Neuroendokrine Tumoren der Lunge

Vollständige Überprüfung: Feb. 2026 VonMaria A. Velez, MD, MS, University of California, Los Angeles | Peer-Review durchM. Patricia Rivera, MD, University of Rochester Medical Center
Letzte Aktualisierung: Feb. 2026
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Neuroendokrine Tumoren der Lunge sind seltene, langsam wachsende Tumoren der Schleimhaut der Atemwege (Bronchien). Etwa die Hälfte der Patienten ist asymptomatisch. Symptomatische Patienten zeigen am häufigsten Husten mit oder ohne Blut, Keuchatmung, Kurzatmigkeit, Schmerzen im Brustkorb und eine wiederkehrende Lungenentzündung. Die Diagnose wird anhand einer Bildgebung des Brustkorbs gestellt. Die Behandlung basiert auf einer Operation mit oder ohne zusätzliche Chemotherapie und Bestrahlung.

Neuroendokrine Tumoren (früher Karzinoidtumoren genannt) entstehen gewöhnlich in den hormonbildenden Zellen, die den Dünndarm und andere Teile des Verdauungstrakts auskleiden, können aber auch in den Gängen der Lunge (Bronchien) und anderen Organen auftreten. Neuroendokrine Tumoren der Lunge sind mit höherer Wahrscheinlichkeit bösartig als neuroendokrine Tumoren in den meisten anderen Organen, produzieren aber mit geringerer Wahrscheinlichkeit aktiv Hormone (siehe Karzinoidsyndrom)

Neuroendokrine Tumoren der Lunge betreffen am häufigsten Menschen im Alter von 40 bis 60 Jahren.

In der Lunge und den Atemwegen

Symptome von neuroendokrinen Tumoren der Lunge

Bis zur Hälfte der Patienten mit neuroendokrinen Tumoren der Lunge zeigen keine Symptome. Andere wiederum haben Symptome, die mit der Blockierung der Atemwege zusammenhängen. Zu diesen Symptomen gehören Kurzatmigkeit, Keuchatmung und Husten. Auch wiederkehrende Lungenentzündungen, Bluthusten und Schmerzen im Brustkorb sind häufig.

Neuroendokrine Tumoren, einschließlich neuroendokriner Tumoren der Lunge, gehören zu den Krebsarten, die paraneoplastische Syndrome verursachen. Paraneoplastische (krebsbegleitende) Syndrome treten auf, wenn ein Krebs ungewöhnliche Symptome aufgrund von Substanzen, die er bildet und ins Blut abgibt, verursacht. Die Symptome gehen von verschiedenen Geweben und Organen fern des Tumors aus. Neuroendokrine Tumoren der Lunge verursachen in der Regel Folgendes:

  • Cushing-Syndrom aufgrund des adrenokortikotropen Hormons (das von Bronchuskarzinoiden am häufigsten gebildete Hormon),

  • Akromegalie aufgrund des Wachstumshormon-freisetzenden Faktors

  • Gastrinome (Zollinger-Ellison Syndrom) aufgrund der Gastrinbildung

Das Karzinoidsyndrom tritt bei 2 bis 12 % der Patienten mit neuroendokrinen Tumoren der Lunge auf.

Ein linksseitiges Herzgeräusch (aufgrund einer durch Serotonin bedingten Schädigung der Mitralklappe) kommt bei Patienten mit neuroendokrinen Tumoren der Lunge selten vor.

Diagnose von neuroendokrinen Tumoren der Lunge

  • Bronchoskopie

Neuroendokrine Tumoren der Lunge werden häufig entdeckt, wenn aus einem anderen Grund ein bildgebendes Verfahren durchgeführt wird, da viele Betroffene keine Symptome zeigen.

Die Diagnose von neuroendokrinen Tumoren der Lunge basiert auf einer Bronchoskopie. Doch auch eine Computertomografie des Brustkorbs (CT) und ein Radionuklidscanning können durchgeführt werden, um zu bestimmen, ob der Tumor gestreut hat.

Behandlung neuroendokriner Tumoren der Lunge

  • Operation

  • Manchmal Chemotherapie oder Strahlentherapie

Die Behandlung von neuroendokrinen Tumoren der Lunge besteht in einer chirurgischen Entfernung mit oder ohne Chemotherapie und/oder Strahlentherapie.

Die Prognose hängt von der Art des Tumors ab.

Weitere Informationen

Die folgenden Quellen in englischer Sprache können hilfreich sein. Bitte beachten Sie, dass MANUAL nicht für den Inhalt dieser Quellen verantwortlich ist.

  1. American Cancer Society: Lung Carcinoid Tumor

  2. American Lung Association

  3. CancerCare: Lung Cancer

  4. National Cancer Institute: Lung Cancer

  5. Cancer Nation - früher National Coalition for Cancer Survivorship

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