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Paraurethralzyste

Von

Charlie C. Kilpatrick

, MD, MEd, Baylor College of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2019| Inhalt zuletzt geändert Jul 2019
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Paraurethralzysten entstehen in der Nähe der Öffnung der Harnröhre, wenn die Gänge zu den Paraurethraldrüsen blockiert sind.

  • Paraurethralzysten sind sehr selten.

  • Viele Frauen mit Paraurethralzysten haben keine Symptome oder nur leichte Beschwerden.

  • Große Zysten können Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder manchmal beim Urinieren verursachen.

  • Der Arzt diagnostiziert diese Zysten normalerweise bei einer gynäkologischen Untersuchung des Beckens, wobei gelegentlich zur Bestätigung der Diagnose eine Ultraschalluntersuchung oder eine Zystoskopie vorgenommen wird.

  • Zysten, die Beschwerden verursachen, können entfernt werden.

  • In ganz seltenen Fällen kommt es zu Abszessen, die mit Antibiotika behandelt werden, worauf die Zyste entfernt oder dauerhaft eröffnet wird.

Skene-Drüsen, auch Periurethral- oder Paraurethraldrüsen genannt, befinden sich in der Umgebung der Harnröhrenöffnung. Zu dem Gewebe, das sie umgibt, gehört ein Teil der Klitoris. Die Drüsen sind möglicherweise an der sexuellen Stimulation und Lubrikation für den Geschlechtsverkehr beteiligt.

Paraurethralzysten sind selten. Sie bilden sich, wenn der Gang zur Drüse blockiert ist, üblicherweise aufgrund einer Infektion der Drüse. Diese Zysten treten hauptsächlich bei Erwachsenen auf.

Symptome

Die meisten Paraurethralzysten haben einen Durchmesser von weniger als einem Zentimeter und verursachen keinerlei Beschwerden. Manche Zysten sind größer und können Schmerzen beim Geschlechtsverkehr hervorrufen. Manchmal verursachen Zysten Schmerzen beim Wasserlassen. Wenn sie groß genug sind, können Zysten den Urinfluss durch die Harnröhre blockieren. In solchen Fällen können erste Symptome ein zögerlicher Start beim Urinieren, Tröpfeln am Ende des Urinierens und ein Harnverhalt sein. Wenn eine Harnwegsinfektion entsteht, haben betroffene Frauen gegebenenfalls häufigen, dringenden Harndrang und Schmerzen beim Urinieren.

In ganz seltenen Fällen können sich Paraurethralzysten infizieren und einen Abszess bilden. Abszesse sind druckempfindlich, schmerzhaft und geschwollen. Die Haut über den Gängen erscheint rot. Die meisten Frauen haben kein Fieber.

Diagnose

  • Eine Untersuchung des Beckens

  • Manchmal Ultraschalluntersuchung und Zystoskopie

Während einer gynäkologischen Untersuchung des Beckens kann der Arzt Paraurethralzysten oder Abszesse normalerweise ertasten, wenn diese groß genug sind, um Symptome hervorzurufen. Es kann allerdings eine Ultraschalluntersuchung vorgenommen oder ein biegsamer Beobachtungsschlauch zur Betrachtung der Blase (Zystoskopie) verwendet werden, um die Diagnose zu bestätigen.

Behandlung

  • Entfernung der Zyste

  • Bei Abszessen Antibiotika und anschließende Entfernung oder dauerhafte Eröffnung der Zyste

Wenn Zysten Symptome hervorrufen, werden sie normalerweise in einer Arztpraxis oder einem Operationssaal entfernt. In der Arztpraxis wird meist ein lokales Narkosemittel verwendet.

Bei Abszessen werden Antibiotika in Tablettenform für 7 bis 10 Tage verabreicht. Danach wird die Zyste entfernt. Alternativ nimmt der Arzt einen kleinen Einschnitt in die Zyste vor und näht die Zystenränder an die Oberfläche der Vulva (Marsupialisation), sodass sich die Zyste entleeren kann.

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