Patellaspitzensyndrom

(Läuferknie; Morbus Sinding-Larsen)

VonEsra Meidan, MD, Boston Children's Hospital
Überprüft vonMichael SD Agus, MD, Harvard Medical School
Überprüft/überarbeitet Geändert Okt. 2025
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Das Patellaspitzensyndrom ist eine Entzündung der Sehne unter der Kniescheibe durch die Überbelastung des Knies beim Laufen oder Springen.

Eine Sehne ist ein stabiles Band von Bindegewebe am Ende eines Muskels, das den Muskel mit einem Knochen verbindet. Eine Tendinitis ist die Entzündung einer Sehne.

Das Patellaspitzensyndrom betrifft häufig Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren. Es tritt in der Regel bei Eiskunstläufern und Basketball- oder Volleyballspielern auf. Die Überbelastung des Knies führt zu winzigen Rissen und Entzündungen der Sehne unter der Kniescheibe (Patella).

Diese Störung verursacht Schmerzen und Druckempfindlichkeit im Knie. Der Schmerz ist am schlimmsten, wenn das Knie beim Treppensteigen, Springen oder bei Kniebeugen gestreckt wird.

Die Diagnose des Patellaspitzensyndroms basiert auf der Krankengeschichte des Kindes und einer körperlichen Untersuchung. Anhand einer Magnetresonanztomographie (MRT) oder einer Ultraschalluntersuchung kann das Ausmaß der Verletzung festgestellt werden.

Behandlung des Patellaspitzensyndroms

  • Maßnahmen zur Schmerzlinderung und Schonung des Knies

Um den Schmerz zu lindern, werden Kinder angewiesen sich zu schonen und ihre sportlichen Aktivitäten zu ändern, nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) einzunehmen und sich einer Physiotherapie zu unterziehen. Das Abkleben des Knies in bestimmten Mustern kann ebenfalls helfen, den Druck auf die Patellasehne zu verringern.

Dauerhafte Schmerzen können operativ behandelt werden, dies ist im Normalfall jedoch nicht notwendig.

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