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Körperliches Wachstum und Geschlechtsreife bei Jugendlichen

Von

Evan G. Graber

, DO, Sydney Kimmel Medical College

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2019| Inhalt zuletzt geändert Feb 2019
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Quellen zum Thema

Während der sogenannten Adoleszenz, die normalerweise den Lebensabschnitt vom 10. Lebensjahr bis ins späte Teenageralter bzw. Anfang 20 umfasst, erreicht das Kind die Größe und das Gewicht eines Erwachsenen und durchläuft eine Geschlechtsreife (Pubertät). Der Zeitpunkt und die Geschwindigkeit, mit der diese Veränderungen auftreten, sind sehr unterschiedlich und werden durch Erbfaktoren und Umwelt beeinflusst.

Körperliches Wachstum

In den USA werden nach dem 2. Lebensjahr die Wachstumstabellen der amerikanischen Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (Centers for Disease Control and Prevention – CDC) verwendet.

In der Adoleszenz gibt es einen Wachstumsschub. Bei Jungen setzt der Wachstumsschub zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr ein, meist ein Jahr, nachdem die Hoden anfangen zu wachsen. In dem Jahr mit maximalem Wachstum wachsen Jungen ungefähr 10 Zentimeter. Zwischen 9,5 und 13,5 Jahren setzt beim Mädchen der Wachstumsschub ein. In dem Jahr mit maximalem Wachstum wachsen Mädchen ungefähr 9 Zentimeter. Jungen werden im Allgemeinen größer und schwerer als Mädchen. Im Alter von 18 Jahren haben Jungen bis auf 2,5 Zentimeter ihre endgültige Größe erreicht, Mädchen wachsen dann kaum noch.

Wenn die Zeit des Wachstums nicht der Regel entspricht, besonders bei einem Jungen, dessen körperliche Entwicklung verzögert ist, oder bei einem Mädchen, dessen Entwicklung zu früh eintritt, kommt es wahrscheinlich zu emotionalem Stress. Die meisten Kinder, die langsam wachsen, erreichen schließlich eine normale Körpergröße (siehe Pubertas tarda – konstitutionelle Verzögerung der Pubertät). Wenn bei Jugendlichen jedoch das Wachstum verzögert oder anormal ist ( Wachstumshormonmangel), sollte dies untersucht werden, um Erkrankungen oder andere körperliche Ursachen auszuschließen. Außerdem kann man so die Jugendlichen beruhigen.

Geschlechtsreife (Pubertät)

Die Geschlechtsreife oder Pubertät setzt in verschiedenen Altersstufen ein, abhängig von Erbfaktoren und Umwelteinflüssen. Heutzutage beginnt die Geschlechtsreife früher als noch vor hundert Jahren. Dies liegt wahrscheinlich an der besseren Ernährung, allgemeinen Gesundheit und an besseren Lebensumständen. So hat sich beispielsweise bei Mädchen das Durchschnittsalter für die erste Menstruation in den letzten 100 Jahren um 3 Jahre verringert. Wenn jedoch die Geschlechtsreife einsetzt, läuft sie in der Regel in der gleichen Reihenfolge ab.

Die ersten sichtbaren Zeichen der sexuellen Veränderungen beim Jungen sind eine Vergrößerung von Hoden und Hodensack sowie eine Verlängerung des Penis ( Pubertät bei Jungen). Als Nächstes sprießt die Schambehaarung. Die Achsel- und Gesichtsbehaarung erscheint etwa 2 Jahre nach der Schambehaarung. Ein Jahr, nachdem die Hoden angefangen haben zu wachsen, setzt normalerweise der Wachstumsschub ein. Bei Jungen in den USA findet der erste Samenerguss meist zwischen 12,5 und 14, etwa 1 Jahr nach dem beschleunigten Peniswachstum, statt. Eine ein- oder beidseitige Brustvergrößerung (Gynäkomastie) kommt bei heranwachsenden Jungen häufig vor, bildet sich aber im Allgemeinen nach einigen Jahren wieder zurück.

Das erste sichtbare Zeichen der sexuellen Reifung bei den meisten Mädchen ist das Knospen der Brüste, auf das direkt der Wachstumsschub ( Pubertät bei Mädchen) folgt. Kurz danach erscheinen die Scham- und Achselbehaarung. Die erste Regelblutung tritt meist etwa 2 Jahre nach der Brustentwicklung ein, von da ab verlangsamt sich das Größenwachstum. In den USA bekommen die meisten Mädchen ihre erste Periode mit 12 oder 13 Jahren, dabei gibt es allerdings starke Abweichungen.

Bei Jungen und Mädchen kann zuerst die Scham- und/oder Achselbehaarung wachsen. Dieses Wachstum kann eine normale Abweichung sein, sollte aber mit einem Arzt besprochen werden.

Meilensteine der sexuellen Entwicklung

Meilensteine der sexuellen Entwicklung

Wenn die Geschlechtsreife zu früh (siehe Frühe Pubertät) oder sehr verzögert einsetzt (siehe Verzögerte Pubertät), untersuchen die Ärzte das Kind meist auf eine eventuelle Hormonstörung.

Weitere Informationen

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