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Morbus Whipple

(Whipple's Disease; Intestinal Lipodystrophy)

Von

Atenodoro R. Ruiz, Jr.

, MD, The Medical City, Pasig City, Philippines

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2019| Inhalt zuletzt geändert Okt 2019
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Kurzinformationen

Morbus Whipple entsteht durch eine seltene bakterielle Infektion, die die Schleimhaut des Dünndarms schädigt und zu einer Malabsorption führt, aber auchv andere Organe des Körpers betreffen kann.

  • Diese Erkrankung wird durch eine bakterielle Infektion verursacht.

  • Zu den typischen Symptomen gehören Durchfall, entzündete und schmerzende Gelenke, Gewichtsverlust und Bauchschmerzen.

  • Die Diagnose gründet sich auf den Ergebnissen von Biopsien des Dünndarms.

  • Unbehandelt schreitet die Krankheit fort und führt zum Tod.

  • Antibiotika können die Infektion eliminieren, die Erkrankung kann jedoch wiederkehren.

Morbus Whipple betrifft hauptsächlich weiße Männer zwischen 30 und 60 Jahren.

Ursachen

Die Ursache von Morbus Whipple ist eine Infektion mit dem Organismus Tropheryma whipplei. Die Infektion macht sich fast immer im Dünndarm bemerkbar, kann sich aber auch auf andere Organe wie Herz, Lunge, Gehirn, Gelenke und Augen ausbreiten.

Symptome

Die vier Hauptsymptome der Whipple-Krankheit sind

  • Entzündete und schmerzende Gelenke

  • Durchfall

  • Bauchschmerzen

  • Gewichtsverlust

Weitere häufige Symptome sind Fieber, Appetitverlust, Müdigkeit und Schwäche aufgrund von Blutarmut, Husten und Schmerzen beim Atmen durch eine Entzündung der Membranschichten, die die Lungen bedecken (Pleura). In dem Zwischenraum zwischen den Schichten des Brustfells kann sich Flüssigkeit ansammeln (ein Zustand, der als Pleuraerguss bezeichnet wird). Die Lymphknoten können sich vergrößern. Bei machen Menschen wird die Haut dunkler. Bei Patienten mit der Whipple-Krankheit können Herzgeräusche auftreten. Verwirrung, Gedächtnisverlust oder unkontrollierte Augenbewegungen zeigen, dass sich die Infektion auf das Gehirn ausgebreitet hat.

Diagnose

  • Biopsie

Ein Arzt kann die Diagnose der Whipple-Krankheit stellen, indem er Bakterien im Dünndarm findet.

Um die Bakterien zu identifizieren, entnehmen Ärzte Gewebe (Biopsie) mit einem Endoskop (einem biegsamen Betrachtungsschlauch mit einer Lichtquelle und einer Kamera, durch den ein kleiner Clipper eingeführt werden kann) aus dem Dünndarm oder aus einem vergrößerten Lymphknoten. Das Gewebe wird danach unter einem Mikroskop untersucht.

Behandlung

  • Antibiotika

Unbehandelt schreitet die Whipple-Krankheit fort und führt zum Tod.

Morbus Whipple kann mit Antibiotika geheilt werden. Normalerweise erhalten Betroffene anfänglich über eine Vene während 2–4 Wochen Ceftriaxon oder Penicillin und danach während mindestens 12 Monaten oral Trimethoprim/Sulfamethoxazol oder eine Kombination aus Doxycyclin und Hydrocychloroquin. Die Symptome verschwinden rasch. Trotz einem anfänglichen Ansprechen auf Antibiotika kann die Krankheit wiederkehren.

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