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Kurzinformationen

Tod und Sterben bei Kindern

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Wie wirkt sich der Tod eines Kindes auf die Familie aus?

Ein Kind zu verlieren ist sehr schmerzhaft und hart für eine Familie.

  • Trauernde Eltern können es schwer haben, sich um die überlebenden Kinder zu kümmern

  • Manchmal bekommen die Eltern rasch ein weiteres Kind, um das verstorbene Kind zu „ersetzen“ – in diesen Situationen sind die Eltern möglicherweise überfürsorglich gegenüber dem neuen Kind oder bauen nur schwer eine Bindung zu diesem Kind auf

  • Eine Beratung kann hilfreich sein

  • Für Eltern, die ein Kind verloren haben, könnte es eine Selbsthilfegruppe in ihrer Gemeinde geben

Wie soll ich den Kindern den Tod eines Familienmitglieds oder geliebten Menschen erklären?

  • Geben Sie Kindern einfache Erklärungen auf einem Niveau, dass sie verstehen können

  • Ältere Kinder können wahrscheinlich schon mehr verstehen – geben Sie ihnen zu verstehen, dass es normal ist, neugierig zu sein und Fragen zu stellen

  • Vergleichen Sie den Tod nicht damit, dass man schlafen geht und nicht mehr aufwacht, weil die Kinder sonst Angst vor dem Einschlafen haben

Wenn Ihr Kind sehr traurig wird oder sich zurückzieht, nicht mehr an Aktivitäten teilnimmt oder aus der Rolle fällt, gehen Sie mit dem Kind zu einem Therapeuten.

Sollen Kinder kranke oder sterbende Menschen in einem Krankenhaus besuchen gehen?

Fragen Sie Ihren Kinderarzt, ob ein solcher Besuch in Ordnung ist.

Bereiten Sie die Kinder auf den Besuch vor:

  • Erklären Sie, dass die Person anders aussehen kann, aber immer noch die gleiche Person ist

  • Bereiten Sie das Kind auf körperliche Veränderungen, wie Gewichts- und Haarverlust vor

  • Bereiten Sie das Kind auf die medizinischen Geräte vor, die dort vielleicht verwendet werden

Sollen Kinder auf die Beerdigung eines geliebten Menschen gehen?

Diese Entscheidung muss jeder selbst treffen. Wenn Kinder an Beerdigungen teilnehmen, sorgen Sie dafür, dass jemand da ist, der sich um sie kümmert.

Sagen Sie Ihren Kindern, dass sie gerne Fragen zu Tod und Sterben stellen dürfen.

Ermöglichen Sie den Kindern, dass sie helfen dürfen. Sie können:

  • Eine Karte schreiben oder malen

  • Blumen pflücken

  • Ein Geschenk einpacken

  • Essen, Geld oder Spielzeug sammeln

Wo erhalte ich weitere Informationen?

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Soziale Einflüsse auf das Verhalten von Kindern und ihre Familien
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Zwangsstörung
Eine Zwangsstörung (Obsessive-Compulsive Disorder, OCD) ist durch Zwangsvorstellungen oder Zwangshandlungen gekennzeichnet. Zwangsvorstellungen sind problematische Gedanken, Dränge oder Bilder, die das Denken übermäßig einnehmen. Zwangshandlungen (Rituale) sind tatsächliche oder in Gedanken durchgeführte Handlungen, zu denen sich die Betroffenen gezwungen fühlen, um ihre Angst zu mindern. In welchem Altersbereich tritt eine Zwangsstörung typischerweise erstmals auf?

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