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Fettleibigkeit bei Jugendlichen

Von

Sharon Levy

, MD, MPH, Harvard Medical School

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2019| Inhalt zuletzt geändert Feb 2019
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Quellen zum Thema

Fettleibigkeit ist definiert als ein Body-Mass-Index (BMI) der 95. Perzentile für das jeweilige Alter und Geschlecht oder höher.

  • Auch wenn die erbliche Veranlagung und einige Störungen Ursachen für Fettleibigkeit sein können, resultiert die Fettleibigkeit bei Jugendlichen in den meisten Fällen aus einem Mangel an körperlicher Bewegung und der Aufnahme von mehr Kalorien als für das Aktivitätsniveau nötig.

  • Die Diagnose beruht auf einem BMI von mindestens der 95. Perzentile für das jeweilige Alter und Geschlecht.

  • Durch eine nährstoffreiche Ernährung und mehr Bewegung kann die Fettleibigkeit behandelt werden.

Die Fettleibigkeit wird anhand des Body-Mass-Index (BMI) berechnet. Er errechnet sich aus dem Gewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Jugendliche mit einem BMI in den obersten 5 Prozent ihrer Altersklasse und für ihr Geschlecht werden als fettleibig eingestuft. Dies bedeutet, dass der BMI höher ist als bei 95 Prozent der Gleichaltrigen (mindestens der 95. Perzentile oder höher).

Fettleibigkeit bei Jugendlichen kommt heutzutage doppelt so häufig vor wie vor 30 Jahren. Die meisten Langzeitfolgen zeigen sich zwar erst im Erwachsenenalter, doch haben auch fettleibige Jugendliche im Vergleich zu ihren normalgewichtigen Altersgenossen bereits ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes. Auch wenn weniger als ein Drittel der fettleibigen Erwachsenen bereits als Jugendliche fettleibig waren, bleiben die meisten fettleibigen Jugendlichen auch im Erwachsenenalter fettleibig.

Ursachen

Die Faktoren, die Fettleibigkeit bei Jugendlichen beeinflussen, sind dieselben wie bei Erwachsenen. Erkrankungen des Hormonsystems, wie eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) oder eine Überfunktion der Nebennieren, können zwar zu Fettleibigkeit führen, sind aber selten die Ursache. Diejenigen Jugendlichen, deren Gewichtszunahme auf hormonelle Störungen zurückgeht, sind meist klein und weisen meistens auch andere Symptome der zugrunde liegenden Störung auf. Ein übergewichtiger Jugendlicher, der kleinwüchsig ist und hohen Blutdruck hat, sollte auf die Hormonstörung Cushing-Syndrom getestet werden. Die Genetik spielt eine Rolle, d. h. bei manchen Personen ist das Risiko für Fettleibigkeit höher als bei anderen.

Aufgrund der gesellschaftlichen Diskriminierung von Fettleibigen, haben viele fettleibige Jugendliche ein geringes Selbstwertgefühl und können sich immer mehr von der Gesellschaft isolieren.

Behandlung

  • Gesunde Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten

Die Behandlung von Fettleibigkeit konzentriert sich vielmehr auf die Anerziehung gesunder Ess- und Bewegungsgewohnheiten, anstatt darauf, ein bestimmtes Gewicht zu erreichen. Eine Reduzierung der Kalorienaufnahme sowie das Verbrennen von Kalorien sind zwei Wege, um diese Ziele zu erreichen.

Die Kalorienaufnahme kann reduziert werden durch

  • Sie Einführung einer aus herkömmlichen Nahrungsmitteln bestehenden ausgewogenen Ernährung

  • Eine dauerhafte Veränderung der Essgewohnheiten

Das Verbrennen von Kalorien wird gefördert durch

  • Mehr körperliche Betätigung

Sommercamps für fettleibige Jugendliche können helfen, Gewicht zu verlieren, doch ohne fortlaufende Bemühungen kommt es normalerweise nach Ende des Camps zu einer erneuten Gewichtszunahme. Beratungsgespräche können hilfreich sein, um die Jugendlichen dabei zu unterstützen, mit sozialen Problemen (darunter mit dem geringen Selbstwertgefühl) zurechtzukommen.

Medikamente, die eine Gewichtsreduzierung unterstützen, werden aufgrund von Sicherheitsbedenken bei Jugendlichen in der Regel nicht eingesetzt. Eine Ausnahme stellen fettleibige Jugendliche mit einer weitreichenden Familiengeschichte von Typ-2-Diabetes dar. Sie sind gefährdet, an Diabetes zu erkranken. Das Medikament Metformin, das zur Behandlung von Diabetes eingesetzt wird, kann ihnen dabei helfen, Gewicht zu verlieren, und das Risiko, an Diabetes zu erkranken, zu senken.

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