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Episkleritis

Von

Melvin I. Roat

, MD, FACS, Sidney Kimmel Medical College at Thomas Jefferson University

Inhalt zuletzt geändert Apr 2018
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Quellen zum Thema

Die Episkleritis ist eine selbstlimitierende, wiederkehrende, idiopathische Entzündung des episkleralen Gewebe, die das Sehvermögen nicht gefährdet. Symptome sind eine lokalisierte Hyperämie im Bulbusbereich, Irritation und Tränenträufeln. Die Diagnose wird klinisch gestellt. Die Therapie ist symptomatisch.

Die bei jungen Erwachsenen auftretende Episkleritis wird häufiger bei Frauen beobachtet. Sie ist meistens idiopathisch, kann aber auch mit Kollagenosen und selten mit schweren systemischen Erkrankungen assoziiert sein.

Das Auge ist etwas gereizt. Direkt unter der Bulbuskonjunktiva ist außerdem ein hellroter Fleck vorhanden (einfache Episkleritis). Ein hyperämisches, ödematöses, erhabenes Knötchen (noduläre Episkleritis) kann ebenfalls vorhanden sein. Die Lidbindehaut ist normal.

Das Krankheitsbild ist selbstlimitierend und eine diagnostische Bewertung bezüglich systemischer Erkrankungen ist routinemäßig nicht gerechtfertigt. Ein lokales Corticosteroid (z. B. Prednisolonacetat-1%-Augentropfen, 4-mal täglich über 7 Tage mit allmählicher Dosisreduktion über 3 Wochen) oder ein nichtsteroidales Antiphlogistikum (z. B. Diclofenac-Na-AT) verkürzen meistens die Episode. Corticosteroide werden meist durch einen Ophthalmologen verschrieben. Topische Vasokonstriktoren (z. B. Tetrahydrozolin) zur Verbesserung des Aussehens sind optional, können aber bei regelmäßiger Anwendung das Erythem durch Rückprall verstärken.

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