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Osteoporose

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The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2019| Inhalt zuletzt geändert Sep 2019
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Was ist Osteoporose?

Osteoporose ist eine Erkrankung, die die Knochen schwächt. Die Knochen werden dünner und brüchiger. Dies wird als Verlust der Knochendichte bezeichnet. Wenn Sie Osteoporose haben, brechen Ihre Knochen leichter.

  • Osteoporose kommt sehr viel häufiger bei Frauen vor, wobei jedoch auch einige Männer Osteoporose bekommen.

  • Für gewöhnlich ist Osteoporose altersbedingt und wird durch eine zu geringe Konzentration an Sexualhormonen und einen Mangel an Vitamin D oder Kalzium hervorgerufen.

  • Sie können Osteoporose vorbeugen, indem Sie auf eine ausreichende Kalzium- und Vitamin-D-Zufuhr achten, gewichtsbelastende Aktivitäten durchführen (wie Walking oder Gewichte heben) und bestimmte Medikamente einnehmen.

Zu den Knochen, die bei Osteoporose leichter brechen, gehören:

  • Handgelenk

  • Wirbelsäule (Wirbelknochen)

  • Hüfte

Ein Bruch eines Wirbelknochens im mittleren oder unteren Rücken kann dazu führen, dass ein Teil der Wirbelsäule in sich zusammenbricht. Dies wird Wirbelkompressionsfraktur genannt.

Wodurch wird Osteoporose verursacht?

Osteoporose wird normalerweise durch Folgendes hervorgerufen:

  • Älterwerden

  • Bei Frauen: geringe Konzentration an Östrogen (weibliches Sexualhormon) – dies ist der Fall nach der Menopause

  • Bei Männern: geringe Konzentration an Testosteron (männliches Sexualhormon)

  • Keine ausreichende Vitamin-D- oder Kalziumzufuhr

Wer hat ein erhöhtes Risiko, an Osteoporose zu erkranken?

Sie haben ein höheres Risiko für Osteoporose, wenn Folgendes auf Sie zutrifft:

  • Sie sind sehr dünn

  • Sie sind weiß oder asiatischer Herkunft

  • Sie müssen eine längere Zeit im Bett liegen, ohne sich zu bewegen

  • Sie rauchen oder trinken Alkohol

  • Sie haben Familienmitglieder mit Osteoporose

Was sind die Symptome von Osteoporose?

Osteoporose verursacht erstmal keine Symptome. Wenn Ihre Knochen nicht brechen, haben Sie möglicherweise nie Symptome.

Wenn die Osteoporose zu Knochenbrüchen führt, haben Sie normalerweise Schmerzen. Wenn Wirbelknochen zusammenbrechen, haben Sie jedoch zunächst keine Schmerzen. Später können sich Rückenschmerzen einstellen, die beim Stehen und Laufen stärker werden.

Wenn mehrere Wirbelkörper in einer Reihe brechen, kann sich die Wirbelsäule krümmen und Sie werden kleiner.

Woran erkennt der Arzt Osteoporose?

Der Arzt vermutet eine Osteoporose auf Basis der Symptome, insbesondere wenn Sie eine Frau über 65 Jahren sind oder Risikofaktoren für Osteoporose bestehen.

Der Arzt ermittelt Ihre Knochendichte mithilfe eines speziellen Röntgenverfahrens, dem sogenannten DEXA-Scan. Ihr Art führt normalerweise einen DEXA-Scan durch, wenn Sie:

  • Eine Frau über 65 sind

  • Eine Frau unter 65 sind, bereits in den Wechseljahren waren und Risikofaktoren aufweisen

Manchmal führt der Arzt Bluttests durch, um den Vitamin-D- und Kalziumspiegel zu überprüfen.

Wie wird Osteoporose behandelt?

Wenn Sie aufgrund der Osteoporose einen Knochenbruch erlitten haben, kann der Arzt:

  • Einen Gips anlegen

  • Eine Operation durchführen

  • Ihnen ein Stützkorsett (bei einem gebrochenen Wirbelknochen) und Physiotherapie verschreiben

Außerdem wird der Arzt Ihnen gegen das Fortschreiten der Knochenschwäche Folgendes empfehlen:

  • Nahrungsmittel mit höherem Kalzium- und Vitamin-D-Gehalt essen

  • Sport mit Gewichtsbelastung treiben, wie Walken und Treppensteigen

  • Einnahme von Medikamenten wie Bisphosphonate

Bisphosphonate unterstützen den Wiederaufbau der Knochendichte. Hormonpräparate sind ebenfalls gut für die Knochen, da eine niedrige Konzentration des weiblichen Sexualhormons das Osteoporose-Risiko erhöht. Ärzte verschreiben Hormonpräparate jedoch meist nicht nur aufgrund von Osteoporose.

Wie kann ich einer Osteoporose vorbeugen?

Die Vorbeugung gegen Osteoporose ist wirksamer als ihre Behandlung. Als vorbeugende Maßnahmen gegen Osteoporose können Sie:

  • Mit dem Rauchen aufhören oder gar nicht erst damit anfangen

  • Alkoholkonsum einschränken

  • Kalzium und Vitamin D in der vom Arzt empfohlenen Menge einnehmen, in Form von Vitaminpräparaten oder Lebensmitteln

  • Sport mit Gewichtsbelastung treiben, wie Walken und Treppensteigen

  • Medikamente einnehmen, die Ihr Arzt Ihnen verschreibt

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
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