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Dakryozystitis

Von

James Garrity

, MD, Mayo Clinic College of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2019| Inhalt zuletzt geändert Jun 2019
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Quellen zum Thema

Dakryozystitis ist eine Infektion des Tränensacks, die in der Regel auf eine Verstopfung des Tränennasengangs zurückzuführen ist.

Der Tränensack ist eine kleine Kammer, in die sich die Tränenflüssigkeit entleert. Eine Tränensackentzündung (Dakryozystitis) entsteht gewöhnlich aufgrund eines verschlossenen Tränennasengangs, der vom Tränensack zur Nase führt.

Wie Tränen entstehen

Wie Tränen entstehen

Eine Tränensackentzündung kann plötzlich auftreten (akut) oder sich langsam entwickeln (chronisch).

Symptome

Oft besteht eine leichte Infektion des Tränensacks. Gelegentlich ist die Infektion schwer und kann Fieber zur Folge haben. Ab und zu kann sich eine Ansammlung von Eiter bilden (Abszess), die durch die Haut bricht und so einen Abfluss schafft.

Bei einer akuten Dakryozystitis schmerzt die Umgebung des Tränensacks, ist gerötet und geschwollen. Die Umgebung des Auges kann gerötet sein, tränen und eitern. Bei leichtem Druck auf den Tränensack quillt häufig eine dickliche Substanz aus den Tränenpunkten (den Öffnungen am inneren Rand des Augenlids in Nasennähe).

Eine chronische Dakryozystitis verursacht Wölbungen der Haut oberhalb der kleinen Kammer, in die die Tränen abfließen (Tränensack). Bei der Anwendung von Druck kann es ein, dass die Wölbung nicht schmerzt, jedoch ein eitriges bzw. käsiges Sekret aus der Öffnung in der inneren Ecke des Augenlids in Nasennähe abgibt (Tränenpünktchen bzw. Tränenkanälchen). Menschen mit chronischer Dakryozystitis leiden häufig auch an chronischer Konjunktivitis (Bindehautentzündung).

Diagnose

  • Symptome und ärztliche Untersuchung

Der Arzt stützt die Diagnose einer Dakryozystitis auf die Symptome und auf die Befunde der Untersuchung.

Behandlung

  • Antibiotika mit anschließender Operation bei akuter Dakryozystitis

  • Operation bei chronischer Dakryozystitis

Akute Dakryozystitis wird in der Regel mit einem Antibiotikum zum Einnehmen behandelt. Wenn Fieber vorliegt oder wenn es sich um eine schwere Infektion handelt, kann die intravenöse Injektion von Antibiotika erforderlich werden. Auch das Auflegen warmer Kompressen auf den betroffenen Bereich mehrmals am Tag kann hilfreich sein. Sobald die akute Infektion zurückgeht, empfehlen die Ärzte einen chirurgischen Eingriff, um die Blockierung zu umgehen (Dakryozystorhinostomie [DCR]), damit die Infektion nicht erneut auftritt. Eine DCR ist auch die übliche Behandlung für eine chronische Dakryozystitis.

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