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Daptomycin

Von

Brian J. Werth

, PharmD,

  • University of Washington School of Pharmacy

Inhalt zuletzt geändert Aug 2018
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Daptomycin ist ein zyklisches Lipopeptid-Antibiotikum, das einen einzigartigen Wirkungsmechanismus aufweist. Es bindet an bakterielle Zellmembranen und verursacht aufgrund des Kaliumausstroms und der damit verbundenen Zerstörung der DNA, RNA und der Proteinsynthese eine rasche Depolarisation der Membran, was zu einem raschen konzentrationsabhängigen bakteriellen Zelltod führt ( Wirksamkeit).

Indikationen

Daptomycin ist wirksam gegen Folgendes:

  • Grampositive Bakterien (breites Wirkungsspektrum)

  • gegen viele Arzneimittel resistente grampositive Bakterien

Daptomycin wird hauptsächlich bei Infektionen verwenden, die verursacht wurden durch

Allerdings können Methicillin-resistente S. aureus und Vancomycin-resistente Enterokokken während einer Daptomycin-Therapie resistent werden, was zu schubförmigen oder persistierenden Infektionen führt.

Daptomycin ist Ceftriaxon bei Lungenentzündungen unterlegen, vermutlich weil Daptomycin an das Lungensurfactant binden kann, wodurch die Wirksamkeit von Daptomycin in der Alveolarepithels-Flüssigkeit lreduziert wird.

Kontraindikationen

Daptomycin ist bei Patienten, die eine allergische Reaktion darauf hatten kontraindiziert.

Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit

Tierreproduktionsstudien mit Daptomycin haben kein Risiko für den Fötus gezeigt, und Daten im Zusammenhang mit der Schwangerschaft beim Menschen sind auf Fallberichte beschränkt. Inwieweit Daptomycin die Plazenta passiert, ist unbekannt. Je nach Indikation und Schweregrad der Erkrankung kann die Verwendung von Daptomycin während der Schwangerschaft sinnvoll sein.

Daptomycin tritt in die Muttermilch über, aber seine orale Verfügbarkeit ist niedrig; die Wirkungen auf das Stillen von Säuglingen sind unbekannt.

Nebenwirkungen

Zu den Nebenwirkungen von Daptomycin gehören

Chronischer Gebrauch kann zu einer reversiblen organisierende Pneumonie mit eosinophilen pulmonalen Infiltraten führen, vermutlich weil Daptomycin an das Lungensurfactant bindet und sich so in den Alveolen sammelt.

Skelettmyopathie aufgrund von Daptomycin ist reversibel, aber tritt selten bei einer einmal/Tag- Dosierung auf

Überlegungen zur Dosierung

Daptomycin wird einmal täglich parenteral gegeben. Die Serumeiweißbindung beträgt > 90%.

Bei Niereninsuffizienz muss die Dosierung angepasst werden.

Da Daptomycin reversible Myopathien der Skelettmuskulatur hervorrufen kann, sollten Patienten auf Muskelschmerzen oder -schwäche hin kontrolliert und die Serumkreatinkinase (CPK) sollte wöchentlich kontrolliert werden.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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