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Mitralstenose

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Was ist eine Mitralklappenstenose?

Vier Herzklappen kontrollieren den Blutfluss in und aus dem Herzen. Diese Klappen sind wie eine Tür, die nur in eine Richtung aufgeht; so sorgen sie dafür, dass das Blut in die richtige Richtung fließt.

Die Mitralklappe trennt den linken Vorhof und den linken Ventrikel. Wenn sich diese Klappe öffnet, kann das Blut aus den Lungen vom linken Vorhof in den linken Ventrikel fließen. Die Klappe schließt sich, damit das Blut nicht zurück in den linken Vorhof fließt.

Es kommt zu einer Mitralklappenstenose, wenn sich die Mitralklappe nicht vollständig öffnen lässt und es so schwierig für das Blut aus den Lungen ist, den linken Vorhof zu verlassen. Der Blutdruck im linken Vorhof und in der Lunge steigt.

Wenn eine Mitralklappenstenose vorliegt, kann es durch eine Schwangerschaft noch schneller zu einer Herzinsuffizienz kommen.

Wodurch wird eine Mitralklappenstenose verursacht?

Welche Symptome treten bei einer Mitralklappenstenose auf?

Eine leichte Mitralklappenstenose verursacht gewöhnlich keine Symptome.

  • Schnellere Ermüdung

  • Kurzatmigkeit

  • Schwellungen in den Beinen

Vorhofflimmern kann Folgendes verursachen:

  • Palpitationen (Gefühl von Pochen, Flattern, Herzrasen oder aussetzende Schläge)

  • Kurzatmigkeit

Sobald die Symptome auftreten, kommt es innerhalb von etwa 7 bis 9 Jahren zu einer schweren Behinderung. Kinder mit angeborener Mitralklappenstenose leben oft nicht länger als 2 Jahre, wenn sie nicht operiert werden.

Woran erkennt der Arzt eine Mitralklappenstenose?

Wie wird eine Mitralklappenstenose behandelt?

Liegen keine Symptome vor, ist keine Behandlung notwendig.

Liegen jedoch Symptome vor, erfolgt eine medikamentöse Behandlung, um:

  • mehr Urin auszuscheiden und den Blutdruck in den Lungen zu verringern,

  • die Herzfrequenz zu kontrollieren,

  • Blutgerinnsel zu verhindern.

Wenn die Symptome nicht ausreichend durch die Medikamente kontrolliert werden, kann die Herzklappe repariert oder ersetzt werden.

Ärzte versuchen die Herzklappe, wenn möglich, zu reparieren. Das Verfahren dazu wird als Valvuloplastie bezeichnet. Bei dieser führt der Arzt einen dünnen, hohlen Schlauch (Katheter) durch eine Vene oder Arterie in das Herz ein. Ein Ballon an der Katheterspitze wird aufgeblasen, der gegen die Herzklappe drückt und sie öffnet. Manchmal wird die Klappe während einer Herzoperation repariert.

Wenn die Herzklappe nicht repariert werden kann, kann sie durch Folgendes ersetzt werden:

  • Einer mechanischen Klappe aus Kunststoff

  • Einer Schweine- oder Rinderherzklappe (Bioprothese)

Patienten, die eine mechanische Herzklappe erhalten, müssen ihr ganzes Leben lang Blutverdünner anwenden. Die Herzklappe kann aber mehrere Jahrzehnte halten. Patienten, die eine Bioprothese erhalten, müssen die Blutverdünner nur einige Monate lang einnehmen. Allerdings hält die Klappe nur 10 bis 12 Jahre.

Patienten, deren Herzklappen beschädigt sind oder ersetzt wurden, brauchen manchmal Antibiotika, um eine Infektion der Herzklappe zu verhindern, z. B. in den folgenden Fällen:

  • Zahnbehandlung

  • Bestimmte medizinische Verfahren

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