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Übersicht über Geburtswehen und Entbindung

Von

Raul Artal-Mittelmark

, MD, Saint Louis University School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2019| Inhalt zuletzt geändert Sep 2019
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Kurzinformationen

Auch wenn die Geburtswehen und die Entbindung jedes Mal unterschiedlich verlaufen, ist ihnen dennoch ein allgemeiner Ablauf gemeinsam. Dadurch kann jede werdende Mutter eine annähernde Vorstellung darüber entwickeln, welche Veränderungen ihr Körper durchläuft, bis sie das Kind zur Welt bringt, und auf welche Weise sie dabei unterstützt werden kann. Auch muss sie gewisse Entscheidungen treffen, beispielsweise darüber, ob eine unterstützende Person (wie der Vater oder Lebenspartner) gegenwärtig sein und wo das Kind geboren werden soll.

Eine werdende Mutter wünscht sich womöglich, dass ihr Partner während den Geburtswehen anwesend ist. Die Zusprache und emotionale Unterstützung des Partners kann ihr helfen, sich zu entspannen. Auch hat das gemeinsame Erleben der Geburt eine positive emotionale und psychologische Wirkung und stärkt überdies den familiären Zusammenhalt. Manche werdenden Mütter bevorzugen ihre Privatsphäre bei der Geburt oder der Partner wünscht, bei der Geburt nicht anwesend zu sein. In den Geburtsvorbereitungsklassen werden sowohl die Mutter als auch ihr Partner auf den gesamten Prozess vorbereitet.

In den Vereinigten Staaten werden nahezu alle Säuglinge in Krankenhäusern geboren. Es gibt jedoch Frauen, die eine Hausgeburt bevorzugen. Jedoch kann es selbst bei Frauen, die sich regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen unterzogen haben und keine Anzeichen von Problemen zeigen, zu Komplikationen während oder nach den Geburtswehen kommen. Aus diesem Grund raten die meisten Experten von einer Hausgeburt ab. Frauen, die eine familiäre Umgebung und weniger Regeln (z. B. keine Begrenzung der Anzahl von Besuchern oder Besuchszeiten) wünschen, entscheiden sich vermutlich für Geburtshäuser. In diesen Geburtshäusern bleibt die Geburt eine persönliche, intime Erfahrung. Gleichzeitig wird jedoch deutlich mehr Sicherheit als bei einer Hausgeburt gewährleistet. Geburtshäuser sind oft Teil einer Klinik bzw. kooperieren häufig mit einer Klinik in ihrer Nähe. Auf diese Weise stehen bei Bedarf medizinisch geschultes Personal, Notfallausrüstung und die volle Klinikausstattung zur Verfügung. Treten bei den Geburtswehen Komplikationen auf, wird die Frau von den Geburtshäusern unverzüglich ins Krankenhaus verlegt.

Einige Krankenhäuser verfügen über Einzelzimmer, in denen die Frauen bei Einsetzen der Geburtswehen bis zur Entbindung untergebracht werden. Diese Zimmer werden LDRP (Labor, Delivery, Recovery and Postpartum) genannt und werden für die Geburtswehen, Entbindung, Erholung und die postpartale Phase, d. h. die Zeit nach der Entbindung, genutzt.

Ungeachtet dessen, wie sich die werdende Mutter entscheidet, ist es für ihre Vorbereitung auf die Geburtswehen und die Entbindung hilfreich, zu wissen was ihr bevorsteht, z. B. indem sie sich über die Geburt informiert, mit anderen Frauen darüber spricht oder Geburtsvorbereitungsklassen besucht.

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