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Biologie des Mundes

Von

Rosalyn Sulyanto

, DMD, MS, Harvard School of Dental Medicine and Boston Children's Hospital

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2017| Inhalt zuletzt geändert Okt 2017
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Quellen zum Thema

Der Mund ist sowohl der Zugang zum Verdauungstrakt als auch zum Atmungssystem. Das Innere der Mundhöhle ist mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Eine gesunde Mundschleimhaut ist rosarot. Das etwas hellere Zahnfleisch (Gingiva) umschließt die Zähne fest.

Der Gaumen (Palatum), der das Dach des Mundes bildet, besteht aus zwei Teilen. Der vordere Teil hat Rillen und ist hart (harter Gaumen). Der hintere Teil ist relativ glatt und weich (weicher Gaumen, Gaumensegel).

Die feuchten Schleimhäute, die den Mund auskleiden, setzen sich nach außen hin fort und bilden den rosafarbenen und glänzenden Teil der Lippen, die an der Grenze des Lippenrots in die Gesichtshaut übergehen. Die Lippenschleimhaut wird zwar durch den Speichel befeuchtet, trocknet allerdings schnell aus.

Ganz hinten im Mund befindet sich eine kleine muskulöse Struktur, das Zäpfchen (Uvula), das man sehen kann, wenn man mit offenem Mund „Ah“ sagt. Das Zäpfchen hängt vom Ende des weichen Gaumens herab, der den Ausgang der Nasenhöhle vom Ausgang der Mundhöhle trennt. Normalerweise hängt das Zäpfchen senkrecht herab.

Am Mundboden liegt die Zunge, die dazu dient, Nahrung zu schmecken und durchzumischen. Normalerweise ist die Zunge nicht glatt. Auf ihrer Oberfläche befinden sich winzige Erhebungen (Papillen), in denen sich die Geschmacksknospen befinden; einige davon dienen zum Erkennen des Geschmacks von Nahrungsmitteln.

Der Geschmackssinn ist relativ einfach. Er kann zwischen süß, sauer, salzig, bitter und herzhaft/pikant (auch umami genannt, der Geschmack des Würzmittels Mononatriumglutamat) unterscheiden. Diese Geschmacksrichtungen können auf der ganzen Zunge erfasst werden, wobei bestimmte Bereiche für einen bestimmten Geschmack empfindlicher sind. Die Geschmacksrezeptoren für süßen Geschmack liegen an der Zungenspitze. Die Geschmacksrezeptoren für salzigen Geschmack liegen an den vorderen Seiten der Zunge. Die Rezeptoren für sauren Geschmack liegen entlang der Seiten der Zunge. Die Rezeptoren für bitteren Geschmack befinden sich am hinteren Drittel der Zunge.

Gerüche werden von Geruchsrezeptoren tief in der Nase wahrgenommen. Der Geruchssinn ist viel komplexer als der Geschmackssinn und kann zwischen vielen Geruchs- und Duftvarianten unterscheiden. Geschmacks- und Geruchssinn arbeiten zusammen, so dass der Mensch zahlreiche Aromen identifizieren und genießen kann( Übersicht über Geruchs- und Geschmacksstörungen).

Ein Blick in den Mund

Ein Blick in den Mund

Die Speicheldrüsen produzieren den Speichel. Es gibt drei große Speicheldrüsenpaare im Mund: die Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis), die Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis) und die Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis). Neben diesen sind zahlreiche kleine Speicheldrüsen überall im Mund verteilt. Der Speichel gelangt durch kleine Gänge aus den Drüsen in den Mund.

Der Speichel dient mehreren Zwecken. Er hilft beim Kauen und Essen, indem er Nahrungsteilchen sammelt, so dass sie leicht aus dem Mund in die Speiseröhre gleiten können. Außerdem wird die Nahrung aufgelöst, so dass der Geschmack besser wahrgenommen werden kann. Der Speichel überzieht die Nahrungspartikel darüber hinaus mit Verdauungsenzymen und beginnt mit der Verdauung. Nach dem Essen wäscht der Speichelfluss Bakterien weg, die zu Zahnfäule (Karies) und anderen Störungen führen können. Speichel trägt dazu bei, die Mundschleimhaut gesund zu halten und beugt einem Mineralverlust der Zähne vor. Er neutralisiert nicht nur die von Bakterien im Mund produzierten Säuren, sondern enthält zudem viele Substanzen, wie Antikörper und Enzyme, die Bakterien, Pilze und Viren töten.

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