honeypot link

Msd Manual

Please confirm that you are a health care professional

Sonnenbrand

Von

Elizabeth H. Page

, MD, Harvard Medical School

Inhalt zuletzt geändert Mrz 2018
Zur Patientenaufklärung hier klicken.
Quellen zum Thema

Sonnenbrand zeichnet sich durch Erytheme und gelegentlich Schmerz und Blasen aus, die durch eine überhöhte Exposition gegenüber UV-Strahlung verursacht werden. Die Behandlung erfolgt ähnlich wie bei Verbrennungen mit Kühlkompressen, NSARs sowie in schweren Fällen sterilen Verbänden und topischen antimikrobiellen Substanzen. Entscheidend ist die Prävention durch Vermeiden der Sonne und Verwendung von Sonnenschutzmitteln.

Sonnenbrand resultiert aus der überhöhten Exposition der Haut gegenüber ultravioletter (UV)-Strahlung. Wellenlänge im UVB-Bereich (280–320 nm) führen zu den am stärksten ausgeprägten Effekten.

Symptome und Beschwerden

Die Symptome und Beschwerden von Sonnenbrand treten binnen einer bis 24 h auf und erreichen, abgesehen von schweren Fällen, innerhalb von 72 h die Maximalausprägung (normalerweise zwischen 12–24 h). Die Hautveränderungen reichen von einem leichten Erythem mit anschließender oberflächlicher Abschälung bis zu Schmerzen, Schwellung, Hautspannen und Blasenbildung. Sofern größere Bereiche der Haut betroffen sind, können sich wie bei Verbrennung Allgemeinsymptome (z. B. Fieber, Schüttelfrost, Schwäche, Schock) entwickeln. Diese Symptome können durch die Freisetzung entzündlicher Zytokine, wie etwa IL-1, verursacht werden. Von schwerem Sonnenbrand befallene Haut kann Tage später abblättern.

Die häufigsten Komplikationen sind sekundäre Infektion, bleibende fleckige Pigmentierung und deutlich erhöhtes Risiko für Hautkrebs. Die abgeschälte Haut reagiert oft noch wochenlang extrem empfindlich auf Sonnenlicht.

Behandlung

  • Kalte Umschläge, NSARs

Bis zur vollständigen Abheilung des Sonnenbrandes sollte eine erneute Exposition vermieden werden. Kompressen mit kaltem Leitungswasser und orale NSARs helfen, die Symptome zu lindern, wie auch viele topische Behandlungen (z. B. Aloe Vera, Vaseline-basierte Produkte wie Petrolatum). Topische Glucocorticoide sind nicht wirksamer als kalte Umschläge. Bereiche mit Blasen sollten wie andere tiefergehende Verbrennungen ( Erste Wundversorgung) mit sterilen Verbänden und Silbersulfadiazin behandelt werden. Salben oder Lotionen mit lokalen Anästhetika (z. B. Benzocain) oder Diphenhydramine sollten wegen der Gefahr eines allergischen Kontaktekzems nicht aufgetragen werden.

Durch frühzeitige Behandlung ausgedehnter, schwerer Sonnenbrände mit systemischen Glucocorticoiden (z. B. Prednison 20–30 mg p.o. für vier Tage bei Erwachsenen und Jugendlichen) lassen sich die Beschwerden zwar lindern, ihr Einsatz ist jedoch umstritten.

Prävention

Einfache Vorsichtsmaßnahmen (z. B. Vermeiden der Sonne, vor allem mittags, Tragen dicht gewebter Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille; Auftragen von Sonnenschutzmitteln) verringern das Sonnenbrandrisiko erheblich.

Zur Patientenaufklärung hier klicken.
HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
Erfahren Sie

Auch von Interesse

Feature.AlsoOfInterst.SocialMedia

NACH OBEN