengängen oder in der Gallenblase in der Regel erkannt werden.

  • Diese Krebsarten sind in der Regel nicht heilbar, aber die Symptome können behandelt werden.

Eine Krebserkrankung in den Gallengängen (Cholangiokarzinom) ist selten. Sie kann überall in den Gallengängen entstehen, insbesondere außerhalb der Leber. Das Risiko erhöht sich mit zunehmenden Alter und bei Vorliegen einer primär sklerosierenden Cholangitis.

Krebs in der Gallenblase ist ebenfalls selten. Praktisch jeder Patient mit einem Gallenblasenkarzinom hat Gallensteine. Viele Betroffene leben nur noch wenige Monate über das Entstehen dieses Krebses hinaus. Diese Krebsart ist bei amerikanischen Ureinwohnern, Patienten mit großen Gallensteinen und denen mit einer starken Vernarbung der Gallenblase bei einer schweren chronischen Cholezystitis häufiger.

Polypen, d. h. gutartige Geschwulste, können sich in der Gallenblase bilden. Diese verursachen nur selten Symptome und erfordern meist keine Behandlung. Bei Ultraschalluntersuchungen werden sie bei etwa 5 Prozent aller Patienten entdeckt.

Krebs kann den Gallenfluss blockieren, aber die meisten Verstopfungen sind auf Gallensteine zurückzuführen. Noch seltener sind Metastasen in den anliegenden Organen oder Lymphknoten für den Verschluss verantwortlich. Auch gutartige Tumoren in den Gallengängen können zu einem Verschluss führen.

Symptome

Die Symptome von Gallengangskarzinomen treten meist im Alter zwischen 50 und 70 zum ersten Mal auf. Frühe Symptome umfassen Folgendes:

  • Fortschreitende Gelbsucht (gelbliche Verfärbung der Haut und des Weiß im Auge)

  • Bauchbeschwerden

  • Appetitlosigkeit

  • Gewichtsverlust

  • Juckreiz

Die Symptome verschlimmern sich allmählich. Die Bauchschmerzen können sich immer weiter verstärken und dauerhaft werden. Sie werden in der Regel durch einen Verschluss der Gallengänge verursacht. Der Stuhl kann blass werden. Patienten sind müde und fühlen sich unwohl. Sie können eine Masse in der Bauchgegend spüren.

Auch Krebs der Gallenblase verursacht ähnliche Symptome.

Die meisten Polypen der Gallenblase verursachen keine Symptome.

Diagnose

  • Ultraschall und anschließend andere bildgebende Verfahren

  • Manchmal endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP) oder Entnahme einer Gewebeprobe

Wenn ein Gallengang ohne andere erkennbare Ursache blockiert ist, besteht ein Verdacht auf Krebs der Gallengänge oder der Gallenblase. Der Verdacht auf Krebs der Gallengänge besteht besonders bei Patienten mit primär sklerosierender Cholangitis. Bei diesen werden regelmäßig Bluttests zur Bestimmung von Substanzen, die von Tumoren ausgeschieden werden (Tumormarker), durchgeführt.

Die Diagnose wird durch bildgebende Verfahren bestätigt. Meist wird zunächst eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Manchmal erfolgt eine Computertomographie (CT), aber deren Ergebnisse sind häufig nicht beweiskräftig. Cholangiographie durch CT (CT des Gallengangsystems nach Einspritzen eines Röntgenkontrastmittels in eine Vene) oder eine Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie (MRCP) sind normalerweise erforderlich.

Wenn die Ergebnisse der Bildgebung unklar sind, wird eine endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP) durchgeführt. Bei diesem Verfahren wird ein flexibler Betrachtungstubus (Endoskop) durch den Mund in den Dünndarm eingeführt. Ein dünner Schlauch (Katheter) wird durch das Endoskop eingeführt und ein Röntgenkontrastmittel wird durch den Katheter in die Gallengänge gespritzt, das dann auf dem Röntgenbild sichtbar ist. Um Auffälligkeiten zu erkennen, wird anschließend eine Röntgenaufnahme gemacht. Durch dieses Verfahren werden Bilder und Gewebeproben gewonnen. Letztere werden dann unter dem Mikroskop untersucht ( Erläuterung der endoskopisch retrograden Cholangiopankreatikographie).

Wenn dadurch ein Verdacht auf einen Tumor besteht, die Ergebnisse aber nicht eindeutig sind, kann eine Gewebeprobe entnommen werden, indem eine dünne Nadel durch die Haut in den auffälligen Bereich eingeführt wird. Dies erfolgt unter Ultraschall- oder CT-Sicht.

Um das Ausmaß des Tumors zu erkennen, muss manchmal ein großer Schnitt gemacht und der Bereich direkt untersucht werden. Dieses Verfahren wird als Laparotomie bezeichnet.

Behandlung

  • Einsetzen von Stents in die blockierten Gallengänge

  • Manchmal chirurgischer Eingriff zur Entfernung des Tumors

Die meisten Krebsarten der Gallengänge und der Gallenblase sind nicht heilbar, aber die Therapie kann zur Linderung von Symptomen beitragen.

Durch Röhrchen (Stents), die in den betroffenen Gang eingeführt werden, kann die Galle am Verschluss vorbeifließen. Dadurch werden Schmerzen und Juckreiz gelindert. Stents können bei einer ERCP eingesetzt werden.

Ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung von bösartigen Tumoren kann vorgenommen werden, obwohl der Tumor in der Regel nicht vollständig entfernt werden kann. Untersuchungen zu Chemotherapien und Strahlentherapie gegen das Cholangiokarzinom laufen derzeit. Bei Metastasen aus anderen Körpergegenden kann eine Chemotherapie die Symptome etwas lindern, verbessert aber die Überlebensrate kaum.

Gallenblasenkrebs in sehr frühen Stadien, der bei einem chirurgischen Eingriff zur Entfernung von Gallensteinen gefunden wird, kann durch eine Entfernung der Gallenblase oft geheilt werden.

Weitere Informationen

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