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Hypertrophe Pylorusstenose

Von

William J. Cochran

, MD, Geisinger Clinic

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Aug 2021| Inhalt zuletzt geändert Aug 2021
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Kurzinformationen
Quellen zum Thema

Die hypertrophe pylorische Stenose ist der Verschluss des Magenausgangs durch die Verdickung des Muskels (Hypertrophie) an der Verbindung von Magen und Darm.

  • Der verdickte Muskel verursacht eine partielle Blockade (Verschluss), die den Durchgang des Mageninhalts in den Dünndarm behindert.

  • Betroffene Säuglinge lassen sich zwar leicht füttern, erbrechen jedoch kurz nach dem Essen schwallartig (Projektilerbrechen), was zu Flüssigkeitsmangel und Unterernährung führen kann.

  • Die Diagnose basiert auf den Ergebnissen einer Ultraschallaufnahme des Bauchraums.

  • Das Problem wird gewöhnlich durch venös verabreichte Flüssigkeiten und eine kleine Operation behoben.

Der Pylorus ist der Schließmuskel an der Verbindung zwischen Magen und dem oberen Abschnitt des Dünndarms (des Duodenums oder Zwölffingerdarms). Normalerweise zieht sich der Pylorus zusammen, während Nahrung im Magen verdaut wird, und öffnet sich, damit die Nahrung in den Darm gelangen kann. Aus nicht ganz verständlichen Gründen verdickt sich der Pylorus in manchen Fällen und verschließt sich (Stenose genannt), wodurch die Nahrung nicht aus dem Magen heraustreten kann. Diese Blockierung geschieht gewöhnlich in den ersten zwei Lebensmonaten.

Risikofaktoren für Pylorusstenose

Risikofaktoren umfassen

  • Männliches Geschlecht (besonders erstgeborene Jungen)

  • Eltern oder Geschwister, die eine Pylorusstenose hatten

  • Anwendung bestimmter Antibiotika (zum Beispiel Erythromycin) in den ersten Lebenswochen

  • Rauchen während der Schwangerschaft

  • Flaschenernährung mit Säuglingsnahrung

In seltenen Fällen leiden ältere Kinder unter Pylorusstenose, die durch Schwellungen bei peptischen Geschwüren Peptisches Geschwür bei Kindern Ein peptisches Geschwür ist eine runde oder ovale Wunde, bei welcher die Wand des Magens oder des Zwölffingerdarms durch Magensäure und Verdauungsenzyme angegriffen ist. Oft bilden... Erfahren Sie mehr oder durch eine seltene Störung, die einer Nahrungsmittelallergie ähnelt (wie eine eosinophile Gastroenteritis), hervorgerufen wird.

Symptome einer hypertrophen Pylorusstenose

Säuglinge mit Pylorusstenose sind oft hungrig und lassen sich leicht füttern, erbrechen jedoch kurz nach dem Essen schwallartig (Projektilerbrechen). Einige Kleinkinder erbrechen so viel, dass sie unter Flüssigkeitsmangel und Unterernährung leiden. Ehe es zu einem ernsten Flüssigkeitsmangel oder einer starken Unterernährung kommt, scheint es ihnen ansonsten gut zu gehen. Innerhalb weniger Tage bis Wochen verlieren die Säuglinge immer mehr Flüssigkeit und Gewicht. Bei einigen Kleinkindern verfärben sich die Haut und das Weiße im Auge zu diesem Zeitpunkt gelblich (Gelbsucht).

Diagnose einer hypertrophen Pylorusstenose

  • Ultraschall des Bauchraums

Der Arzt kann am Bauch des Kindes möglicherweise eine kleine Schwellung spüren (den vergrößerten Pylorus in der Größe einer Olive). Beim Säugling kann nach dem Füttern und vor dem starken Erbrechen beobachtet werden, wie sich der Bauchraum wellenförmig zusammenzieht, was als Peristaltik bezeichnet wird. Der Arzt führt jedoch für gewöhnlich eine Ultraschalluntersuchung Ultraschalluntersuchung (Sonographie) des Bauchraums Bei Ultraschalluntersuchungen erzeugen Schallwellen Bilder von inneren Organen ( Ultraschall). Eine Ultraschalluntersuchung kann Größe und Form von vielen Organen, wie z. B. Leber und Bauchspeicheldrüse... Erfahren Sie mehr Ultraschalluntersuchung (Sonographie) des Bauchraums am Bauch durch, um die Diagnose zu bestätigen.

Behandlung einer hypertrophen Pylorusstenose

  • Intravenöse Flüssigkeitsgabe

  • Operativer Eingriff

Ärzte versorgen Säuglinge über die Vene (intravenös) mit Flüssigkeiten, um die Dehydrierung zu bekämpfen und ein Elektrolytungleichgewicht zu beheben.

Daraufhin schneidet ein Chirurg den verdickten Muskel auf, um die Blockierung aufzuheben und so zu ermöglichen, dass die Säuglingsnahrung oder Muttermilch leichter in den Dünndarm gelangt. Dabei handelt es sich um eine kleine Operation (Pyloromyotomie genannt) und die meisten Säuglinge können innerhalb eines Tages wieder essen.

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