Bestimmte Saugwurmarten verursachen Darminfektionen.
Saugwürmer sind parasitär lebende Plattwürmer. Es gibt viele verschiedene Arten von Saugwürmern. Die verschiedenen Arten befallen tendenziell unterschiedliche Körperbereiche. Die folgenden Saugwürmer infizieren den Darm:
Fasciolopsis buski, der Fasziolopsiose verursacht
Heterophyes heterophyes, der Heterophyose verursacht
(Siehe auch Überblick über Parasiteninfektionen.)
Saugwurminfektionen des Darms treten in der Regel in Ägypten, im Nahen Osten und in Teilen Asiens und auf dem indischen Subkontinent auf.
Der Lebenszyklus von Saugwürmern ist komplex. Der Mensch zieht sich Saugwurminfektionen des Darms durch verunreinigtes Wasser oder den Verzehr von Wasserpflanzen (wie z. B. Wasserkastanien) oder von rohem, nicht durchgegartem oder gepökeltem Süßwasserfisch zu, der Zysten von Saugwurmlarven enthält.
1. Bei infizierten Menschen produzieren die adulten Saugwürmer Eier, die im Stuhl (Fäkalien) aus dem Körper ausgeschieden werden.
2–3. Im Wasser schlüpfen aus den Eiern unreife Larven (Miracidia oder Wimpernlarven). Die Wimpernlarven befallen eine Schnecke.
4. In der Schnecke durchlaufen die Wimpernlarven zwei Stadien und entwickeln sich dann zu einer schwimmfähigen Form mit Schwanz (sogenannte Zerkarien).
5. Die Zerkarien werden von der Schnecke ins Wasser abgegeben.
6. Sie bilden Zysten auf Wasserpflanzen. Menschen (oder andere Säugetiere wie z. B. Schweine) infizieren sich, wenn sie verunreinigtes Wasser trinken oder Pflanzen essen, die Zysten enthalten.
7. Im Dünndarm schlüpfen Saugwurmlarven aus den Zysten und heften sich an die Dünndarmwand.
8. Dort entwickeln sich die Larven innerhalb von etwa drei Monaten zu adulten Saugwürmern.
Bild mit freundlicher Genehmigung der Centers for Disease Control and Prevention Image Library.
1. Bei infizierten Menschen produzieren die adulten Saugwürmer Eier, die im Stuhl (Fäkalien) aus dem Körper ausgeschieden werden.
2. Die Eier werden von einer Schnecke gefressen. In der Schnecke schlüpfen Larven (sogenannte Miracidien oder Wimpernlarven), die in den Darm der Schnecke eindringen. Die Wimpernlarven durchlaufen zwei Stadien und entwickeln sich dann zu einer schwimmfähigen Form mit Schwanz (sogenannte Zerkarien).
3. Die Zerkarien werden von der Schnecke ins Wasser abgegeben.
4. Die Zerkarien bohren sich in die Haut eines Süßwasser- oder Brackwasserfisches und bilden Zysten im Gewebe des Fisches.
5. Menschen werden infiziert, wenn sie rohen, halbgaren oder gepökelten Fisch essen, der Zysten enthält.
6. Im Dünndarm schlüpfen Saugwurmlarven aus den Zysten und heften sich an die Dünndarmwand.
7. Dort reifen sie zu adulten Saugwürmern heran.
8. Zusätzlich zum Menschen können sich verschiedene Säugetiere (wie Katzen und Hunde), aber auch Fisch fressende Vögel mit Heterophyes heterophyes infizieren.
Bild mit freundlicher Genehmigung der Centers for Disease Control and Prevention Image Library.
Saugwurminfektionen des Darms rufen gewöhnlich keine oder nur leichte Symptome hervor, wie Verdauungsstörungen und Übelkeit. Bei schweren Infektionen haben die Betroffenen aber Bauchschmerzen, Durchfall und Fieber. Mitunter verhindern die Saugwürmer auch, dass Nahrung normal aufgenommen wird (es kommt zu einer sogenannten Malabsorption) oder sie blockieren den Darm (sogenannter Darmverschluss).
Diagnostiziert werden Saugwurminfektionen des Darms, wenn Eier oder mitunter adulte Saugwürmer im Stuhl (Fäzes) eines Patienten zu erkennen sind. Manchmal führen Ärzte Bluttests oder bildgebende Verfahren durch, um nach Komplikationen der Infektion zu suchen.
Diese Saugwurminfektionen werden mit Praziquantel medikamentös behandelt.
Siehe auch die Informationen der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zur Fasciolopsiasis.
