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Krampfanfälle während der Schwangerschaft

Von

Lara A. Friel

, MD, PhD, University of Texas Health Medical School at Houston, McGovern Medical School

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2019| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2019
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Die meisten Frauen mit Krampfanfällen, die erfolgreich mit Antiepileptika kontrolliert werden, können gefahrlos ein gesundes Kind gebären. Wenn diese Frauen genügend schlafen und Antiepileptika in angemessener Dosierung einnehmen, erhöht sich die Anzahl der Krampfanfälle während der Schwangerschaft in der Regel nicht, und die Schwangerschaft verläuft meist erfolgreich. Jedoch besteht bei diesen Frauen ein leicht erhöhtes Risiko, dass folgende Umstände eintreten:

Andererseits erhöht die Einnahme von Antiepileptika das Risiko eines Geburtsfehlers (siehe Tabelle mit einigen Arzneimitteln, die Probleme während der Schwangerschaft verursachen können) und kann zu einer milden geistigen Behinderung des Kindes führen. Diese Risiken können jedoch sowohl durch die Krampfanfälle selbst, als auch durch die Einnahme der Antiepileptika erhöht werden.

Durch die Einnahme bestimmter Antiepileptika (z. B. Phenytoin, Carbamazepin oder Phenobarbital) während der Schwangerschaft wird das Risiko einer hämorrhagischen Krankheit des Neugeborenen (die eine erhöhte Blutungsneigung verursacht) erhöht. Nimmt eine Frau jedoch vorgeburtlich Vitamin D ein und wird dem Neugeborenen Vitamin K verabreicht, tritt eine hämorrhagische Erkrankung nur selten auf.

Frauen, die unter Krampfanfällen leiden, sollten deshalb zusammen mit einem Spezialisten auf diesem Feld die Risiken einer Einnahme von Antiepileptika gegenüber den Risiken eines möglichen Krampfanfalls abwägen, vorzugsweise vor Beginn der Schwangerschaft. Manche Frauen können die Antiepileptika während der Schwangerschaft gefahrlos absetzen, die meisten Frauen müssen diese Medikamente jedoch weiterhin einnehmen. Die Risiken, die sich ergeben, wenn die Medikamente nicht mehr eingenommen werden – häufigere Krampfanfälle, die dem Fötus und der Frau Schaden zuführen können – überwiegen in der Regel gegenüber den Risiken infolge der Einnahme von Antiepileptika während der Schwangerschaft.

Der Arzt verschreibt Antiepileptika in der niedrigsten wirksamen Dosierung und möglichst wenige verschiedene Mittel. Frauen, die Antiepileptika einnehmen, müssen auch täglich Folsäurepräparate in hoher Dosis einnehmen. Im Idealfall wird mit der Einnahme vor der Schwangerschaft begonnen. Die Einnahme von Folsäurepräparaten trägt zu einer Senkung des Risikos bei, dass das Baby einen Geburtsfehler hat.

In der Regel ist eine vaginale Entbindung möglich. Ein Kaiserschnitt wird nur dann durchgeführt, wenn die Frauen unter wiederholten Krampfanfällen während der Geburtswehen leiden oder wenn andere Probleme auftreten, die einen Kaiserschnitt erforderlich machen.

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