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Zink-Ergänzungen

Von

Laura Shane-McWhorter

, PharmD, University of Utah College of Pharmacy

Inhalt zuletzt geändert Okt 2018
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In kleinen Mengen (empfohlene Tagesdosis für Erwachsene 8 bis 11 mg/Tag) wird Zink, ein Mineral (oder Spurenelement), für zahlreiche Stoffwechselprozesse benötigt. Nahrungsquellen sind Austern, Rindfleisch und angereicherte Getreideprodukte.

Behauptungen

Von Zink wurde angenommen, dass es Erkältungssymptome verringert, Säuglingen hilft sich von Infektionskrankheiten zu erholen und das Fortschreiten der altersbedingten Makuladegeneration verlangsamt und bei der Wundheilung hilft.

Milder Zinkmangel beeinträchtigt das Wachstum bei Kindern und kann durch Zinkzusatz korrigiert werden (Zink-Ergänzungen : Hinweise zu Zink).

Belege

Manche Ärzte glauben, durch Zink ließe sich die Dauer einer Erkältung abkürzen, wenn gleich nach Auftreten der ersten Symptome Lutschtabletten mit Zinkgluconat oder Zinkacetat angewandt würden (2). Eine Cochrane-Review von 2013 über 16 Therapiestudien (1387 Teilnehmer) und 2 präventive Studien (394 Teilnehmer) zeigte, dass Zink die Dauer reduziert (in Tagen), aber nicht die Schwere der allgemeinen Erkältungssymptome (2). Obwohl der Anteil der Teilnehmer mit Symptomen nach 7 Tagen Behandlung deutlich kleiner war als der in den Kontrollgruppen, waren unerwünschte Wirkungen, wie schlechter Geschmack und Übelkeit in der Zinkgruppe höher und sollten in Betracht gezogen werden (2).

Gut belegt ist, dass die einmal wöchentliche Supplementierung von 20 mg Zink und 20 mg Eisen, wenn in den ersten 12 Lebensmonaten gegeben, die Säuglingssterblichkeit (an Diarrhöen und Atemwegsinfektionen) in Entwicklungsländern senken kann (3). Eine Cochrane-Studie aus dem Jahr 2016 hat gezeigt, dass eine Zinkergänzung bei Durchfall bei Kindern mit Zinkmangel oder unterernährten Kindern, die älter als 6 Monate sind, von Vorteil sein kann (4). Es spricht auch einiges dafür, dass eine mittelschwere bis schwere altersatrophische Makulopathie (Sicca-Form) bei älteren Patienten langsamer voranschreitet, wenn sie einmal täglich Ergänzungsmittel mit 40 bis 80 mg Zink und Antioxidanzien (Vitamin C und E und Lutein/Zeaxanthin) einnehmen (5-6).

Nebenwirkungen

Zink ist im Allgemeinen sicher in der Anwendung, kann in hohen Dosen aber toxisch wirken (siehe Seite Intoxikation). Die häufigsten Nebenwirkungen von Zink als Lutschtabletten sind unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Reizungen im Mundraum, Entzündungen im Mund und schlechter Geschmack. Da Zink ein Spurenelement ist, kann es andere notwendige Metalle aus dem Körper entfernen. Daher sollte die Dosis von Zinklutschtabletten 75 mg (Gesamtdosis unabhängig von der Häufigkeit der Dosierung) am Tag über 14 Tage nicht überschreiten. Zinksprays können Irritationen in Nase und Rachenraum bewirken.

Interaktionen mit Medikamenten

Die Aufnahme und Wirkung bestimmter Antibiotika (z. B. Cephalexin) kann durch die oralen Zinkpräparate vermindert werden; daher sollte Zink mindestens 3 Stunden nach dem Antibiotikum eingenommen werden.

Hinweise zu Zink

  • Mayo-Wilson E, Junior JA, Imdad A, et al: Zinc supplementation for preventing mortality, morbidity, and growth failure in children aged 6 months to 12 years of age. Cochrane Database Syst Rev, 5:CD009384, 2014. doi: 10.1002/14651858.

  • Singh M, Das RR: Zinc for the common cold. Cochrane Database Syst Rev 6:CD001364, 2013. doi: 10.1002/14651858.CD001364.pub4.

  • Baqui AH, Zaman K, Persson LA, et al: Simultaneous weekly supplementation of iron and zinc is associated with lower morbidity due to diarrhea and acute lower respiratory infection in Bangladeshi infants. J Nutr 133(12):4150-4157, 2003. doi: 10.1093/jn/133.12.4150.

  • Lazzerini M, Wanzira H: Oral zinc for treating diarrhoea in children. Cochrane Database Syst Rev 12:CD005436, 2016. doi: 10.1002/14651858.CD005436.pub5.

  • Age-Related Eye Disease Study Research Group: A randomized, placebo-controlled, clinical trial of high-dose supplementation with vitamins C and E, beta carotene, and zinc for age-related macular degeneration and vision loss: AREDS report no. 8. Arch Ophthalmol 119(10):1417-1436, 2001.

  • The Age-Related Eye Disease Study 2 (AREDS2) Research Group, Chew EY, Clemons TE, et al: Secondary analyses of the effects of lutein/zeaxanthin on age-related macular degeneration progression: AREDS2 report No. 3. JAMA Ophthalmol 132(2):142-149, 2014. doi: 10.1001/jamaophthalmol.2013.7376.

Weitere Informationen

  • NIH National Center for Complementary and Integrative Health: Zink

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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