Speiseröhrenkrampf

(Korkenzieher-Ösophagus; Distaler Speiseröhrenkrampf)

Vollständige Überprüfung: Feb. 2026 VonKristle Lee Lynch, MD, Perelman School of Medicine at The University of Pennsylvania | Peer-Review durchMinhhuyen Nguyen, MD, Fox Chase Cancer Center, Temple University
Letzte Aktualisierung: Feb. 2026
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Beim Speiseröhrenkrampf handelt es sich um eine Störung der rhythmischen Muskelkontraktionen (Peristaltik) der Speiseröhre.

  • Die Ursache dieser Erkrankung ist nicht bekannt.

  • Zu den Symptomen gehören Schmerzen im Brustkorb und Schluckbeschwerden.

  • Die Diagnose stützt sich auf die Ergebnisse einer Röntgenuntersuchung mit Bariumschluck und einer Manometrie.

  • Die Behandlungen umfassen Kalziumkanalblocker oder andere Medikamente, Injektionen mit Botulinumtoxin oder manchmal auch eine Operation oder Endoskopie.

Die Speiseröhre (Ösophagus) ist ein hohler Schlauch, der vom Rachen (Pharynx) bis zum Magen führt. (Siehe auch Übersicht über die Speiseröhre.)

Beim Speiseröhrenkrampf (Ösophagusspasmus) werden die normalen, vorwärtstreibenden Kontraktionen, mit der die Nahrung durch die Speiseröhre befördert wird, immer wieder von gegenläufigen oder übermäßigen Muskelkontraktionen unterbrochen.

Wie die Speiseröhre funktioniert

Beim Schlucken gelangt die Nahrung vom Mund in den Rachen, der auch als Pharynx bezeichnet wird (1). Der obere Ösophagussphinkter öffnet sich (2), damit die Nahrung in die Speiseröhre gelangen kann, wo sie durch wellenartige Muskelbewegungen, die Peristaltik, nach unten befördert wird (3). Die Nahrung gelangt dann durch das Zwerchfell (4) und den unteren Ösophagussphinkter (5) in den Magen.

Die genaue Ursache für den Ösophagusspasmus ist nicht bekannt, man vermutet jedoch einen Nervenschaden. Menschen, die Opioide einnehmen, haben ein erhöhtes Risiko für Speiseröhrenkrämpfe.

Symptome eines Speiseröhrenkrampfs

Manchmal verursacht ein Speiseröhrenkrampf keine Symptome.

Wenn Symptome auftreten, werden Muskelkrämpfe in der ganzen Speiseröhre üblicherweise als Schmerzen im Brustkorb mit gleichzeitigen Beschwerden (Dysphagie) beim Schlucken von (insbesondere sehr heißen oder kalten) Flüssigkeiten und festen Nahrungsbestandteilen wahrgenommen.

Speiseröhrenkrämpfe können auch sehr schmerzhaft sein, ohne dass Schluckbeschwerden hinzukommen. Diese oft als drückend beschriebenen Schmerzen unter dem Brustbein können bei Belastung oder Anstrengungen auftreten und sind für Ärzte schwer von Angina (Schmerzen im Brustkorb aufgrund einer Herzkrankheit) zu unterscheiden.

Diagnose eines Speiseröhrenkrampfs

  • Tests zum Ausschluss einer Herzerkrankung

  • Röntgenuntersuchung mit Bariumschluck

  • Manometrie

Da die Schmerzen im Brustkorb bei einem Speiseröhrenkrampf ähnlich sind wie bei einer Angina pectoris (Schmerzen im Brustkorb infolge einer Herzerkrankung), werden Tests durchgeführt, um eine Herzerkrankung auszuschließen. Tests können Computertomografie(CT)-Scans der Koronararterien, eine Elektrokardiografie (EKG), Belastungstests oder andere Untersuchungen umfassen.

Um nach einem Speiseröhrenkrampf selbst zu suchen, kann der Arzt einen Bariumschluck durchführen. Bei diesem Test erhalten die Betroffenen Barium in einer Flüssigkeit und anschließend werden Röntgenaufnahmen gemacht. Das Barium im Körper zeichnet die Speiseröhre nach, sodass Auffälligkeiten besser zu sehen sind. In diesem Test wird gezeigt, dass die Bariumflüssigkeit sich nicht normal durch die Speiseröhre nach unten bewegt und dass einige Kontraktionen der Speiseröhrenwand unkoordiniert verlaufen und das Barium nicht weiter befördern.

Druckmessungen mittels Manometrie (ein Test, bei dem ein Schlauch in die Speiseröhre eingebracht wird und den Druck der Kontraktionen misst) liefern die empfindlichsten und genauesten Analysen der Krämpfe.

Behandlung eines Speiseröhrenkrampfs

  • Kalziumkanalblocker

  • Absetzen der Opioide

  • Injektionen von Botulinumtoxin

  • Manchmal chirurgische oder endoskopische Myotomie

Ein Speiseröhrenkrampf ist oft schwer zu behandeln. Kalziumkanalblocker wie Nifedipin können die Symptome lindern, indem sie die Muskeln der Speiseröhre entspannen. Trizyklische Antidepressiva werden ebenfalls zur Entspannung der Muskeln eingesetzt und könnten auch verschrieben werden.

Andere Medikamente wie Nitroglyzerin, lang wirkende Nitrate, trizyklische Antidepressiva und Medikamente mit anticholinerger Wirkung (wie Diclomycin) sind weniger erfolgreich.

Patienten, die Opioide einnehmen, sollten diese absetzen.

In seltenen Fällen können Injektionen mit Botulinumtoxin in den Ösophagus und/oder den unteren Ösophagussphinkter ausprobiert werden.

Einige Patienten haben schwerwiegende Symptome, die medikamentös schwierig zu behandeln sind. Wenn Medikamente nicht anschlagen, können Chirurgen in manchen Fällen die Muskelschicht über die gesamte Länge der Speiseröhre durchtrennen (Myotomie). Alternativ kann ein Gastroenterologe diese Muskelschicht während der Endoskopie durchtrennen.

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