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Gelenktumoren

Von

Michael J. Joyce

, MD, Cleveland Clinic Lerner School of Medicine at Case Western Reserve University;


Hakan Ilaslan

, MD, Cleveland Clinic Lerner College of Medicine at Case Western Reserve University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2020| Inhalt zuletzt geändert Jun 2020
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Quellen zum Thema

Gelenke werden nur selten von Tumoren befallen, außer wenn sie sich in der Nähe eines Knochen- oder Weichgewebetumors befinden. Die Gelenkinnenhaut (Synovialis) kann von zwei Erkrankungen betroffen sein – der synovialen Chondromatose und der pigmentierten villonodulären Synovitis. Diese Tumoren sind gutartig (benigne), können das Gelenk jedoch schwer beschädigen. Beide Erkrankungen befallen ein Gelenk, zumeist das Knie oder die Hüfte. Dabei kommt es häufig zu Schmerzen und einer Flüssigkeitsansammlung.

Um diese Erkrankungen zu diagnostizieren, werden eine Röntgenuntersuchung, eine Computertomografie (CT), eine Magnetresonanztomografie (MRT) oder eine Kombination dieser Verfahren durchgeführt. Um die Diagnose zu bestätigen, wird in der Regel eine Gewebeprobe entnommen und unter dem Mikroskop untersucht (Biopsie).

Bei beiden Erkrankungen muss die befallene Gelenkinnenhaut operativ entfernt werden (Synovektomie).

Tenosynovialer Riesenzelltumor (pigmentierte villonoduläre Synovialtis)

Der tenosynoviale Riesenzelltumor (auch pigmentierte villonoduläre Synovialitis [PVS] genannt) führt zum Anschwellen und Wachstum der Gelenkinnenhaut. Dieses Wachstum beeinträchtigt die Knorpel und Knochen um das Gelenk. Die verstärkte Flüssigkeitsproduktion der Innenhaut verursacht Schmerzen und Schwellungen. Außerdem kommt es oft zu Einblutungen in das Gelenk. Normalerweise ist nur ein Gelenk betroffen. Die Behandlung erfolgt in der Regel operativ, allerdings sind Rezidive nicht selten. Pexidartinib, ein oral einzunehmendes Medikament, wird zur Verringerung des Tumorwachstums verwendet. Pexidartinib ist in den USA nur über das Risikobewertungs- und Präventionsprogramm des Herstellers erhältlich. Das Medikament kann bei manchen Menschen schwere und potenziell tödliche Leberschäden verursachen.

Wenn die Erkrankung nach der Behandlung erneut auftritt, ist unter Umständen ein vollständiger Gelenkaustausch erforderlich. In seltenen Fällen kann das Gelenk nach mehreren Synovektomien bestrahlt werden.

Synoviale Chondromatose

Bei einer synovialen Chondromatose (ehem. synoviale Osteochondromatose) verwandeln sich Zellen in der Gelenkinnenhaut in knorpelbildende Zellen. Diese veränderten Zellen können Knorpelklumpen bilden, die sich dann um das Gelenk herum festsetzen. Diese, auf diese Weise entstandenen, beweglichen Geschwulste, die manchmal nicht größer sind als ein Reiskorn, können Schmerzen und Schwellungen verursachen. Diese Erkrankung wird selten bösartig (maligne).

Bei schweren Symptomen werden die beweglichen Geschwulste zusammen mit der befallenen Gelenkinnenhaut entfernt. Diese Erkrankung tritt nach der Behandlung meist erneut auf.

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